Luke Humphries meldet sich nach Lebensmittelvergiftung mit Players-Championship-Sieg zurück

Luke Humphries hat sich nach einer krankheitsbedingten Zwangspause eindrucksvoll auf der PDC-Tour zurückgemeldet. Bei Players Championship 33 am Mittwoch, 4. November, gewann der Engländer in Leicester das Finale gegen Niels Zonneveld mit 8:4. Nur einen Tag später stand er erneut im Endspiel. Hinter diesen Ergebnissen steckt jedoch eine schwierige Zeit: Der 31-Jährige hatte nach eigenen Angaben mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen und erheblich an Gewicht verloren.

Noch am 22. Oktober musste der ehemalige Weltmeister seine Teilnahme an der European Championship in Dortmund absagen. PDC Europe nannte damals eine diagnostizierte Gastroenteritis, also eine Magen-Darm-Entzündung, als Grund. Der Engländer berichtete später selbst von einer Lebensmittelvergiftung. In der Folge habe er sich über Wochen kaum bewegen können, zeitweise nicht essen können und rund zwei Wochen überhaupt nicht trainiert.

Besonders deutlich wurden die Folgen auf der Waage. Nach acht oder neun Tagen habe er rund 15 Pfund verloren, erklärte Humphries im Anschluss an den Erfolg in Leicester. Das entspricht ungefähr 6,8 Kilogramm. Nach einer so langen Pause war ungewiss, ob er sofort wieder an seine jüngsten Leistungen anknüpfen konnte.

Der Zeitpunkt der Erkrankung war für den 31-Jährigen denkbar ungünstig. Im Oktober hatte er seinen zweiten World-Grand-Prix-Titel gefeiert und anschließend das Finale der Swiss Darts Trophy erreicht. Die Absage bei der European Championship unterbrach diese Serie. Entsprechend vorsichtig waren seine Erwartungen an die Rückkehr: Zunächst wollte er herausfinden, wie viel Energie ihm nach der Pause tatsächlich zur Verfügung stand.

„So, wie es mir in den vergangenen Wochen ging, war dieser Sieg für mich unerwartet“, sagte „Cool Hand Luke“ nach seinem Sieg bei Players Championship 33 gegenüber der PDC. Der Turniererfolg gab ihm nicht nur einen weiteren Titel, sondern bestätigte auch, dass er trotz fehlender Spielpraxis weiterhin auf hohem Niveau mithalten konnte.

Zwei Finals in Leicester als Signal für die kommenden Majors

Sportlich ließ Humphries bei seinem Comeback wenig Zweifel an seiner Klasse. Nach dem Auftaktsieg gegen Archie Self bezwang er Darius Labanauskas und Tom Bissell jeweils mit 6:0. Anschließend setzte er sich gegen Steve Lennon und Gerwyn Price durch. Im Halbfinale besiegte er Gary Anderson mit 7:4, obwohl der Schotte einen Average von mehr als 106 Punkten spielte.

Im Finale wartete Niels Zonneveld, der zuvor Michael van Gerwen ausgeschaltet hatte. Humphries behielt die Kontrolle und gewann mit 8:4. Sein Drei-Dart-Average von 103,77 Punkten unterstrich die Qualität seiner Leistung. Für Humphries war es bereits der vierte Players-Championship-Titel des Jahres – und das bei erst zehn Teilnahmen an der diesjährigen Turnierserie.

Auch am Donnerstag bei Players Championship 34 setzte er seine Erfolgsserie fort. Bereits zum Auftakt bewies Humphries gegen Mike De Decker Nervenstärke und drehte einen 1:4-Rückstand noch in einen 6:5-Sieg. Danach bezwang er Bradley Brooks und Justin Hood. Gegen Ricardo Pietreczko überzeugte er mit einem Average von 107,31 Punkten und gewann 6:3. Nach weiteren Erfolgen über Michael van Gerwen und Jack Aldridge stand er erneut im Finale. Dort unterlag er Überraschungssieger Tommy Morris mit 5:8. Der Engländer ohne Tour Card beendete die Partie mit einem 161er-Finish und feierte seinen ersten PDC-Ranglistentitel.

Zwei Finals an zwei Tagen sind nach einer solchen Pause auch körperlich bemerkenswert: Bei Players Championships müssen die Profis mehrere Partien innerhalb weniger Stunden bestreiten.

Damit verlässt „Cool Hand Luke“ Leicester mit einem Turniersieg und einem weiteren Finaleinzug. Er selbst richtet den Blick bereits auf die großen Aufgaben zum Jahresende: den Grand Slam of Darts vom 14. bis 22. November, die Players Championship Finals und anschließend die Weltmeisterschaft. Einen weiteren Major-Titel hat er ausdrücklich als Ziel genannt. Die beiden Auftritte in Leicester zeigen, dass seine sportliche Form nach der Zwangspause schnell zurückgekehrt ist.

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