Luke Humphries reist mit einem frischen Erfolg zur Hungarian Darts Trophy 2026. Der Engländer gewann am Mittwoch Players Championship 28 in Leicester und holte sich damit unmittelbar vor seinem Comeback auf der European Tour neues Selbstvertrauen. Gleichzeitig eroberte er Platz zwei der Weltrangliste zurück und verdrängte Gian van Veen wieder aus den Top zwei.
Der Sieg bei PC28 kam zu einem interessanten Zeitpunkt. Humphries war erst zu seinem neunten Players-Championship-Event der Saison angetreten und hatte zuvor eine längere Pause eingelegt. Nach dem Finale zeigte sich der 31-Jährige entsprechend zufrieden mit seiner Rückkehr: „Ich bin wirklich froh, dass ich nach einer langen Pause zurück bin und wieder gut spiele“, sagte Humphries gegenüber der PDC.
Dass daraus direkt ein Titel wurde, dürfte den Engländer zusätzlich freuen. Vor allem deshalb, weil es nun ohne große Pause weitergeht.
Budapest wird zum nächsten Formtest
Die Hungarian Darts Trophy beginnt am Freitag im MVM Dome. Die gesetzten Topspieler steigen allerdings erst am Samstag in der zweiten Runde ein. Cool Hand Luke hat damit noch etwas Zeit, bevor sein Turnier tatsächlich beginnt.
Für ihn ist Budapest mehr als nur das nächste European-Tour-Wochenende. Bereits 2023 stand Humphries im Finale der Hungarian Darts Trophy und verlor dort knapp mit 7:8 gegen Dave Chisnall. Seitdem hat sich seine Rolle im Weltdarts deutlich verändert. Aus einem der gefährlichsten Spieler auf der Tour wurde ein mehrfacher Major-Sieger und fester Bestandteil der absoluten Weltspitze.
Genau deshalb ist die Ausgangslage diesmal interessant.
Ein Players-Championship-Titel unmittelbar vor einem European-Tour-Event ist noch kein Beweis dafür, dass die Form automatisch auch auf der Bühne trägt. Die Bedingungen sind andere, das Publikum spielt eine größere Rolle und die Matches bekommen schneller eine andere Dynamik.
Für den Weltranglistenzweiten geht es in Budapest deshalb weniger darum, ob er grundsätzlich konkurrenzfähig ist. Das steht außer Frage. Spannender ist, ob der Titel von Leicester tatsächlich der Startpunkt für einen stärkeren Lauf im Spätsommer war. Die European Tour bietet dafür eine gute Gelegenheit. In Budapest wird über drei Tage gespielt, die gesetzten Spieler greifen ab Samstag ein und der Turniersieger sammelt neben Preisgeld auch wichtige Punkte für die European Tour Order of Merit.
Der Erfolg von Leicester soll dabei mehr sein als nur ein einzelner ProTour-Titel. Humphries hofft, daraus Schwung für die kommenden Wochen mitzunehmen: „Hoffentlich kann ich in den nächsten Wochen und Monaten darauf aufbauen.“ Der Engländer kennt die Bühne in Ungarn bereits gut. 2023 fehlte ihm nur ein Leg zum Titel. Drei Jahre später reist er erneut als einer der großen Namen nach Budapest – diesmal mit einem frischen ProTour-Sieg im Gepäck.
Nach einer Phase mit vergleichsweise wenig Matchpraxis hat der 31-Jährige in Leicester wieder mehrere enge und wichtige Spiele gewonnen. Genau diese Erfahrung kann vor einem European-Tour-Wochenende wertvoll sein, weil sie nicht aus Training, sondern aus echter Wettkampfsituation stammt. Für Humphries geht es deshalb in Budapest nicht nur um den nächsten Titel. Es geht auch darum, ob aus dem Erfolg bei PC28 tatsächlich neuer Rhythmus entsteht.
Die erste Antwort darauf gibt es am Samstag, wenn der Engländer in der zweiten Runde der Hungarian Darts Trophy ins Turnier einsteigt.










