Das World Matchplay 2026 lieferte außergewöhnliche Zahlen. Besonders Luke Littler setzte in Blackpool neue Maßstäbe: Der Titelverteidiger erzielte mit 66 Maximums einen neuen Turnierrekord, stellte mit 111,04 Punkten den höchsten Turnier-Average der Geschichte auf und blieb in allen fünf Begegnungen über der Marke von 109 Punkten.
Die sechs höchsten Match-Averages des Turniers
| Rang | Spieler | Gegner | Average | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Luke Littler | Nathan Aspinall | 113,68 | 11:8 |
| 2 | Luke Littler | Gerwyn Price | 111,53 | 18:9 |
| 3 | Luke Littler | Dirk van Duijvenbode | 110,88 | 17:5 |
| 4 | Gary Anderson | Ryan Joyce | 109,96 | 10:2 |
| 5 | Luke Littler | Josh Rock | 109,57 | 16:7 |
| 6 | Luke Littler | Niko Springer | 109,53 | 10:6 |
Fünf der sechs höchsten Match-Averages gingen damit an Littler. Sein Bestwert von 113,68 Punkten gegen Nathan Aspinall war zugleich der zweithöchste Average der World-Matchplay-Geschichte. Nur Phil Taylor war 2010 gegen Barrie Bates mit 114,99 Punkten noch besser.
Littlers niedrigster Wert im gesamten Turnier lag bei 109,53 Punkten, sein höchster bei 113,68. Zwischen beiden Leistungen lagen damit lediglich 4,15 Punkte. Der Median seiner fünf Match-Averages betrug 110,88 Punkte – ein weiterer Beleg für seine außergewöhnliche Konstanz.
Über das gesamte Turnier kam Littler auf 111,04 Punkte. Damit übertraf er Taylors bisherigen Turnierrekord von 106,31 Punkten aus dem Jahr 2010 um 4,73 Punkte. Die 111,53 Punkte im Endspiel bedeuteten zugleich einen neuen Rekord für ein World-Matchplay-Finale.
9-Darter, 66 Maximums und weitere Rekorde
Littlers fünf Begegnungen im Detail
| Runde | Ergebnis | Average | 180er | Doppelquote | Legs je 180 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Runde gegen Springer | 10:6 | 109,53 | 7 | 43,48 % | 2,29 |
| Achtelfinale gegen Aspinall | 11:8 | 113,68 | 14 | 45,83 % | 1,36 |
| Viertelfinale gegen Rock | 16:7 | 109,57 | 17 | 53,33 % | 1,35 |
| Halbfinale gegen van Duijvenbode | 17:5 | 110,88 | 16 | 50,00 % | 1,38 |
| Finale gegen Price | 18:9 | 111,53 | 12 | 60,00 % | 2,25 |
| Turnier gesamt | 72:35 | 111,04 | 66 | 51,06 % | 1,62 |
Littler gewann 72 von insgesamt 107 gespielten Legs. Das entspricht einer Legquote von 67,29 Prozent und einer Gesamtbilanz von plus 37 Legs. Im Durchschnitt gewann er seine fünf Begegnungen mit einem Vorsprung von 7,4 Legs.
Auch die Frequenz seiner Maximums war außergewöhnlich. Littler produzierte im Schnitt 13,2 Aufnahmen mit 180 Punkten pro Partie beziehungsweise eine 180 in jeweils 1,62 gespielten Legs. Allein im Viertelfinale und Halbfinale gelangen ihm zusammen 33 Maximums – exakt die Hälfte seiner gesamten Turnierausbeute.
Auf die Doppel verwandelte Littler 72 seiner 141 Versuche. Seine Quote steigerte sich dabei von 43,48 Prozent in der ersten Runde auf 60 Prozent im Finale. Gegen Price gelangen ihm zusätzlich sechs Highfinishes mit mehr als 100 Punkten, darunter ein 167er-Checkout.
Seinen 9-Darter warf Littler direkt im ersten Leg des Achtelfinals gegen Aspinall. Er beendete das perfekte Leg mit einer 141 über Doppel 15. Im vierten Leg fehlte ihm erneut nur die Doppel 15 zu einem zweiten 9-Darter innerhalb derselben Partie. Es war Littlers zweites perfektes Leg beim World Matchplay und der insgesamt elfte 9-Darter der Turniergeschichte.
Weitere Bestmarken des World Matchplay 2026
| Kategorie | Bestwert |
|---|---|
| Höchster Average | 113,68 – Luke Littler |
| Höchster Final-Average | 111,53 – Luke Littler |
| Höchster Erstrunden-Average | 109,96 – Gary Anderson |
| Höchster Average bei einer Niederlage | 104,97 – Gerwyn Price |
| Bester Average eines Debütanten | 104,19 – Kevin Doets |
| Höchstes Checkout | 170 – Cameron Menzies und Nathan Aspinall |
| Meiste 180er | 66 – Luke Littler |
| Größter Sieg | 17:5 – Littler gegen van Duijvenbode |
| Längstes Erstrundenmatch | 25 Legs – Bunting gegen Zonneveld |
| Größtes Comeback | Price von 0:4 zum 11:9 gegen Schindler |
Kevin Doets übertraf bei seinem Debüt mit 104,19 Punkten den bisherigen Premiereneinstand-Rekord von Nathan Aspinall, der 2018 auf 102,96 Punkte gekommen war. Zum Sieg reichte die Leistung dennoch nicht. Doets gehörte zu vier Spielern, die in der ersten Runde trotz des höheren Averages ausschieden.
Niederlagen trotz des besseren Averages
| Verlierer | Average | Sieger | Average | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Kevin Doets | 104,19 | Ross Smith | 100,55 | 6:10 |
| Chris Dobey | 97,35 | Dirk van Duijvenbode | 92,78 | 11:13 |
| Krzysztof Ratajski | 95,55 | Gian van Veen | 93,55 | 6:10 |
| William O’Connor | 95,18 | Ryan Searle | 94,98 | 6:10 |
Die vier Partien zeigen, dass der Drei-Dart-Average allein nur einen Teil der Leistung abbildet. Besonders deutlich war der Unterschied bei Doets und van Duijvenbode: Doets spielte 3,64 Punkte mehr als Smith und verlor dennoch mit vier Legs Abstand. Van Duijvenbode lag gegen Dobey sogar 4,57 Punkte zurück, erreichte aber durch das bessere Timing auf den Doppelfeldern die nächste Runde.
Neben den drei gesetzten Spielern Luke Humphries, Chris Dobey und Danny Noppert schieden auch alle vier Turnierdebütanten bereits in der ersten Runde aus. Die beherrschende Zahl des World Matchplay 2026 blieb jedoch 111,04: Noch nie spielte ein Champion über ein vollständiges Turnier in Blackpool einen höheren Average.
Datenbasis: DartsOrakel, PDC und Sky Sports. Legquoten, Durchschnittswerte und 180er-Frequenzen wurden aus den Matchstatistiken berechnet.


