Gerwyn Price steht im Halbfinale des World Matchplay. Der Waliser setzte sich im Winter Gardens mit 16:12 gegen Ross Smith durch und überstand dabei eine starke Aufholjagd seines Gegners. Smith machte einen zwischenzeitlichen Vier-Leg-Rückstand wett und glich zum 12:12 aus, ehe er die letzten vier Durchgänge des Viertelfinals gewann.
Beide Spieler fanden sofort auf hohem Niveau in die Partie. Nach den ersten fünf Legs lagen ihre Averages jeweils über 105 Punkten. Gerwyn Price sicherte sich mit dem ersten Break eine knappe 3:2-Führung und setzte mit einem 117er-Finish früh ein Ausrufezeichen.
Auch im zweiten Abschnitt des World-Matchplay-Viertelfinales blieb Smith in Schlagdistanz. Der Engländer war zunächst äußerst sicher auf den Doppeln und hielt mit mehreren Maxima dagegen. Der 41-Jährige produzierte jedoch häufiger hohe Aufnahmen und erspielte sich zur zweiten Pause eine 6:4-Führung.
Smith verkürzte anschließend zweimal auf nur noch ein Leg. Gerwyn Price fand jedoch jeweils die passende Antwort und setzte sich mit zwei gewonnenen Durchgängen zum 9:6 erstmals etwas deutlicher ab. Nach der nächsten Unterbrechung breakte Smith zwar sofort zum 7:9, doch der „Iceman“ reagierte mit dem direkten Rebreak und stellte den alten Abstand wieder her.
Smith gleicht vier Legs in Folge zum 12:12 aus
Beim Stand von 12:8 schien „The Iceman“ die Partie unter Kontrolle zu haben. Smith gab sich jedoch nicht geschlagen und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Der ehemalige Europameister gewann vier Legs hintereinander und stellte das Viertelfinale beim 12:12 vollständig auf Anfang. „Als er zum 12:12 zurückkam, dachte ich: Jetzt geht das schon wieder los. Das wird wieder eines dieser Spiele“, erklärte er anschließend im Siegerinterview bei Sky Sports.
Im entscheidenden Schlussabschnitt hielt der Waliser die Partie jedoch zusammen. Der Waliser stoppte Smiths Lauf mit dem Break zum 13:12 und gewann auch die folgenden drei Legs. „Zum Glück konnte ich anschließend ebenfalls vier Legs am Stück holen“, sagte der frühere Weltmeister. „Damit bin ich natürlich sehr zufrieden.“
Ein 91er-Finish über Doppel-Doppel brachte die Emotionen des Walisers zurück. „Da kam das Blut in Wallung“, erklärte der Gewinner bei Sky Sports weiter. Der Waliser versucht derzeit, auf der Bühne ruhiger zu bleiben, weiß aber zugleich, dass seine Energie ein wichtiger Bestandteil seines Spiels ist. „Ich versuche, mich ruhig zu halten, und heute hat das funktioniert“, sagte er. „Bei anderen Gelegenheiten muss ich mich aber einfach gehen lassen. Wenn es nicht natürlich kommt, passiert es auch nicht.“
Gegen Smith habe er insgesamt ordentlich gespielt und die entscheidende Phase zusammengehalten. Gleichzeitig lobte die Nummer 8 der Welt seinen Gegner und dessen Spielweise. „Ich kenne die Art, wie Ross spielt. Genau so möchte ich selbst spielen, aber manchmal funktioniert es einfach nicht.“
Die Partie sei schwankend gewesen. Beide Spieler hätten sehr starke, aber auch deutlich schwächere Phasen gezeigt. Dennoch glaubt Gerwyn Price, bereits Teile seines besten Spiels erreicht zu haben. „In einigen Abschnitten war das gut genug, um dieses Turnier zu gewinnen.“
Der Waliser beendete das World-Matchplay-Viertelfinale mit einem Average von 102,51 Punkten. Smith kam auf 98,16 Punkte. Beide Spieler erzielten jeweils zehn 180er. Bei den weiteren hohen Aufnahmen hatte Price leichte Vorteile. Er warf 22 Aufnahmen mit mindestens 140 Punkten und 33 weitere Scores über 100. Smith kam auf 20 beziehungsweise 28.
Der 41-Jährige verwandelte 16 seiner 34 Doppelversuche und erreichte eine Quote von 47,06 Prozent. Smith nutzte zwölf von 27 Chancen und kam auf 44,44 Prozent. Mit zwei Checkouts über 100 Punkten und einem höchsten Finish von 121 setzte „The Iceman“ auch dort die etwas stärkeren Akzente.
„Ich werde im Laufe dieses Turniers immer besser“, kündigte Gerwyn Price an. Gegen Smith habe er bereits stärker gespielt als in der vorherigen Runde des World Matchplay 2026. Im Halbfinale soll nun der nächste Schritt folgen.










