Peter Wrights Familie will mehrere persönliche Erinnerungsstücke aus der Karriere des zweimaligen Weltmeisters zurück. Die Gegenstände waren online aufgetaucht und wurden dort im Zusammenhang mit einer Verkaufs- bzw. Verlosungsaktion gezeigt. Für seine Ehefrau Jo ist der Fall klar: Die Stücke hätten nie in dieser Form angeboten werden dürfen.
Bei den Gegenständen geht es nicht um gewöhnliche Fanartikel. Betroffen sind Erinnerungsstücke aus Wrights erfolgreichster Zeit als Darts-Profi, darunter Trophäen und gerahmte Stücke rund um seine größten Major-Erfolge. „Snakebite“ wurde 2020 und 2022 PDC-Weltmeister, dazu gewann er 2021 das World Matchplay in Blackpool.
Besonders bitter: Nach Darstellung seiner Ehefrau hatte der 56-Jährige die Stücke offenbar in einer schwierigen Phase seines Lebens aus der Hand gegeben. Daraus sei aber keine Zustimmung entstanden, dass die Gegenstände anschließend verkauft oder online verlost werden.
„Nein, sie stehen nicht zum Verkauf. Ihr Verkauf wurde nicht genehmigt. Sie gehören unseren Kindern“, erklärte Jo Wright auf X. Damit machte sie deutlich, dass die Familie die Erinnerungsstücke nicht als frei verfügbare Verkaufsware betrachtet.
Jo Wright erklärt, wie es dazu kam
Die Gegenstände waren bei Dart Gear Competitions online aufgetaucht. Dort wurden sie im Zusammenhang mit einer Aktion gezeigt, was in der Darts-Community schnell für Aufmerksamkeit sorgte. Erst dadurch wurde die Familie offenbar auf die Situation aufmerksam.
Jo Wright erklärte, dass Peter die Stücke zwar weggegeben habe, dies aber in einem besonderen Moment passiert sei. „Es war nie unsere Absicht, dass diese sentimentalen Stücke auf diese Weise verkauft werden. Peter hat sie an einem schlechten Tag weggegeben“, sagte sie laut SunSport.
Genau dieser Punkt ist entscheidend. Die Familie bestreitet nicht, dass die Gegenstände zuvor aus Peter Wrights Besitz gelangt waren. Sie widerspricht aber der Vorstellung, dass daraus automatisch eine Freigabe zum Verkauf oder zur Verlosung entstanden sei.
Für Jo geht es dabei vor allem um den emotionalen Wert. „Es sind Erinnerungsstücke für unsere Kinder. Deshalb zahlen wir gern zurück, was dafür bezahlt wurde, damit diese Stücke zu unserer Familie zurückkommen“, erklärte sie weiter. Die Familie ist also bereit, den gezahlten Betrag zu erstatten, um die Stücke wiederzubekommen.
Familie will die Erinnerungsstücke zurück
Wie persönlich der Fall ist, zeigt ein weiteres Detail. die Frau von „Snakebite“ erklärte weiter: „Wir sind am Boden zerstört, dass er das getan hat. Die WM-Trophäe war ein Hochzeitsgeschenk für unsere Tochter Naomi. Die großen Rahmen habe ich gekauft.“
Damit geht es nicht nur um Sportgeschichte, sondern um Familienbesitz. Die Trophäen des Schotten stehen zwar für seine größten Momente auf der Bühne, für seine Familie sind sie aber offenbar auch private Erinnerungen an gemeinsame Jahre, besondere Erfolge und persönliche Meilensteine.
Jo versuchte nach eigener Aussage bereits, Kontakt zu den Verkäufern aufzunehmen. „Ich habe eine Nachricht hinterlassen, damit mich jemand von den Verkäufern zurückruft“, erklärte sie. Zudem habe sie die Situation erklärt und die Rückgabe der Stücke angemahnt.
Die Familie will die Gegenstände zurückholen und ist bereit, dafür bereits gezahltes Geld zu erstatten. Eine endgültige öffentliche Klärung gibt es bislang nicht. Klar ist aber: Für Peter Wright und seine Familie sind diese Trophäen keine einfachen Sammlerstücke. Sie sind Teil einer Karriere, die den Schotten zu einem der bekanntesten Spieler der PDC machte – und Erinnerungen, die nach dem Wunsch der Familie nicht in fremde Hände gehören.










