Martin Schindler ist beim World Matchplay 2026 bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der deutsche Dartsprofi führte gegen Gerwyn Price zwischenzeitlich deutlich mit 6:2, konnte seinen Vorsprung jedoch nicht ins Ziel bringen. „The Iceman“ kämpfte sich in die Partie zurück und setzte sich nach Verlängerung mit 11:9 durch.
Für „The Wall“ ist es eine besonders bittere Niederlage. Der Deutsche hatte den früheren Weltmeister in der Anfangsphase klar im Griff und stand lange vor seinem ersten Sieg auf der berühmten Bühne der World Matchplay.
Schindler begann konzentriert und nutzte die zahlreichen Fehler seines Gegners konsequent aus. Während Price zunächst überhaupt nicht in die Partie fand, setzte sich der Deutsche schnell mit 4:0 ab.
Auch nach der ersten Pause änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Schindler verteidigte seinen Vorsprung und erhöhte wenig später auf 6:2. Price wirkte unzufrieden, fand kaum zu seinem gewohnten Rhythmus und ließ immer wieder Chancen auf den Doppelfeldern liegen. Der 29-Jährige musste zu diesem Zeitpunkt keine außergewöhnliche Leistung zeigen. Der Deutsche spielte solide, hielt den Druck aufrecht und bestrafte die Schwächen seines Gegners. Alles deutete auf einen erfolgreichen Abend für den deutschen Dartsprofi hin.
„The Iceman“ kämpft sich zurück
Mit zunehmender Spieldauer veränderte sich die Partie jedoch. Price steigerte sich langsam, während Schindler immer häufiger Möglichkeiten ausließ, seinen Vorsprung zu verteidigen.
Vor allem auf den Doppelfeldern verlor der Strausberger zunehmend an Sicherheit. Der Walliser nutzte die vergebenen Chancen und verkürzte den Rückstand Leg für Leg. Aus der deutlichen 6:2-Führung wurde eine offene Begegnung.
„The Wall“ versuchte, den Lauf seines Gegners zu stoppen, konnte aber nicht mehr an seine souveräne Anfangsphase anknüpfen. Price brachte unterdessen auch das Publikum in den Winter Gardens immer stärker hinter sich und kämpfte sich schließlich zum Ausgleich.
Beim Stand von 9:9 war die Partie endgültig in der Verlängerung angekommen. Da beim World Matchplay ein Spieler mit zwei Legs Vorsprung gewinnen muss, reichten zehn gewonnene Legs nun nicht mehr automatisch zum Einzug in die nächste Runde.
Price bestraft Schindlers vergebene Chancen
In der entscheidenden Phase behielt Price die besseren Nerven. Der Waliser gewann das Leg zum 10:9 und setzte Schindler damit erstmals im gesamten Match unmittelbar unter Druck. Der 29-Jährige fand keine Antwort mehr. Price löschte 100 Punkte und machte damit den 11:9-Erfolg perfekt. Nach seinem schwachen Start und einem zwischenzeitlichen Rückstand von vier Legs entging der frühere Weltmeister nur knapp dem Erstrunden-Aus.
Der 41-Jährige zeigte sich anschließend selbst überrascht darüber, die Partie noch gewonnen zu haben. Der Waliser räumte offen ein, dass ihn vor allem die Unterstützung in den Winter Gardens im Spiel gehalten habe. „Ohne das Publikum hätte ich heute verloren“, erklärte er nach seinem Erfolg im PDC-Interview. Gleichzeitig bezeichnete er seinen Auftritt als seine bislang schwächste Leistung der gesamten Saison. „Das war ein Spiel, das ich eigentlich hätte verlieren müssen“, sagte der frühere Weltmeister im weiteren Verlauf des Gespräches. Ihm fehle derzeit etwas das Selbstvertrauen, da er in den vergangenen Wochen nur wenige Turniere gespielt habe.
Für Schindler bleibt dagegen eine große verpasste Gelegenheit. Der Deutsche hatte einen der bekanntesten Spieler der Welt über weite Strecken unter Kontrolle, konnte die Partie nach seiner deutlichen Führung aber nicht mehr entscheiden. Die aktuelle Nummer 7 der Welt trifft in der zweiten Runde auf Rob Cross. Der Engländer setzte sich in seinem Auftaktspiel deutlich mit 10:3 gegen Danny Noppert durch.









