Mika Donnevert hat beim elften Turnier der PDC Europe Next Gen 2026 seinen ersten Titel der laufenden Saison gewonnen. Im Finale des FA-Cup-Knockouts in Hildesheim setzte sich der Deutsche deutlich mit 6:1 gegen Jaimy van de Weerd durch. Während der spätere Sieger seinen starken Turniertag mit dem ersten Platz krönte, verpasste der Ranglistenführer nach seinem Erfolg bei Event 10 den zweiten Titel in Serie.
Im Endspiel ließ Donnevert seinem Gegner kaum Raum. Der Deutsche gewann sechs der sieben Legs und erreichte einen Average von 86,77 Punkten. Van de Weerd blieb mit 75,59 Punkten deutlich unter dem Niveau, das ihn zuvor durch das Turnier getragen hatte. Der Weg ins Finale verlief für den späteren Sieger zunächst alles andere als problemlos. Nach einem 4:2 gegen Sebastian Alfuth musste er gegen Kimi Seemann über die volle Distanz. Mit einem Average von 89,68 Punkten setzte er sich knapp mit 4:3 durch.
Auch im Achtelfinale gegen Pascal Fath fiel die Entscheidung erst im siebten Leg. Donnevert behielt erneut die Nerven und gewann mit 4:3. Im Viertelfinale folgte ein 5:3 gegen Marcel Hausotter, ehe er im Halbfinale deutlich zulegte. Gegen Kevin Troppmann gab er nur ein Leg ab und zog mit einem 5:1 in das Endspiel ein.
Dort knüpfte der Deutsche an die klare Vorstellung aus dem Halbfinale an. Mit dem 6:1 beendete er seinen Turnierlauf mit zwei deutlichen Siegen und insgesamt nur zwei verlorenen Legs in den letzten beiden Begegnungen.
Van de Weerd zerlegt Klose und bricht im Finale ein
Van de Weerd hatte sich zuvor ebenfalls durch mehrere enge Spiele gearbeitet. Nach Erfolgen gegen Marcel Steinacher und Patrick Schwab benötigte der Führende der Gesamtwertung gegen Laurin Welk alle sieben Legs. Im Viertelfinale setzte er sich mit 5:3 gegen Lukas Nußbaum durch.
Seine beste Leistung zeigte der Niederländer ausgerechnet im Halbfinale gegen den bisherigen dreifachen Saisonsieger Daniel Klose. Mit einem 97,60er-Average fertigte er seinen direkten Konkurrenten in der Gesamtwertung mit 5:0 ab. Klose hatte zuvor Paul Krohne ebenfalls ohne Legverlust mit 5:0 bezwungen und dabei 91,65 Punkte im Schnitt gespielt.
Im Finale konnte van de Weerd dieses Niveau jedoch nicht mehr abrufen. Donnevert nutzte die Schwächephase konsequent und verhinderte den zweiten Turniersieg seines Gegners innerhalb von drei Wochen. Vor Event 11 führte van de Weerd die Gesamtwertung mit 5.727 Euro vor Klose mit 5.335 Euro und Krohne mit 3.877 Euro an. Der spätere Turniersieger lag mit 1.613 Euro auf Rang elf. Für den Erfolg erhält Donnevert 1.500 Euro, der Finalist bekommt 750 Euro. Klose erhält für das Halbfinale 400 Euro, Krohne für das Viertelfinale 250 Euro. Hinzu kommen jeweils die Prämien für Shortlegs, hohe Scores und Highfinishes.
Ohne diese Leistungsprämien steht der Führende vorläufig bei mindestens 6.477 Euro, Klose bei 5.735 Euro und Krohne bei 4.127 Euro. Donnevert verbessert sich auf mindestens 3.113 Euro und dürfte damit bis in die Nähe von Rang vier vorstoßen. Die endgültige Reihenfolge ergibt sich erst nach der vollständigen Abrechnung aller Bonuszahlungen.
Bereits am Sonntag geht es in Hildesheim mit Event 12 im Double-In-Double-Out-Modus weiter. Für Donnevert ist der Triumph ein großer Schritt, während van de Weerd seine Führung verteidigt.










