Die deutschen Hoffnungen beim Tour Card Holder Qualifier für die World Series of Darts Finals haben sich nicht erfüllt. Kein deutscher Spieler konnte sich einen der vier begehrten Startplätze für das große Event in Amsterdam sichern. Am weitesten kamen Niko Springer und Dominik Grüllich, die jeweils die Runde der letzten 32 erreichten.
Mit Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko und weiteren deutschen Spielern war das Teilnehmerfeld aus deutscher Sicht stark besetzt. Am Ende erwies sich die internationale Konkurrenz jedoch als zu stark. Die letzten Tickets für die World Series of Darts Finals gingen an Callan Rydz, Rob Cross, Kevin Doets und Karel Sedlacek.
Der Tour Card Holder Qualifier bot zahlreiche enge Begegnungen und zeigte erneut, wie eng das Niveau auf der PDC-Tour geworden ist. Selbst starke Leistungen reichten nicht automatisch aus, um sich einen Platz für die große Bühne in Amsterdam zu sichern.
Springer und Grüllich mit stärkstem deutschen Auftritt
Niko Springer erwischte einen starken Start in den Qualifier. Der deutsche Nachwuchsspieler setzte sich in seinem Auftaktmatch mit 6:0 gegen Tyler Thorpe durch und überzeugte dabei mit einem Average von 102,48 Punkten.
In der Runde der letzten 32 wartete mit Callan Rydz allerdings ein späterer Qualifikant. Springer musste sich dem Engländer knapp mit 5:6 geschlagen geben und verpasste damit den Einzug in die nächste Runde. Trotz der Niederlage zeigte der Mainzer, dass er auch gegen erfahrene internationale Gegner mithalten kann. Auch Dominik Grüllich konnte beim Qualifier auf sich aufmerksam machen. Der Deutsche kämpfte sich bis in die Runde der letzten 32 und setzte sich zuvor gegen Stefaan Henderyck durch. Dort endete sein Lauf gegen Daryl Gurney, gegen den Grüllich mit 3:6 ausschied.
Martin Schindler musste sich bereits in der Runde der letzten 64 geschlagen geben. Gegen Madars Razma verlor der deutsche Topspieler mit 3:6, spielte dabei aber einen Average von 99,94 Punkten. Das frühe Aus zeigt gleichzeitig die Qualität des Teilnehmerfeldes: Selbst eine Leistung nahe der 100-Punkte-Marke reichte nicht aus, um die nächste Runde zu erreichen.
Auch Gabriel Clemens musste sich knapp geschlagen geben. Der Saarländer unterlag Justin Hood mit 5:6 und verpasste den Sprung in die nächste Runde. Ricardo Pietreczko bekam es mit einem besonders erfahrenen Gegner zu tun. Gegen Raymond van Barneveld musste sich der Deutsche mit 3:6 geschlagen geben.
Neben den bekannten Namen waren auch weitere deutsche Spieler im Einsatz. Yorick Hofkens und Kai Gotthardt trafen direkt aufeinander, wobei Hofkens das deutsche Duell mit 6:5 für sich entschied. Lukas Wenig unterlag Owen Bates mit 2:6, Marvin Kraft verlor gegen Tom Bissell mit 4:6. Auch wenn am Ende kein deutscher Spieler das Ticket für Amsterdam lösen konnte, zeigte der Qualifier erneut die Breite des deutschen Darts. Springer und Grüllich sammelten wichtige Erfahrungen auf hohem Niveau, während Schindler trotz eines starken Averages früh ausschied.
Für die deutschen Spieler geht es bereits weiter. Bei den Players Championships 27 und 28 am 25. und 26. August in Leicester wartet die nächste Chance auf wichtige Preisgelder und Rankingpunkte. Mit Martin Schindler, Gabriel Clemens, Niko Springer und weiteren deutschen Tour-Card-Spielern ist das deutsche Aufgebot erneut vertreten.
Anschließend richtet sich der Blick auf die Hungarian Darts Trophy in Budapest. Das European-Tour-Turnier findet vom 28. bis 30. August 2026 im MVM Dome statt. Titelverteidiger ist Niko Springer, der als einer von mehreren deutschen Spielern im Teilnehmerfeld steht. Auch Martin Schindler gehört über die ProTour Order of Merit zum Feld der 48 Teilnehmer.










