World Matchplay 2026: Luke Littler wirft 9-Darter

Luke Littler hat beim World Matchplay 2026 für einen spektakulären Auftakt gesorgt. Gleich im ersten Leg des Achtelfinals gegen Nathan Aspinall gelang dem Titelverteidiger ein Neundarter.

Aspinall hatte Anwurf, doch Littler nahm ihm das Leg mit dem perfekten Durchgang unmittelbar ab. Der Weltranglistenerste brachte zweimal die 180 ins Board und löschte anschließend 141 Punkte. Mit seinem neunten Dart traf er die Doppel 12 und brachte die Winter Gardens früh zum Kochen.

Der 9-Darter brachte dem Titelverteidiger zugleich einen besonderen Eintrag in die Geschichte des World Matchplay. Nach Phil Taylor ist er erst der zweite Spieler, dem bei diesem Turnier zwei perfekte Legs gelangen. Taylor schaffte dies 2002 und 2014. Littler war bereits 2025 im Halbfinale gegen Josh Rock ein perfektes Leg gelungen. Nun wiederholte er dieses Meisterstück bei zwei Austragungen in Folge.

Zu einem frühen Durchmarsch führte der Traumstart allerdings nicht. Aspinall ließ sich von dem Neundarter nicht aus der Partie drängen und hielt das Match über weite Strecken offen. Nach 14 gespielten Legs stand es 7:7 – trotz eines zu diesem Zeitpunkt deutlich höheren Averages seines Gegners.

Anschließend setzte sich Littler entscheidend ab. Der Engländer gewann drei Legs und erspielte sich beim Stand von 10:7 seine ersten Matchdarts. Aspinall gab sich jedoch noch nicht geschlagen und löschte 170 Punkte über das Bullseye. Mit dem Big Fish verkürzte „The Asp“ auf 8:10 und sorgte für den nächsten großen Moment des Abends.

Littler ließ sich die Begegnung aber nicht mehr nehmen. Der Titelverteidiger gewann das folgende Leg und machte den 11:8-Erfolg sowie den Einzug ins Viertelfinale perfekt.

Die abschließenden Zahlen unterstrichen das außergewöhnliche Niveau. Littler spielte einen Average von 113,68 Punkten und warf 14 180er. Aspinall hielt mit 101,24 Punkten im Schnitt und acht Maxima dagegen.

Auch auf den Doppelfeldern überzeugten beide. Der Sieger verwandelte elf seiner 24 Versuche und erreichte eine Quote von 45,83 Prozent. Sein Gegner nutzte acht von 19 Chancen und kam auf 42,11 Prozent. Beiden Spielern gelangen zwei dreistellige Checkouts: Littlers höchstes Finish war die 141 zum Neundarter, Aspinall setzte mit dem 170er-Finish den Höchstwert der Begegnung.

Was für ein Match: Der Titelverteidiger eröffnete mit einem Neundarter, Aspinall antwortete später mit dem größtmöglichen Checkout und hielt das Achtelfinale lange offen. Am Ende setzte sich der Weltranglistenerste mit einer Weltklasseleistung durch – doch auch sein Gegner verdiente sich für diesen Auftritt großen Respekt.

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