Gian van Veen hat seine Reise durch Australien und Neuseeland mit soliden Ergebnissen, aber ohne den ganz großen sportlichen Durchbruch beendet. Der 24-jährige Niederländer erreichte bei beiden World-Series-Turnieren das Viertelfinale und blickt trotzdem ausgesprochen positiv auf seine Zeit „Down Under“ zurück.
„Ich habe diese Wochen Down Under wirklich genossen“, schrieb van Veen zum Abschluss seiner Reise auf Instagram. Sein Fazit fiel damit deutlich positiver aus, als es zwei Viertelfinal-Niederlagen zunächst vermuten lassen würden.
Schon vor dem New Zealand Darts Masters hatte van Veen erklärt, dass die frühe Anreise bewusst gewählt worden sei. Wegen der großen Zeitverschiebung wollte er vermeiden, „mit schläfrigem Kopf“ auf der Bühne zu stehen. Gleichzeitig betonte er, dass man nicht oft nach Neuseeland komme und deshalb auch etwas vom Land sehen wolle.
Zwischen Viertelfinals, Jetlag und verlorenem Gepäck
Ganz reibungslos verlief der Trip allerdings nicht. Auf dem Weg nach Auckland ging van Veens Gepäck verloren. Besonders unangenehm: Im Koffer befanden sich nicht nur persönliche Sachen, sondern auch sein Dart-Equipment. „Meine Darts, mein Shirt, meine Hose – alles ist da drin“, erklärte van Veen damals. Für einen Profi, der wenige Tage später bei einem TV-Turnier antreten soll, war das alles andere als eine entspannte Ausgangslage.
Am Ende bekam der Niederländer seine Sachen rechtzeitig zurück und konnte sich wieder auf den sportlichen Teil konzentrieren. Beim New Zealand Darts Masters erreichte van Veen das Viertelfinale, musste sich dort jedoch Jonny Clayton geschlagen geben. Bereits vor dem Turnier hatte er darauf hingewiesen, dass das Feld ohne Luke Littler und Luke Humphries offener sei und sich dadurch für mehrere Spieler Chancen auf einen tiefen Lauf ergeben könnten.
Diese Gelegenheit konnte van Veen selbst nicht vollständig nutzen.
Wenige Tage später ging es weiter nach Australien. Vor dem Australian Darts Masters zeigte sich der Niederländer dennoch optimistisch. Er fühlte sich nach eigener Aussage gut und entspannt, hatte einige Tage in Sydney verbracht und wollte seine starke World-Series-Saison möglichst mit einem Titel abrunden.
Am Ende blieb ihm dieser Erfolg verwehrt. Auch in Wollongong kam van Veen bis ins Viertelfinale, dort war gegen Brody Klinge Schluss. Zwei Viertelfinals stehen damit für eine konstante Reise – sie zeigen aber auch, dass auf dem Weg zum nächsten großen TV-Erfolg noch etwas fehlte.
Gerade dieser Kontrast macht seinen Rückblick interessant. Van Veen reiste mit klaren sportlichen Ambitionen nach Australien und Neuseeland, verließ die Region aber ohne Titel. Gleichzeitig ließ er sich davon die positiven Eindrücke der Reise nicht nehmen. Der Niederländer nutzte die freien Tage zwischen den Turnieren für Ausflüge und dokumentierte Teile seiner Reise selbst. Dazu gehörten unter anderem ein Zoobesuch, Eindrücke aus Sydney und kleinere kulinarische Experimente.
Sportlich bleibt trotzdem Luft nach oben. Zwei Viertelfinals sind für einen Spieler seines Niveaus ordentlich, aber kein Ergebnis, das über längere Zeit zufriedenstellen dürfte. Auf der anderen Seite zeigte van Veen, dass er auch nach langen Flügen, Zeitverschiebung und Reiseproblemen konkurrenzfähig bleibt. Genau darin dürfte der eigentliche Wert dieser Wochen liegen: Erfahrungen sammeln, mit ungewohnten Bedingungen umgehen und trotzdem auf einem stabilen Niveau spielen.
Die Down-Under-Tour war für van Veen damit weder ein großer Triumph noch eine Enttäuschung. Sie war sportlich solide, persönlich abwechslungsreich – und vor allem eine Reise, die ihm deutlich mehr gegeben hat als nur zwei Viertelfinalplätze.










