Gerwyn Price steht beim World Matchplay 2026 im Viertelfinale. Der Waliser setzte sich in den Winter Gardens deutlich mit 11:5 gegen Rob Cross durch und trifft nun auf Ross Smith. Trotz des klaren Ergebnisses zeigte sich „The Iceman“ anschließend selbstkritisch – und kündigte für die nächste Runde die Rückkehr des „alten Gezzy“ an.
Price spielte mit 97,84 Punkten den höheren Average. Cross kam auf 93,82 Punkte, konnte seine Möglichkeiten auf den Doppeln jedoch zu selten nutzen. Während Price elf seiner 21 Versuche verwandelte und damit eine Quote von 52,38 Prozent erreichte, traf Cross lediglich fünf von 20 Darts auf die Doppel.
Auch bei den 180ern lag der frühere Weltmeister mit 7:6 knapp vorne. Das höchste Finish der Partie gehörte ebenfalls dem Waliser: Mit einem 161er-Checkout setzte er eines der sportlichen Ausrufezeichen des Abends. Cross kam bei seinem höchsten Finish auf 94 Punkte.
Vor allem die deutlich bessere Chancenverwertung machte den Unterschied. „The Iceman“ war nicht über die gesamte Partie dominant, nutzte die schwächeren Phasen seines Gegners aber konsequent aus. Cross konnte beim Scoring phasenweise mithalten, ließ auf den Doppeln jedoch zu viele Möglichkeiten liegen und geriet dadurch immer weiter ins Hintertreffen.
Price fordert von sich selbst eine Steigerung
Im anschließenden Sky-Sports-Interview, war von Zufriedenheit dennoch wenig zu hören. Price erklärte, er habe sich über weite Strecken der Partie schwergetan. „Ich hatte das Gefühl, dass ich mich das ganze Spiel über gequält habe. Ich konnte mein Scoring nicht finden. Es ging ständig auf und ab.“
Er sei phasenweise gut gewesen, insgesamt aber zu inkonstant. Für den ganz großen Wurf in Blackpool müsse deshalb eine deutliche Steigerung folgen. Und sagte: „Wenn ich dieses Turnier gewinnen will, muss ich deutlich besser spielen.“
Gleichzeitig wertete der Waliser den Erfolg gegen Cross als Schritt in die richtige Richtung. Im Vergleich zu seinem Auftaktspiel gegen Martin Schindler habe er wieder mehr von seinem früheren Auftreten gezeigt. Genau diese Energie will er nun auch im Viertelfinale auf die Bühne bringen.
Er erklärte, dass er in der Vergangenheit versucht habe, sich stärker zu beruhigen. In den entscheidenden Momenten könne das funktionieren, doch grundsätzlich brauche er die Energie und den besonderen „Buzz“ auf der Bühne. Auf die Frage, ob im nächsten Spiel wieder ein stärker aufgedrehter Gerwyn Price zu erwarten sei, antwortete er unmissverständlich: „Ihr werdet den alten Gezzy sehen.“
Price betonte zudem, nicht auf mögliche spätere Gegner oder den weiteren Turnierbaum zu schauen. Sein Fokus liege ausschließlich auf der nächsten Partie und der eigenen Leistung. Sein Anspruch für das World Matchplay ist dabei eindeutig: Er ist nicht nach Blackpool gekommen, um sich lediglich unter den besten Acht einzureihen. „Ich bin hier, um das Turnier zu gewinnen.“
Im Viertelfinale trifft Gerwyn Price nun auf Ross Smith. Der Engländer erreichte die Runde der letzten Acht, nachdem Cameron Menzies sein Achtelfinale beim Stand von 2:1 nicht fortsetzen konnte. Gegen Smith will „The Iceman“ seine Ankündigung wahr machen und wieder deutlich mehr von der Energie zeigen, die den „alten Gezzy“ ausgezeichnet hat.










