Gary Anderson hat beim World Matchplay 2026 einen Fehlstart eindrucksvoll korrigiert. Der Schotte setzte sich im Achtelfinale mit 11:7 gegen Jonny Clayton durch und steht damit erstmals seit 2020 wieder unter den letzten Acht in Blackpool. Nach einem frühen 1:4-Rückstand gewann der frühere World-Matchplay-Gewinner fünf Legs in Serie und übernahm die Kontrolle über die Partie.
Zunächst deutete vieles auf einen erfolgreichen Abend für Clayton hin. Der Waliser nutzte seine Chancen konsequent, nahm seinem Gegner früh den Anwurf ab und setzte mit Checkouts von 105 und 121 Punkten die ersten Ausrufezeichen. Nach fünf Legs führte „The Ferret“ verdient mit 4:1, während der Schotte noch nicht richtig in das Duell gefunden hatte.
Nach der ersten Pause änderte sich das Bild jedoch deutlich. Anderson erhöhte den Druck im Scoring und bestrafte die ersten Unsicherheiten seines Gegners. Über die Doppel-12 gelang ihm das Break zum 3:4, ehe er mit einem 66er-Finish ausglich. Ein weiteres Break brachte ihn erstmals in Führung.
Auch nach dem 6:4 ließ sich der Schotte nicht mehr aus dem Rhythmus bringen. Clayton hielt den Rückstand zunächst bei zwei Legs, konnte seinen Gegner aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Anderson checkte 80 Punkte zum 8:6 und nahm Clayton im 15. Leg erneut den Anwurf ab. Wenig später stand es 10:6. Clayton verkürzte noch einmal, doch eine echte Aufholjagd kam nicht mehr zustande. Anderson verwandelte schließlich auf der Doppel-8 und machte den 11:7-Erfolg perfekt.
Anderson trotz Sieg selbstkritisch
Die Statistiken unterstrichen, wie ausgeglichen das Duell über weite Strecken verlief. Der Schotte beendete die Partie mit einem Average von 98,13 Punkten, sieben 180ern und einer Doppelquote von 44 Prozent. Clayton kam auf einen nahezu identischen Schnitt von 97,72 Punkten. Den Unterschied machte vor allem die starke Phase nach der ersten Pause.
Zufrieden war der Sieger mit der Qualität des Spiels dennoch nicht. „Ich fand, dass das Spiel ehrlich gesagt etwas schwach war. Ich hatte erwartet, dass Jonny das macht, was er normalerweise macht – 180er und 161er. Wir haben das Ganze ein wenig in die Länge gezogen“, sagte Anderson nach der Partie laut Darts World.
Für den Sieger von 2018 geht es beim World Matchplay 2026 im Viertelfinale gegen Dirk van Duijvenbode weiter. Der Niederländer setzte sich unmittelbar danach in einem Verlängerungskrimi mit 14:12 gegen Michael van Gerwen durch. Nach seiner gelungenen Aufholjagd wartet damit die nächste schwere Aufgabe










