Slovak Darts Open 2026: Achtelfinale steht – Price und Schindler raus

Die Slovak Darts Open 2026 haben ihr Achtelfinale komplett. Am Samstagabend (20.06.) fielen in Bratislava die letzten Entscheidungen der zweiten Runde – und die Abendsession hatte fast alles: klare Ansagen, nervenstarke Decider, wackelnde Favoriten und zwei Ergebnisse, die besonders hängen bleiben.

Die lauteste sportliche Botschaft setzte Cameron Menzies. Der Schotte zerlegte Gerwyn Price mit 6:2 und lieferte dabei eines der stärksten Matches des Tages. Menzies spielte einen Average von 106,00 Punkten, warf sieben 180er und setzte mit einem 144er-Checkout den Höhepunkt. Price kam selbst auf 96,74 Punkte im Schnitt und traf zwei seiner drei Doppel, bekam gegen diesen Druck aber kaum Zugriff auf das Spiel.

Für Martin Schindler endete der Abend dagegen bitter. Der Deutsche verlor gegen Tom Sykes mit 5:6 und musste sich nach einem engen Match aus dem Turnier verabschieden. Sykes, der bereits Niko Springer geschlagen hatte, legte damit den nächsten deutschen Spieler raus. Der Engländer spielte 94,60 Average, Schindler lag bei 90,73. Beide warfen drei 180er, doch im entscheidenden Moment brachte Sykes das Match über die Linie.

Auch Nathan Aspinall steht im Achtelfinale. „The Asp“ setzte sich mit 6:4 gegen Jim Long durch, musste dafür aber deutlich arbeiten. Aspinall kam auf 90,99 Punkte im Schnitt, Long auf 87,06. Der Engländer traf sechs seiner 17 Doppelversuche und löschte unter anderem ein 130er-Finish. Es war kein Spaziergang, aber ein typischer Aspinall-Sieg: nicht immer glatt, am Ende aber durchgezogen.

Viele Decider, viele wackelnde Favoriten

Rob Cross erwischte dagegen einen deutlich stabileren Abend. Der frühere Weltmeister schlug Gian van Veen mit 6:3 und spielte dabei 98,36 Average. Van Veen kam auf 93,68 Punkte im Schnitt, ließ auf den Doppeln aber zu viel liegen. Während Cross sechs seiner 13 Checkout-Darts nutzte, traf der Niederländer nur drei von 13 Versuchen. Genau dort kippte das Match.

Michael van Gerwen musste gegen Krzysztof Ratajski wesentlich tiefer gehen. Der Niederländer gewann mit 6:5, obwohl Ratajski lange im Spiel blieb und zwei Checkouts von über 100 Punkten löschte. Van Gerwen kam auf 92,52 Average, Ratajski auf 86,18. Schön war es aus Sicht von „Mighty Mike“ nicht durchgehend, aber genau solche Spiele muss man auf dem Weg in den Finaltag eben überstehen.

Für Jonny Clayton war dagegen Schluss. Der Waliser verlor ein enges Match gegen Ryan Joyce mit 5:6. Clayton spielte 94,66 Average und traf sogar ein 170er-Finish, doch Joyce blieb auf den Doppeln effizienter. Der Engländer kam auf 95,41 Punkte im Schnitt und verwandelte sechs seiner elf Checkout-Darts. Das reichte, um Clayton aus dem Turnier zu nehmen.

Auch Stephen Bunting musste in den Decider. Gegen Niels Zonneveld setzte sich der frühere Masters-Champion mit 6:5 durch, obwohl der Niederländer mit 98,53 Average sogar den höheren Schnitt spielte. Bunting blieb bei 96,35 Punkten, holte sich aber die entscheidenden Legs und überstand damit ein gefährliches Zweitrundenmatch.

Den letzten engen Schlagabtausch des Abends gewann Ross Smith. „Smudger“ setzte sich mit 6:5 gegen Joe Cullen durch. Cullen spielte mit 96,63 Average zwar die besseren Zahlen, Smith lag bei 92,03, nutzte seine Chancen aber minimal besser und checkte unter anderem 114 Punkte. Auch dieses Match zeigte, wie wenig an diesem Abend zwischen Achtelfinale und Aus liegen konnte.

Mit diesen acht Siegern ist das Achtelfinalfeld für den Sonntag (21.02.) komplett. Vor allem Menzies und Sykes nehmen viel Rückenwind mit in den Finaltag. Price, Schindler, van Veen und Clayton sind dagegen raus – und genau diese Namen zeigen, wie hart dieser Samstagabend bei den Slovak Darts Open war.

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