Chris Dobey hat die Players Championship 9 (13.04.) in Wigan gewonnen – und damit ein klares Statement auf der Pro Tour gesetzt. Der Engländer setzte sich im Finale mit 8:4 gegen Justin Hood durch und bestätigte einmal mehr seine starke Form in dieser Saison. Für Dobey ist es bereits der zweite Titel auf der Players Championship-Serie in diesem Jahr – ein deutliches Signal im Rennen um wichtige Positionen auf der Pro Tour.
Der Weg zum Titel: Konstanz auf höchstem Niveau
Die Players Championship gilt als eines der anspruchsvollsten Formate im Darts. Ohne große Bühne, ohne Show – dafür mit maximaler Leistungsdichte. Jeder Fehler wird sofort bestraft. Genau hier zeigte Chris Dobey seine Klasse. Bereits im Turnierverlauf überzeugte „Hollywood“ mit konstant hohen Averages und klaren Siegen. Unter anderem setzte er sich deutlich gegen Luke Woodhouse und Richard Veenstra durch und dominierte im Halbfinale Andrew Gilding mit 7:1.
Auffällig: Dobey spielte mehrfach über 100 im Average und präsentierte sich damit auf absolutem Top-Niveau. Gerade auf der Pro Tour ist diese Konstanz entscheidend. Während viele Spieler im Turnierverlauf schwanken, hielt Dobey sein Level über den gesamten Tag hinweg stabil – ein entscheidender Faktor auf diesem Niveau.
Das Finale: Dobey dreht das Spiel mit Klasse
Im Finale traf Dobey auf Überraschungsfinalist Justin Hood – und musste zunächst reagieren. Hood erwischte den besseren Start und setzte mit starken Checkouts, darunter 121 und 167 Punkte, früh ein Ausrufezeichen. Doch genau in dieser Phase zeigte sich die Qualität von Dobey.
Der Engländer erhöhte den Druck im Scoring, fand seinen Rhythmus und drehte das Spiel mit mehreren schnellen Legs. Ein herausragendes 164er High Finish markierte dabei den Wendepunkt im Match. Ab diesem Moment kontrollierte Dobey das Finale. Während Hood nicht mehr ganz an sein frühes Niveau anknüpfen konnte, blieb Dobey konsequent auf die Doppel und nutzte seine Chancen eiskalt. Am Ende stand ein verdienter 8:4-Erfolg – und ein weiteres starkes Statement auf der Pro Tour.
Bedeutung für Order of Merit und Saisonverlauf
Der Titel bei der Players Championship 9 ist weit mehr als ein einzelner Turniersieg. Das Preisgeld fließt direkt in die Order of Merit ein und verbessert Dobeys Ausgangslage im Ranking spürbar. Gerade im Kampf um wichtige Setzlistenplätze und Qualifikationen für große Turniere sind solche Erfolge entscheidend.
Auch im Hinblick auf die Players Championship Finals sammelt Dobey wichtige Punkte. Die konstanten Leistungen auf der Pro Tour zahlen sich langfristig aus – sportlich wie strategisch. Zwei Titel in einer Saison sind dabei ein klares Zeichen: Dobey gehört aktuell zu den formstärksten Spielern im Feld.
Deutsche enttäuschen – Grüllich setzt kleines Ausrufezeichen
Aus deutscher Sicht verlief das Turnier enttäuschend. Mehrere etablierte Spieler wie Martin Schindler, Ricardo Pietreczko und Gabriel Clemens schieden früh aus und konnten keine nachhaltigen Akzente setzen. Ein Lichtblick war Dominik Grüllich, der sich stark präsentierte und bis ins Boardfinale vordrang. Mit einem deutlichen Sieg gegen James Wade zeigte er sein Potenzial – auch wenn es am Ende nicht für einen tiefen Turnierlauf reichte. Insgesamt fehlte den deutschen Spielern die nötige Konstanz, die auf der Pro Tour entscheidend ist.
Blick auf Players Championship 10: Nächste Chance folgt sofort
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits heute (14.04.) geht es mit der Players Championship 10 weiter – und damit bietet sich sofort die nächste Gelegenheit für Spieler, wichtige Preisgelder und Punkte für die Order of Merit zu sammeln. Für Chris Dobey stellt sich dabei die spannende Frage: Kann er seine Topform bestätigen und direkt nachlegen? Gerade auf der Pro Tour sind solche Back-to-Back-Turniere oft entscheidend. Spieler, die im Rhythmus sind, können diesen Vorteil nutzen – und genau das macht Dobey aktuell so gefährlich. Die nächste Antwort folgt bereits heute auf dem Floor.







