US Darts Masters 2026: Van Gerwen fehlt – James Wade rückt nach

Die US Darts Masters 2026 gehen ohne Michael van Gerwen über die Bühne. Wenn die World Series of Darts am 25. und 26. Juni im Infosys Theater at Madison Square Garden Station macht, fehlt einer der bekanntesten Namen der vergangenen Jahre. Stattdessen kehrt James Wade nach New York zurück – und rückt damit automatisch stärker in den Fokus.

Warum van Gerwen in New York nicht dabei ist, wurde offiziell nicht näher begründet. Fest steht: Der Niederländer steht nicht im PDC-Aufgebot, während Wade seinen Platz im Feld einnimmt. Dass „Mighty Mike“ fehlt, fällt trotzdem auf. Der 37-Jährige hat die World Series über Jahre mitgeprägt und gehörte bei internationalen PDC-Abenden fast automatisch zu den großen Namen im Feld. In New York entsteht dadurch eine Lücke, die der Linkshänder auf seine ganz eigene Art füllt.

Sportlich bleibt das Teilnehmerfeld trotzdem stark. Luke Littler und Titelverteidiger Luke Humphries führen das Aufgebot an. Dazu kommen Gian van Veen, Gerwyn Price, Jonny Clayton, Stephen Bunting, Josh Rock und Wade. Auf der nordamerikanischen Seite warten unter anderem Jim Long, David Cameron, Alex Spellman, Leonard Gates, Gary Mawson, Fred Krueger, Adam Sevada und Brayden Hall.

Für James Wade ist der Auftritt mehr als nur ein weiterer World-Series-Start. „The Machine“ spielt erstmals seit 2022 wieder bei den US Darts Masters. Während Littler, Humphries oder van Veen für die neue Gegenwart und Zukunft des Sports stehen, bringt der 43-Jährige eine andere Qualität mit: Erfahrung, Ruhe und die Fähigkeit, Matches auch ohne Spektakel eng zu halten.

Gerade in kurzen Formaten kann der Engländer unangenehm werden. Er braucht selten den höchsten Average des Abends, um gefährlich zu sein. Wenn Gegner ihr Niveau nicht konsequent durchziehen, bleibt der 43-Jährige oft genau dort im Spiel, wo er seit Jahren stark ist: auf den wichtigen Feldern, in engen Legs und in Momenten, in denen ein Match eigentlich kippen müsste.

Dass der erfahrene Dartprofi für MVG ins Feld rückt, verändert deshalb auch die Erzählung des Turniers. Mit van Gerwen hätte New York einen zweifachen US-Darts-Masters-Sieger und einen der größten Namen der PDC gesehen. Mit Wade bekommt das Publikum einen Routinier, der weniger über Hype kommt, aber immer noch sportliche Glaubwürdigkeit mitbringt.

Die großen Augen werden zum Auftakt trotzdem zuerst auf Littler und Humphries gerichtet sein. Dahinter ist er aber einer der interessanteren Namen des Turniers. Gerade weil er nicht als Hauptfigur nach New York kommt, kann „The Machine“ bei den US Darts Masters gefährlich werden.

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