Wessel Nijman hat am zweiten Abend des World Matchplay 2026 den stärksten Auftritt gezeigt. Der Niederländer besiegte Dave Chisnall mit 10:5 und erreichte mit dem höchsten Average der Session das Achtelfinale. Auch James Wade, Ryan Searle und Gian van Veen überstanden ihre Auftaktpartien im Winter Gardens.
Nijman gab im letzten Spiel des Abends vom ersten Leg an die Richtung vor. Mit vier gewonnenen Durchgängen am Stück zwang er Chisnall sofort in die Verfolgerrolle. Der Engländer holte zwar das fünfte Leg, anschließend wuchs der Abstand jedoch weiter auf 6:1 an.
Ganz kampflos wollte sich Chisnall nicht an diesem World-Matchplay-Abend verabschieden. Zwei Legs nacheinander brachten ihn noch einmal auf 6:3 heran, doch Nijman ließ daraus keine längere Aufholjagd entstehen. Er gewann drei der folgenden vier Durchgänge, stellte auf 9:4 und beendete die Partie wenig später mit 10:5.
Der 26-Jährige kam auf einen Average von 98,63 Punkten und traf zehn seiner 19 Versuche auf die Doppel. Chisnall blieb mit 94,47 Punkten im Schnitt darunter und konnte nur fünf seiner 14 Doppelchancen verwerten. Nijmans klarer Start erwies sich damit als Belastung, die sein Gegner über die gesamte Partie nicht mehr abschütteln konnte.
Mehr Gegenwehr bekam James Wade bei seinem 10:7 gegen Jermaine Wattimena. Wade gewann zunächst die ersten vier Legs und schien früh auf einen ruhigen Abend zuzusteuern. Wattimena änderte das Bild der Partie jedoch innerhalb weniger Minuten: Vier der nächsten fünf Durchgänge gingen an den Niederländer, der den Rückstand auf 5:4 verkürzte.
Wade reagierte mit drei eigenen Legs und zog erneut auf 8:4 davon. Auch diesmal blieb Wattimena im Spiel und kam später noch einmal auf 9:7 heran. Zu einem Entscheidungsleg ließ es Wade nicht kommen. Mit dem nächsten Durchgang machte der frühere World-Matchplay-Champion seinen Einzug ins Achtelfinale perfekt. Neben einem Average von 96,19 Punkten gelangen ihm sieben 180er, während er zehn seiner 23 Doppelversuche verwandelte.
Searle zieht nach – van Veen nutzt seine Chancen
Ryan Searle musste gegen William O’Connor ebenfalls eine zwischenzeitliche Gegenbewegung überstehen. Nach einer 6:1- und späteren 7:2-Führung hatte der Engländer die Partie fest im Griff. O’Connor fand anschließend aber besser in seinen Rhythmus und gewann drei Legs am Stück. Aus dem klaren Rückstand war beim Stand von 7:5 plötzlich wieder ein offenes Spiel geworden.
O’Connor blieb bis zum 8:6 in Schlagdistanz, danach holte Searle die beiden fehlenden Legs zum 10:6. Bemerkenswert war, dass der Ire mit 95,18 Punkten den leicht höheren Average spielte und acht 180er warf. Auf den Doppeln war Searle jedoch deutlich verlässlicher: Zehn Treffer bei 18 Versuchen gaben am Ende den Ausschlag.
Gian van Veen entschied sein Duell mit Krzysztof Ratajski ebenfalls mit 10:6 für sich. Der Niederländer verschaffte sich früh Luft und führte zwischenzeitlich mit 6:2. Ratajski spielte mit 95,55 Punkten zwar den höheren Average, brachte seine guten Aufnahmen aber zu selten auf dem äußeren Ring zu Ende.
Van Veen verwandelte zehn seiner 15 Doppelversuche und erreichte damit eine Quote von 66,67 Prozent. Ratajski benötigte für seine sechs gewonnenen Legs dagegen 19 Versuche. Den auffälligsten Moment lieferte van Veen mit einem 160er-Checkout, bevor er seinen Vorsprung sicher ins Ziel brachte.
Am Montagabend wird die erste Runde mit vier weiteren Begegnungen abgeschlossen. Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Martin Schindler, der auf Gerwyn Price trifft. Zuvor spielen Ross Smith gegen Kevin Doets sowie Luke Humphries gegen Cameron Menzies. Danny Noppert und der frühere World-Matchplay-Sieger Rob Cross beschließen den dritten Turniertag. Die Abendsession beginnt um 20 Uhr deutscher Zeit.









