Luke Littler steht nach einer weiteren Machtdemonstration im Halbfinale des World Matchplay 2026. Der Titelverteidiger setzte sich im Viertelfinale mit 16:7 gegen Josh Rock durch und spielte dabei einen Average von 109,57 Punkten. Trotz einer über weite Strecken starken Leistung konnte der Nordire das Tempo seines Gegners nach dem 6:6 nicht mehr mitgehen.
Das erste Leg gehörte zunächst Rock. Der Weltranglistenachte ging mit 1:0 in Führung, ehe der Engländer umgehend antwortete. In der Anfangsphase entwickelte sich das erwartete Scoring-Duell. Über 1:1, 2:2 und 3:3 blieb die Begegnung vollständig offen.
Der Titelverteidiger setzte sich anschließend erstmals etwas ab und führte mit 5:3. Sein Gegner blieb jedoch hartnäckig, gewann zwei Legs und stellte auf 5:5. Wenig später stand es 6:6 – zu diesem Zeitpunkt deutete noch kaum etwas auf das klare Endergebnis hin.
Sieben Legs in Folge entscheiden das Viertelfinale
Nach dem Ausgleich veränderte sich die Partie vollkommen. Littler erhöhte das Tempo und gewann sieben Legs hintereinander. Aus dem 6:6 wurde innerhalb kürzester Zeit eine 13:6-Führung.
Sein Scoring setzte Rock permanent unter Druck. Selbst gute Aufnahmen reichten häufig nicht aus, um überhaupt einen Dart auf Doppel zu erhalten. Beim Stand von 13:6 stoppte der Nordire die Serie zwar noch einmal, mehr als das siebte Leg sollte ihm jedoch nicht gelingen. Die letzten drei Durchgänge gingen wieder an den Favoriten, der den 16:7-Erfolg souverän abschloss.
Die Statistiken unterstrichen die außergewöhnliche Vorstellung. Der Sieger erzielte neben seinem Average von 109,57 Punkten insgesamt 17 Aufnahmen mit 180 Punkten. Dazu kamen vier Checkouts oberhalb von 100 Punkten, das höchste Finish lag bei 129.
Auch auf den Doppeln überzeugte der Weltranglistenerste. Er verwandelte 16 seiner 30 Versuche und erreichte eine Quote von 53,33 Prozent. Rock spielte mit 101,24 Punkten ebenfalls einen dreistelligen Average, traf jedoch nur sieben seiner 21 Doppelversuche. Zudem gelangen ihm sechs Maxima.
Im von Sky Sports geführten Interview zeigte sich Littler entsprechend zufrieden. „Das war wieder ein brillantes Spiel von mir“, erklärte der Engländer. Gleichzeitig würdigte er die Leistung seines Gegners: „Fair Play an Josh. Er hat mir ein wirklich gutes Match geliefert.“
Als entscheidenden Moment nannte der World-Matchplay-Titelverteidiger die Phase nach dem 6:6. „Ich glaube, es war im dritten Abschnitt, als ich vier oder fünf Legs gewonnen habe. Dadurch konnte ich mir diesen Vorsprung erarbeiten“, sagte „The Nuke“. Anschließend sei es darum gegangen, den Abstand zu halten und die Partie zu Ende zu bringen.
Auf die Frage, ob er aktuell die besten Darts seines Lebens spiele, antwortete der 19-Jährige: „Ja, im Moment fühle ich mich sehr gut.“ Vor allem das Scoring gebe ihm Sicherheit. „Ich kann es mir leisten, ein paar Doppel zu verpassen, weil das Scoring da ist“, erklärte er. Im Halbfinale kommt es nun zum Duell mit Dirk van Duijvenbode. Auf die Frage, was der Niederländer tun müsse, um ihn aufzuhalten, antwortete Littler zunächst knapp: „Keine Ahnung.“
Seinen eigenen Plan formulierte er dagegen deutlich. „Ich muss früh vor ihm liegen, ihn unter Druck setzen und dafür sorgen, dass er dem Ergebnis hinterherlaufen muss.“ Van Duijvenbode hatte zuvor gegen Gary Anderson einen beinahe sicher geglaubten Vorsprung noch verteidigen müssen. Genau diese Drucksituation will Littler im Halbfinale erneut erzeugen.
Nach dem nächsten 109er-Average geht der Titelverteidiger als klarer Favorit in die Vorschlussrunde des World Matchplay. Rock spielte stark – doch ab dem 6:6 machte Luke Littler aus einem offenen Viertelfinale eine Demonstration









