Yorick Hofkens hat die PDC Development Tour 19 gewonnen. Der Deutsche setzte sich am Samstagabend in einem engen Finale mit 5:4 gegen Adam Gawlas durch. Erst im neunten und entscheidenden Leg fiel die Entscheidung zugunsten von Hofkens, der seinen Lauf nach acht gewonnenen Partien mit dem Titel krönte.
Das Endspiel war nicht die statistisch stärkste Begegnung des Turniers, bot dafür aber die größte Spannung. Hofkens kam auf einen Average von 85,80 Punkten, während Gawlas mit 86,36 knapp darüber lag. Nach sechs Legs stand es 3:3, ehe das Finale endgültig zum Nervenspiel wurde. Hofkens entschied zwei der letzten drei Legs für sich und machte den deutschen Erfolg im Decider perfekt.
Dabei hatte Gawlas unmittelbar zuvor seine beste Leistung des Tages gezeigt. Im Halbfinale bezwang der Tscheche Dylan Slevin mit 5:4 und spielte dabei einen Average von 102,21 Punkten. Slevin hielt mit 95,20 dagegen, musste sich nach neun Legs aber geschlagen geben. Im Finale konnte Gawlas dieses Niveau nicht erneut erreichen.
Hofkens startete mit einem 4:2 gegen Angelo Balsamo in das Turnier. Anschließend bezwang er Tim Hoffmann mit 4:1 und steigerte sich beim ebenfalls klaren 4:1 gegen James Buckby auf einen Average von 94,52 Punkten. In der Runde der letzten 32 musste der Deutsche erstmals über die volle Distanz. Gegen Danio Aalders setzte er sich mit 4:3 durch und erzielte dabei einen Schnitt von 90,08 Punkten.
Nach einem 4:1 gegen Cody Crabtree folgte im Viertelfinale die stärkste Vorstellung des späteren Siegers. Hofkens ließ Jenson Walker beim 5:0 keine Chance und durchbrach mit einem Average von 100,20 Punkten erstmals an diesem Tag die Marke von 100 Punkten. Walker blieb bei 82,50 und gewann kein einziges Leg.
Im Halbfinale wartete mit Cam Crabtree der zweite Spieler aus der englischen Dartsfamilie. Hofkens gewann mit 5:3 und verbuchte einen Average von 86,35 Punkten. Crabtree kam auf 84,83 Zähler pro Aufnahme. Damit erreichte Hofkens nach sieben Siegen das Endspiel, in dem er seinen Turnierlauf gegen Gawlas mit dem entscheidenden fünften Leg vollendete.
Über seine acht Partien hinweg erzielte Hofkens laut DartConnect einen Turnieraverage von 86,42 Punkten. Gawlas lag mit 90,92 deutlich darüber, musste sich am Ende aber mit dem zweiten Platz begnügen. Für Hofkens waren vor allem seine deutlichen Leistungsspitzen und die Nervenstärke in den engen Partien ausschlaggebend.
Auch Lenny Schlüter erreichte aus deutscher Sicht das Viertelfinale. Dort unterlag er Dylan Slevin mit 3:5. Liam Maendl-Lawrance schaffte es bis ins Achtelfinale, in dem er sich Schlüter knapp mit 3:4 geschlagen geben musste. Der Turniersieg ging dennoch nach Deutschland: Hofkens verband seine stärkste Leistung im Viertelfinale mit der nötigen Ruhe im entscheidenden Moment.









