Ricky Evans: Darum riss seine Players-Championship-Serie

Ricky Evans hat auf der PDC Pro Tour eine außergewöhnliche Serie beendet. Der Engländer verpasste bei Players Championship 16 in Leicester erstmals ein Players-Championship-Turnier, seit er sich 2013 seine Tour Card gesichert hatte. Grund dafür waren laut dem englischen Dartsportal Oche180 Exhibition-Verpflichtungen in Belgien. Nach 520 aufeinanderfolgenden Teilnahmen riss damit eine der bemerkenswertesten Serien auf dem PDC-Floor.

Der 35-Jährige, der wegen seines enorm schnellen Spieltempos als „Rapid Ricky“ bekannt ist, gehörte über Jahre zu den konstantesten Gesichtern bei den Players-Championship-Turnieren. Zwar wartet Evans weiter auf seinen ersten großen PDC-Titel, stand aber bereits in sechs Finals und erreichte zudem das Halbfinale der UK Open.

Evans will keine Chance verpassen

Bemerkenswert ist nicht nur die Länge der Serie, sondern auch Evans’ eigene Einordnung. Im Gespräch mit Oche180 machte der Engländer deutlich, dass es ihm grundsätzlich schwerfällt, Turniere auszulassen. Er fürchtet, genau jenes Event zu verpassen, bei dem ihm endlich der ersehnte erste Titel gelingt.

Mit Blick auf seine Ranglistensituation sieht Evans weiterhin Druck. Die Qualifikation für die PDC World Darts Championship im Alexandra Palace bleibt ein wichtiges Ziel, auch der World Grand Prix ist aus seiner Sicht noch erreichbar. Das World Matchplay sei dagegen wohl schon zu weit entfernt. Sein Fazit fiel entsprechend knapp aus: „I need to play events.“

Selbstironie trotz gerissener Serie

Trotz der verpassten Teilnahme nahm Evans das Ende seiner Serie mit der für ihn typischen Selbstironie. Über seine 13 Jahre ohne verpasste Players Championship scherzte er, diese Statistik zeige wohl auch, dass er noch nie eines dieser Turniere gewonnen habe. Sein trockenes Fazit: „That shows how rubbish I am.“

Gerade diese Mischung aus Ehrlichkeit, Humor und Hartnäckigkeit macht Evans bei vielen Fans beliebt. Seine Serie steht nicht nur für bloße Anwesenheit, sondern auch für die Realität vieler Profis außerhalb der absoluten Weltspitze: Wer nicht dauerhaft über große TV-Turniere oder Top-Ranglistenplätze abgesichert ist, muss auf der Pro Tour regelmäßig liefern.

Für Evans endet damit eine beeindruckende Statistik. Sein sportlicher Antrieb bleibt aber derselbe: Der Engländer kämpft weiter um Ranglistenpunkte, Major-Qualifikationen und den ersten Titel auf dem PDC-Floor. Bereits am Montag und Dienstag steht in Leicester mit Players Championship 17 und 18 der nächste ProTour-Doppelpack an. Die PDC hat das Teilnehmerfeld für beide Turniere veröffentlicht

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