Luke Humphries hat sich nach seinem Sieg bei Players Championship 28 nicht lange mit dem Erfolg aufgehalten. Der 31-Jährige blickt bereits auf die kommenden Wochen und Monate – und hat dabei vor allem einen Namen im Kopf: Luke Littler. „Cool Hand Luke“ will den Weltmeister bei den großen Turnieren herausfordern und machte nach seinem Triumph in Leicester deutlich, dass er sich für den Rest des Jahres viel vorgenommen hat.
Im Gespräch mit der PDC machte der Engländer anschließend deutlich, dass sein Blick bereits auf die kommenden Majors gerichtet ist. Der Sieg bei PC28 kam für den Weltranglistenzweiten zu einem wichtigen Zeitpunkt. Noch einen Tag zuvor war er bei Players Championship 27 bereits in der ersten Runde an Cam Crabtree gescheitert. Am Mittwoch folgte die direkte Reaktion. Der frühere Weltmeister kämpfte sich durch ein schwieriges Turnier, überstand mehrere brenzlige Situationen und setzte sich im Finale mit 8:6 gegen Brendan Dolan durch.
Humphries will Littler bei den Majors stoppen
Nach dem Turniersieg richtete der 31-Jährige den Blick schnell auf die großen Bühnen. Littler werde alles gewinnen wollen, erklärte er. Genau dort will der Engländer ansetzen. „Luke wird alles gewinnen wollen, aber ich möchte derjenige sein, der ihn stoppt“, sagte Humphries nach seinem Sieg in Leicester.
Die Aussage kommt nicht aus dem Nichts. „Cool Hand Luke“ hat auch 2026 erneut gezeigt, dass er auf der ProTour zu den konstantesten Spielern gehört. PC28 war bereits sein dritter Players-Championship-Titel des Jahres – und das bei gerade einmal neun Starts. Insgesamt war es sein fünfter Einzeltitel der Saison.
Gleichzeitig rückte der Engländer durch den Erfolg wieder auf Rang zwei der Weltrangliste vor und überholte Gian van Veen. Für den 31-Jährigen ist das ein weiteres Signal, dass er nach einer längeren Pause wieder in Form kommt. „Ich glaube, das sind drei Players-Championship-Titel aus neun Turnieren“, sagte Humphries. „Ich bin wirklich zufrieden, dass ich nach einer längeren Pause zurückgekommen bin und wieder gut spiele.“
Der Weg zum Titel war allerdings alles andere als souverän. Der frühere Weltmeister selbst räumte ein, dass er in mehreren Partien auch das nötige Glück auf seiner Seite hatte. Gegen Bradley Brooks musste er Matchdarts überstehen, im Achtelfinale gegen Danny Noppert ließ der Niederländer sogar sechs Chancen zum Sieg liegen.
Der 31-Jährige nutzte diese Möglichkeiten konsequent und spielte sich anschließend bis ins Finale. Dort geriet er gegen Dolan zunächst mit 2:3 in Rückstand, drehte die Partie aber mit drei Legs in Serie. Zwei 12-Darter und ein 83er-Finish brachten ihm die entscheidende Führung. „Heute war wirklich hart“, erklärte Humphries. „Vielleicht bin ich gegen Bradley und Danny mit ein paar Ergebnissen davongekommen. Manchmal muss man sein Glück einfach nutzen und hoffen, dass man am Ende den Titel holt.“
Genau dieses Selbstvertrauen will der Engländer nun in die kommenden Major-Turniere mitnehmen. Nach eigener Aussage soll der Sieg in Leicester dabei helfen, in den entscheidenden Wochen des Jahres wieder sein bestes Niveau zu erreichen „Vielleicht gibt mir das etwas Selbstvertrauen für die großen Majors“, sagte Humphries. „Ich werde jetzt wieder an das Trainingsboard gehen und den Rest des Jahres darauf ausrichten, mein bestes Darts zu spielen.“
Damit ist die Marschroute klar. „Cool Hand Luke“ hat nach seinem dritten Players-Championship-Titel der Saison nicht nur sportlich ein Ausrufezeichen gesetzt, sondern auch eine klare Ansage gemacht. Littler bleibt der Maßstab – und Humphries will einer der Spieler sein, die verhindern, dass der Weltmeister den Rest des Jahres dominiert.










