World Matchplay 2026: Price stoppt van Veen

Gerwyn Price steht im Finale des World Matchplay 2026. Der Waliser setzte sich im ersten Halbfinale in den Winter Gardens von Blackpool mit 17:10 gegen Gian van Veen durch. Nach einem furiosen Start ließ der Iceman seinen Gegner noch einmal herankommen, übernahm anschließend aber erneut die Kontrolle. Für den 2022er-Finalisten ist es die erste Rückkehr ins Endspiel dieses Turniers seit vier Jahren. Dort wartet am Sonntag der Sieger aus dem Duell zwischen Luke Littler und Dirk van Duijvenbode.

Price war vom ersten Leg an präsent und nutzte vor allem die Unsicherheiten seines Gegners auf den Doppeln. Schnell setzte sich der ehemalige Weltmeister auf 4:1 ab, ehe er seinen Vorsprung auf 6:1 ausbaute. Van Veen spielte phasenweise den höheren Average, konnte seine Chancen auf die Doppel jedoch zunächst nicht konsequent nutzen.

Der deutliche Rückstand weckte den Niederländer allerdings auf. Er gewann vier Legs in Folge und verkürzte auf 6:5. Plötzlich war das Halbfinale wieder offen, während der Iceman erstmals unter Druck geriet. Der Waliser reagierte rechtzeitig, stoppte die Serie und setzte sich erneut ab.

Bis zum 11:7 stellte der frühere Weltmeister den alten Abstand weitgehend wieder her. Van Veen gab sich dennoch nicht geschlagen und holte die beiden letzten Legs vor der nächsten Pause zum 11:9. Zu diesem Zeitpunkt lagen beide Spieler beim Average nahezu gleichauf. Auch bei den 180ern und den hohen Scores war kein deutlicher Unterschied zu erkennen.

Die entscheidende Phase begann direkt nach der Pause. Price erhöhte das Tempo, gewann vier Legs nacheinander und zog auf 15:9 davon. Sein Gegner verkürzte noch einmal auf 15:10, konnte die nächste Serie des Iceman aber nicht mehr verhindern. Der Waliser holte die beiden folgenden Legs und machte den 17:10-Erfolg perfekt.

Am Ende stand der Sieger bei einem Average von 96,65 Punkten und sechs 180ern. Besonders deutlich fiel der Unterschied auf den Doppelfeldern aus. Price verwandelte 17 seiner 40 Versuche und erreichte damit eine Quote von 42,5 Prozent. Van Veen traf zehn seiner 33 Checkout-Darts und kam auf 30,3 Prozent.

Der Niederländer beendete das Halbfinale mit einem Average von 91,62 Punkten, vier 180ern und einem höchsten Finish von 110 Punkten. Sein Gegner steuerte zwei Checkouts über 100 Punkte bei und löschte maximal 125 Zähler. Dazu gelangen ihm 24 Aufnahmen mit mindestens 140 Punkten, während der Weltranglistendritte auf 15 kam.

Für van Veen endet damit ein starker Turnierlauf im Halbfinale. Zugleich verpasst er den möglichen Sprung auf Rang zwei der PDC Order of Merit, den ihm ein Sieg gegen den Waliser gebracht hätte. Price darf dagegen weiter vom ersten World-Matchplay-Titel seiner Karriere träumen.

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