Der 170er-Modus ist ein spezielles Dartsformat, bei dem ein Leg nicht wie üblich bei 501 Punkten beginnt, sondern direkt bei 170 Punkten. Damit startet jeder Spieler auf dem höchsten möglichen Finish im klassischen Darts mit Double-Out: dem berühmten 170er-Checkout über Triple 20, Triple 20 und Bullseye. Als Dartbegriff beschreibt der Modus damit eine Kurzform, die ein Leg sofort auf die Finish-Situation reduziert.
Big Fish: Warum die 170 im Darts so besonders ist
Im Grundprinzip gelten die bekannten Dartsregeln: Wer zuerst exakt auf null Punkte kommt, gewinnt das Leg. Auch in diesem Modus muss das Leg mit einem Doppel beendet werden. Das Bullseye zählt dabei als Doppel und ist deshalb Teil des klassischen 170er-Finishes. Ein perfekter Versuch sieht also so aus: Triple 20, Triple 20, Bullseye.
Gelingt dieses Finish nicht direkt, wird mit dem verbleibenden Restscore weitergespielt. Wer sich zum Beispiel nach der ersten Aufnahme auf 70 Rest stellt, kann in der nächsten Aufnahme über verschiedene Wege abschließen. Genau daraus entsteht der besondere Reiz des Formats: Jeder Spieler befindet sich sofort in einer Finish-Situation, ohne vorher lange Scoring-Phasen spielen zu müssen.
Die Zahl 170 ist im Darts besonders bekannt, weil sie das höchste Finish ist, das mit drei Darts möglich ist. Dieses Finish wird auch als Big Fish bezeichnet. Höhere Restzahlen können in einer Aufnahme nicht direkt ausgemacht werden. Deshalb wirkt das Format schneller und direkter als ein klassisches 501-Leg. Es geht nicht erst darum, sich über mehrere Aufnahmen in den Finishbereich zu spielen, sondern sofort um Präzision, Timing und Checkout-Stärke.
Für fortgeschrittene Spieler wird der Modus vor allem durch die Restwege interessant. Wer das High Finish verpasst, muss nicht nur weiter scoren, sondern sich möglichst sauber auf ein starkes Doppel stellen. Dadurch zählt nicht allein der erste Versuch auf das große Finish, sondern auch die Entscheidung, welcher Restscore nach einem Fehlwurf übrig bleibt.
Im Vergleich zum klassischen 501-Format verändert sich dadurch der Charakter eines Legs deutlich. Bei 501 spielen Scoring, Setup-Darts, Restwege und Checkout-Auswahl über mehrere Aufnahmen zusammen. In der Kurzvariante fällt diese lange Aufbauphase fast komplett weg. Jeder Fehler kann sofort entscheidend sein, weil es kaum Zeit gibt, einen schwachen Start später wieder auszugleichen.
Für Zuschauer ist der Modus leicht verständlich: Es geht direkt ums Finish. Für Spieler ist er eine gute Prüfung für High-Finishes, Nervenstärke und saubere Entscheidungen im Checkout-Bereich. Besonders spannend wird das Format, wenn mehrere Spieler auf engem Niveau antreten. Dann entscheidet oft nicht der höchste Average, sondern wer in den kurzen Momenten die bessere Lösung findet.
Für Profis ist der 170er-Modus deshalb eher ein Spezialformat als ein vollständiger Leistungstest. Er zeigt Checkout-Stärke, Timing und Druckresistenz, bildet aber nicht das komplette Spiel über Scoring, Setups und längere Legs ab.
Der 170er-Modus ist deshalb kein Ersatz für das klassische 501-Spiel, sondern eine kompakte Variante mit eigenem Charakter. Er reduziert ein Leg auf den entscheidenden Teil: das Finish. Gerade dadurch eignet sich das Format für kurze Wettbewerbe, Showformate, Trainingsspiele oder Turniermodi, bei denen Tempo und Drucksituationen im Vordergrund stehen.










