Wessel Nijman hat beim Players Championship 10 in Wigan ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Der Niederländer dominierte das Finale gegen Scott Waites mit 8:2 und zeigte dabei eine Leistung, die weit über einen „normalen“ Turniersieg hinausgeht.
In einem ohnehin offenen Teilnehmerfeld nutzte Wessel Nijman seine Chance konsequent – und unterstrich mit einem starken Auftritt, dass er sich zunehmend in der erweiterten Spitze der Pro Tour etabliert.
Dominanz im Finale: Average, Checkouts und Kontrolle
Das Finale war von Beginn an eine klare Angelegenheit. Nijman erwischte den besseren Start, fand schnell seinen Rhythmus und setzte Waites früh unter Druck.
Ein Average von über 101 Punkten zeigt, auf welchem Niveau sich der Niederländer bewegte. Noch entscheidender war jedoch seine Effizienz auf die Doppel. Mit einer Checkout-Quote von über 51 Prozent nutzte Nijman seine Chancen konsequent und ließ seinem Gegner kaum Raum, ins Spiel zurückzufinden.
Waites hielt phasenweise dagegen und kam selbst auf einen soliden Average von knapp 94 Punkten, doch in den entscheidenden Momenten fehlte die Konstanz. Genau hier lag der Unterschied: Während Nijman seine Möglichkeiten konsequent nutzte, ließ Waites zu viele Chancen liegen. Gerade auf der Pro Tour, wo Spiele oft über Details entschieden werden, sind solche Unterschiede ausschlaggebend. Hohe Averages allein reichen nicht – entscheidend sind Timing und Checkouts in den richtigen Momenten.
Spielverlauf: Frühe Kontrolle und keine Zweifel
Der Spielverlauf bestätigte die Zahlen. Nijman übernahm früh die Kontrolle und setzte sich schnell ab. Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass Waites Schwierigkeiten hatte, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Mit konstantem Scoring und einem stabilen Rhythmus baute Nijman seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 6:2 war die Entscheidung praktisch gefallen.
Auffällig war dabei vor allem die Ruhe, mit der der Niederländer agierte. Keine unnötigen Schwankungen, keine offenen Phasen – stattdessen ein kontrollierter Auftritt, der das Finale früh in eine klare Richtung lenkte.
Mehr als nur ein Turniersieg
Der Erfolg in Wigan ist für Nijman mehr als nur ein weiterer Titel. In einem Turnier, in dem mehrere Topspieler fehlten, nutzte er die Gelegenheit – und genau das unterscheidet Spieler auf dem Weg nach oben von etablierten Namen.
Die Players Championship ist ein zentraler Bestandteil der Pro Tour und hat direkten Einfluss auf die Entwicklung in der Rangliste. Mit diesem Sieg sammelt Nijman nicht nur wichtiges Preisgeld, sondern stärkt auch seine Position in der PDC Order of Merit sowie in der Players Championship Order of Merit. Vor allem aber sendet er ein sportliches Signal: Er kann nicht nur mithalten, sondern Turniere dominieren.
Nijman nutzt die Chance – und setzt ein klares Zeichen
Wessel Nijman gewinnt das Players Championship 10 mit einer beeindruckenden Finalleistung und zeigt, dass er bereit ist für den nächsten Schritt. Der klare 8:2-Erfolg gegen Scott Waites ist Ausdruck von Kontrolle, Effizienz und Selbstvertrauen. In einem offenen Feld hat Nijman die Chance genutzt – und daraus ein Statement gemacht. Sollte er dieses Niveau halten, dürfte dieser Titel nicht der letzte auf der Pro Tour gewesen sein.







