World Matchplay 2026 – Tag 2 am Nachmittag: Anderson überrollt Joyce – Van Duijvenbode siegt im Krimi

Die Nachmittagssession am zweiten Tag des World Matchplay 2026 bot einen Verlängerungskrimi und eine der bislang stärksten Leistungen des Turniers. Dirk van Duijvenbode setzte sich nach einem wechselhaften Duell mit 13:11 gegen Chris Dobey durch. Gary Anderson überrollte Ryan Joyce mit einem Average von 108,96 Punkten. Außerdem erreichten Michael van Gerwen und Jonny Clayton die zweite Runde.

Van Duijvenbode gewinnt den Verlängerungskrimi

Chris Dobey erwischte gegen Dirk van Duijvenbode den etwas besseren Beginn und führte nach fünf Legs mit 3:2. Der Niederländer drehte die Partie anschließend und setzte sich zwischenzeitlich auf 6:4 ab. Dobey ließ sich davon jedoch nicht abschütteln und stellte beim 7:7 wieder den Gleichstand her.

Van Duijvenbode gewann die nächsten beiden Legs zum 9:7, ehe Dobey erneut zurückkam. Der Engländer holte drei Legs in Folge und lag beim 10:9 wieder vorne. Auch danach blieb die Partie ausgeglichen: Van Duijvenbode stellte auf 10:10, Dobey ging noch einmal mit 11:10 in Führung. Die letzten drei Legs gehörten jedoch dem Niederländer. Mit dem Break zum 12:11 verschaffte er sich den entscheidenden Vorteil und machte anschließend den 13:11-Erfolg perfekt.

Dobey erzielte mit 97,35 Punkten den höheren Average und warf starke 13 Aufnahmen mit 180 Punkten. Van Duijvenbode kam auf 92,70 Punkte und fünf Maxima, war auf den Doppelfeldern aber deutlich effektiver. Der Niederländer verwandelte 13 seiner 31 Versuche und erreichte eine Doppelquote von 41,94 Prozent. Dobey traf lediglich elf seiner 40 Versuche und blieb bei 27,50 Prozent. Damit wurde die Chancenverwertung zum entscheidenden Unterschied.

Anderson überrollt Joyce mit 108,96er-Average

Gary Anderson setzte in der zweiten Begegnung des Nachmittags ein deutliches Ausrufezeichen. Der Schotte gewann die ersten drei Legs und nahm Ryan Joyce bereits zum 2:0 den Anwurf ab. Joyce verkürzte auf 1:3, konnte Andersons hohes Niveau aber nicht dauerhaft mitgehen.

Über 5:1 und 6:1 zog Anderson davon. Nachdem Joyce sein zweites Leg gewonnen hatte, ließ der frühere Weltmeister nichts mehr anbrennen. Anderson holte die abschließenden vier Legs und verwandelte den deutlichen Vorsprung in einen 10:2-Erfolg.

Besonders beeindruckend war Andersons Average von 108,96 Punkten. Joyce spielte mit 95,49 Punkten keineswegs schwach, erhielt aber kaum Gelegenheiten. Anderson warf fünf 180er und zwölf Aufnahmen mit mindestens 140 Punkten. Zudem traf er zehn seiner 18 Versuche auf die Doppel und erreichte eine Quote von 55,56 Prozent. Zwei Checkouts jenseits der 100 Punkte und ein höchstes Finish von 144 unterstrichen die dominante Vorstellung.

Van Gerwen dreht die Partie gegen Gilding

Michael van Gerwen musste gegen Andrew Gilding zunächst einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Gilding gewann das erste Leg und setzte sich durch ein 102er-Finish auf 3:1 ab. Wenig später führte der Engländer sogar mit 4:1.

Van Gerwen erhöhte anschließend das Tempo und gewann drei Legs in Folge zum 4:4. Gilding ging noch einmal mit 5:4 in Führung, ehe der Niederländer die Partie zum 6:5 drehte. Zwar gelang Gilding noch der Ausgleich zum 6:6, doch die letzten vier Legs gingen allesamt an van Gerwen. Damit verwandelte der dreimalige Matchplay-Sieger einen 1:4-Rückstand noch in einen 10:6-Erfolg.

Van Gerwen beendete die Partie mit einem Average von 94,85 Punkten und sechs 180ern. Gilding kam auf 88,54 Punkte sowie drei Maxima. Bei den Doppeln lagen beide Spieler nah beieinander: Van Gerwen traf zehn von 32 Versuchen und erreichte 31,25 Prozent, Gilding verwandelte sechs seiner 18 Möglichkeiten und kam auf 33,33 Prozent.

Claytons starke Doppelquote entscheidet gegen Heta

Damon Heta eröffnete die abschließende Partie der Nachmittagssession mit einem Break. Jonny Clayton antwortete sofort und ging wenig später mit 2:1 in Führung. Nach Hetas Ausgleich zum 2:2 übernahm der Waliser zunehmend die Kontrolle.

Clayton gewann vier Legs in Folge und setzte sich auf 6:2 ab. Heta verkürzte zwar, doch Clayton stellte den Abstand wieder her und führte zwischenzeitlich mit 8:3. Der Australier startete noch einmal eine Aufholjagd und kam durch drei gewonnene Legs bis auf 6:8 heran. Clayton stoppte den Lauf rechtzeitig und setzte sich schließlich mit 10:7 durch.

Beide Spieler bewegten sich statistisch auf einem ähnlichen Niveau. Clayton erreichte einen Average von 97,63 Punkten, Heta kam auf 96,10 Punkte. Der Australier warf fünf 180er und damit eine mehr als sein Gegner. Den Ausschlag gab Claytons starkes Finishing: Er verwandelte zehn seiner 16 Doppelversuche und erzielte eine Quote von 62,50 Prozent. Dazu gelangen ihm vier Checkouts mit mindestens 100 Punkten, darunter ein 152er-Finish. Heta traf sieben seiner 13 Doppel und erreichte ebenfalls starke 53,85 Prozent.

Am Abend wird der zweite Turniertag ab 20:00 Uhr deutscher Zeit mit vier weiteren Erstrundenpartien fortgesetzt. Zunächst trifft Ryan Searle auf William O’Connor, anschließend spielt der frühere Matchplay-Sieger James Wade gegen Jermaine Wattimena.

Danach fordert Gian van Veen den Polen Krzysztof Ratajski. Zum Abschluss bekommt es Wessel Nijman mit Dave Chisnall zu tun. Nijmans Auftritt wird abhängig von der Dauer der vorherigen Begegnungen gegen 23:15 Uhr erwartet. Dann kann der formstarke Niederländer zeigen, ob er sein großes Selbstvertrauen auch auf die Bühne im Winter Gardens übertragen kann.

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