Out Chart im Darts erklärt: Die Checkout-Tabelle für den richtigen Finishweg

76 Rest. 94 Rest. 121 Rest. Wer im Darts im Finishbereich steht, muss schnell wissen, welcher Weg zum Doppel führt. Genau dafür gibt es ein Out Chart: eine Checkout-Tabelle, die mögliche Finishwege für verschiedene Restpunkte zeigt.

Ein Out Chart hilft vor allem dann, wenn ein Spieler nicht lange rechnen will. Die Tabelle zeigt, welche Felder mit einem, zwei oder drei Darts angespielt werden können, damit am Ende ein gültiger Dart auf ein Doppel oder das Bullseye bleibt. Besonders für Anfänger ist das nützlich, weil viele Restwerte auf den ersten Blick komplizierter wirken, als sie eigentlich sind.

Was bedeutet Out Chart im Darts?

Der Begriff kommt aus dem Englischen. „Out“ steht für das Ausmachen eines Legs, „Chart“ für Tabelle oder Übersicht. Ein Out Chart ist also eine Übersicht mit möglichen Wegen zum Checkout.

In einer vollständigen Out Chart stehen meist Restpunkte von 2 bis 170. Für checkbare Restwerte wird ein möglicher Weg angezeigt, während bestimmte Bogey-Zahlen nicht mit drei Darts beendet werden können. Ein Out Chart ist deshalb keine Regel, sondern eine Hilfe: Es zeigt sinnvolle Wege, aber nicht zwingend den einzigen richtigen Weg.

Beispiele aus einer Out Chart

In der Tabelle steht „T“ für Triple, „D“ für Doppel und „Bull“ für das Bullseye mit 50 Punkten. Die Beispiele zeigen bewusst nicht immer den einzigen Weg, sondern typische Varianten, die häufig gespielt werden.

Rest Möglicher Weg Hinweis
40 D20 Klassischer Ein-Dart-Checkout über Doppel 20.
50 10, D20 Viele Spieler stellen lieber Tops, statt direkt Bull zu werfen.
60 20, D20 Ein einfacher Treffer auf die 20 stellt Doppel 20.
64 T16, D8 Beliebter Weg über die 16er-Route.
70 T18, D8 Ein sauberer Zwei-Dart-Weg.
76 T20, D8 Typischer Checkout über Triple 20.
80 T20, D10 Alternativ wählen viele Spieler T16, D16.
81 T19, D12 Beliebter Weg, um auf Doppel 12 zu kommen.
86 T18, D16 Stellt ein beliebtes Doppel.
90 T18, D18 Direkter Zwei-Dart-Weg.
94 T18, D20 Bringt den Spieler auf ein starkes Doppel.
96 T20, D18 Klassischer Weg über Triple 20.
100 T20, D20 Einer der bekanntesten Zwei-Dart-Checkouts.
104 T18, Bull Ein möglicher Zwei-Dart-Weg über das Bullseye.
110 T20, 18, D16 Typischer Drei-Dart-Weg auf Doppel 16.
121 T20, T11, D14 Ein möglicher Drei-Dart-Finishweg.
126 T19, T19, D6 Beliebter Weg, weil die 19er-Route Optionen öffnet.
130 T20, T18, D8 Hohes Finish mit gut planbarem Doppel.
132 Bull, T14, D20 Bekannter Weg, weil Bull zuerst mehrere Optionen offenhält.
140 T20, T20, D10 Starkes High Finish über zwei Triple 20.
144 T20, T20, D12 Klassischer hoher Checkout.
156 T20, T20, D18 Sehr hoher Finishweg über zwei Triple 20.
160 T20, T20, D20 Hohes Finish auf Tops.
164 T20, T18, Bull Einer der bekanntesten Bull-Finishes.
167 T20, T19, Bull Sehr hohes Finish mit Bull-Abschluss.
170 T20, T20, Bull Das höchste mögliche Checkout im klassischen 501.

Warum ein Out Chart hilfreich ist – und wo die Grenzen liegen

Ein Out Chart nimmt dem Spieler nicht das Werfen ab, aber es hilft beim Denken. Gerade im Finishbereich verlieren viele Spieler Zeit, weil sie erst rechnen müssen. Wer typische Wege kennt, bleibt ruhiger und kann sich stärker auf den Wurf konzentrieren.

Viele Spieler nutzen komplette Out Charts deshalb auch als Trainingshilfe. Sie hängen die Checkout-Tabelle an die Wand, drucken sie als Merkzettel aus oder legen sie beim Üben neben das Board, bis typische Finishwege automatisch sitzen. Das ist besonders wichtig, wenn ein Restwert mit mehreren Wegen lösbar ist. Bei 80 Rest zeigt eine Tabelle oft T20, D10. Viele Spieler gehen aber lieber über T16, D16, weil sie Doppel 16 stärker finden oder weil ein einfacher Treffer auf der 16 bessere Anschlussmöglichkeiten lässt.

Ein Out Chart ist deshalb kein starres Regelwerk. Es ist ein Werkzeug. Das Out Chart zeigt sinnvolle Wege, aber der Spieler entscheidet am Board, welcher Weg zur eigenen Stärke und zur Spielsituation passt.

Wichtig ist auch, was ein Out Chart nicht lösen kann. Restwerte wie 169, 168, 166, 165, 163, 162 oder 159 können mit drei Darts nicht gecheckt werden. Sie gelten als Bogey-Zahlen.

Genau deshalb planen gute Spieler schon vor dem Finishbereich, welchen Rest sie sich stellen. 170 ist mit drei perfekten Darts möglich, 169 dagegen nicht. Wer sich also unachtsam auf eine Bogey-Zahl stellt, nimmt sich selbst die direkte Checkout-Chance. Ein Out Chart macht diese Zusammenhänge sichtbarer. Es zeigt nicht nur, welche Restwerte checkbar sind, sondern auch, warum manche Aufnahmen im Scoringbereich schon den späteren Finishweg vorbereiten.

Profis wählen ihre Finishwege trotzdem nicht blind nach Tabelle. Sie entscheiden oft nach Lieblingsdoppel, Trefferbild, Gegnerdruck und Spielsituation. Steht der Gegner weit hinten, kann ein sichererer Weg sinnvoll sein. Wartet der Gegner dagegen schon auf einem Doppel, muss der Checkout möglicherweise direkter und mutiger gespielt werden.

Das Out Chart gibt also die Grundlage. Der echte Finishweg entsteht erst im Spiel.

Kurz erklärt: Ein Out Chart ist eine Checkout-Tabelle im Darts. Sie zeigt mögliche Wege für Restpunkte von 2 bis 170 und hilft Spielern, im Finishbereich schneller sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

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