Beim Bahrain Darts Masters 2026 hat Michael van Gerwen den ersten Titel der neuen World-Series-Saison gewonnen. Der Niederländer setzte sich im Finale in der Exhibition World Bahrain mit 8:6 gegen Gian van Veen durch. Für den dreimaligen Weltmeister war es der erste Erfolg bei diesem Turnier und insgesamt bereits sein 17. Titel auf der World Series of Darts.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 20. Januar stand der Sieger bereits seit vier Tagen fest. Das Endspiel in Sakhir war am 16. Januar ausgetragen worden. Der zuvor genannte Bonus von 100.000 US-Dollar gehörte zudem nicht zum Bahrain Darts Masters, sondern zum anschließend ausgetragenen Saudi Arabia Darts Masters in Riad.
Michael van Gerwen erwischte im Finale den besseren Start. Mit einem 130er-Finish über das Bullseye gelang ihm früh das erste Break. Wenig später erhöhte er mit einem 113er-Checkout und setzte sich bis auf 6:2 ab. Gian van Veen gab die Partie jedoch nicht verloren und kämpfte sich mit drei gewonnenen Legs hintereinander auf 5:6 heran.
In der entscheidenden Phase blieb van Gerwen ruhig. Mit Checkouts von 103 und 66 Punkten brachte er den 8:6-Erfolg über die Ziellinie. Beide Niederländer spielten einen Average von mehr als 100 Punkten und lieferten sich damit ein hochklassiges Endspiel.
Van Gerwen stoppt Van Veens Aufholjagd
„Es fühlte sich großartig an, in Bahrain zu gewinnen. Es bedeutete mir sehr viel“, erklärte Michael van Gerwen nach dem Turnier. Auf dem Weg zum Titel hatte van Gerwen mehrere starke Gegner bezwungen. Zum Auftakt gewann er mit 6:4 gegen Alexis Toylo. Im Viertelfinale beendete er die Titelverteidigung von Stephen Bunting ebenfalls mit 6:4, ehe er Gerwyn Price im Halbfinale deutlich mit 7:2 besiegte.
Auch Gian van Veen gehörte zu den prägenden Spielern des Turniers. Nach seinem 6:2 gegen Man Lok Leung bezwang er Danny Noppert im Viertelfinale mit 6:1. Die Partie wurde durch einen kurzzeitigen Stromausfall in der Halle unterbrochen, doch van Veen ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen.
Im Halbfinale setzte sich van Veen mit 7:4 gegen Nathan Aspinall durch. Dadurch erreichte Gian van Veen sein zweites großes Endspiel innerhalb weniger Wochen. „Zwei Finals in kurzer Zeit sind etwas, worauf ich aufbauen kann“, sagte der Niederländer anschließend. Zum erhofften Titel reichte es für van Veen in Bahrain noch nicht.
Für Luke Littler endete das Turnier bereits im Viertelfinale. Nach einem 6:1 gegen Paul Lim, einem Average von 106,50 Punkten und einem 170er-Finish verlor der Weltmeister mit 2:6 gegen Gerwyn Price. Damit riss Littlers Serie von 21 gewonnenen Matches.
Der öffentlich diskutierte Bonus von 100.000 Dollar wurde beim Bahrain Darts Masters 2026 nicht angeboten. Diese Sonderprämie gehörte zum Saudi Arabia Darts Masters am 19. und 20. Januar. Dort sollte ein Neun-Darter mit 100.000 Dollar belohnt werden. Ein anschließender Treffer ins Bullseye hätte die Summe sogar auf 200.000 Dollar verdoppelt.
Das reguläre Preisgeld in Bahrain betrug insgesamt 100.000 Pfund. Michael van Gerwen erhielt als Turniersieger 30.000 Pfund, Gian van Veen bekam als unterlegener Finalist 16.000 Pfund. Der Erfolg von van Gerwen in Sakhir war damit nicht nur sportlich bedeutend, sondern auch ein starkes Signal zum Auftakt der World Series 2026.
Mit seinem ersten Bahrain-Titel setzte van Gerwen ein frühes Ausrufezeichen. Gleichzeitig bestätigte van Veen seine starke Form und zeigte erneut, dass er sich dauerhaft in der erweiterten Weltspitze etabliert hat.










