Development Tour 2026 – Event 10: Grüllich verpasst Titel im Decider

Dominik Grüllich hat den nächsten deutschen Titel auf der PDC Development Tour 2026 hauchdünn verpasst. Bei Event 10 in Milton Keynes verlor der 24-Jährige das Finale gegen Sebastian Bialecki mit 4:5 – ausgerechnet im Decider. Nach zwei Titeln von Leon Weber blieb damit auch das letzte Turnier des Wochenendblocks aus deutscher Sicht hochspannend.

Damit endete ein starkes deutsches Development-Tour-Wochenende mit einem weiteren Finaleinzug. Nach den beiden Titeln von Weber bei Event 7 und Event 9 stand nun Grüllich kurz vor dem nächsten Erfolg. Der Deutsche hielt das Endspiel gegen Bialecki bis ins letzte Leg offen, obwohl der Pole über weite Strecken das höhere Grundniveau auf die Bühne brachte.

Grüllich kämpft sich ins Finale

Der 24-Jährige hatte sich bei Event 10 erneut tief ins Turnier gespielt und seine starke Form im Milton-Keynes-Block bestätigt. Schon zuvor war der Deutsche mehrfach weit gekommen: Bei Event 7 stand er im deutsch-deutschen Finale gegen Weber, bei Event 9 erreichte er das Halbfinale. Auch am Sonntag blieb der Tour-Card-Inhaber damit einer der auffälligsten deutschen Spieler auf der Development Tour.

Im Viertelfinale setzte sich Grüllich gegen Charlie Manby mit 5:4 durch. Auffällig war dabei: Manby spielte mit 91,78 Punkten den deutlich höheren Average, kam auf einen First-9-Average von 97,36 und checkte 46,15 Prozent seiner Möglichkeiten. Der Finalist lag mit 79,74 Punkten im Average und 32,87 Prozent Checkoutquote klar darunter, gewann aber trotzdem das entscheidende Leg.

Gerade kurze Development-Tour-Formate zeigen, warum reine Averages nicht die ganze Geschichte erzählen. Grüllich lag in mehreren Kennzahlen zurück, fand aber trotzdem Wege, die engen Legs zu gewinnen und ein Finale bis in den Decider zu tragen.

Finale gegen Bialecki geht in den Decider

Im Finale wartete mit Sebastian Bialecki ein gefährlicher Gegner. Auch dort musste der Deutsche gegen viel Scoringdruck und eine starke Doppelquote ankämpfen. Bialecki spielte laut offiziellem Spielbericht einen Average von 94,54, kam auf einen First-9-Average von 102,11 und checkte 51,51 Prozent seiner Möglichkeiten. Grüllich blieb bei 83,05 Punkten im Schnitt, startete mit einem First-9-Average von 98,34 aber stark in die Legs.

Trotz dieser Unterschiede ging das Finale bis ins Entscheidungsleg. Nach einem 4:4 hatte Bialecki im letzten Leg den Vorteil und brachte das Match zum 5:4 durch. Für Grüllich blieb damit der zweite Development-Tour-Finaleinzug des Wochenendes, aber nicht der Titel.

Gerade deshalb war das Finale aus deutscher Sicht trotzdem bemerkenswert. Der 24-Jährige blieb gegen einen stark scorenden Gegner lange dran und zwang Bialecki in den Decider. Dass es am Ende nicht reichte, ändert wenig daran, dass der Deutsche im Milton-Keynes-Block erneut ein deutliches Ausrufezeichen setzte.

Deutsches Wochenende bleibt stark

Der verpasste Titel bei Event 10 sollte die deutsche Bilanz des Wochenendes nicht überdecken. Weber gewann Event 7 und Event 9, Grüllich erreichte bei Event 7 und Event 10 jeweils das Finale und stand bei Event 9 im Halbfinale. Dazu kamen weitere deutsche Akzente, unter anderem durch Lenny Schlüter, Florian Preis und Kimi Seemann.

Damit wurde der Milton-Keynes-Block zu einem der bislang auffälligsten deutschen Abschnitte dieser Development-Tour-Saison. Weber machte mit seinen beiden Titeln den größten Sprung in der Order of Merit, doch auch der Finalist von Event 10 sammelte mit seinen tiefen Läufen wichtige Punkte und bestätigte seine Konstanz.

Der Decider gegen Bialecki war ein verpasster Titel, aber kein Rückschritt. Grüllich verlässt Milton Keynes mit zwei Finaleinzügen und einem Halbfinale aus dem Wochenendblock. Nach Webers Doppelsieg und Grüllichs Konstanz ist klar: Die deutschen Spieler haben die Development Tour in Milton Keynes nicht begleitet – sie haben sie mitgeprägt.

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