Luke Humphries gewinnt in Birmingham – Van Gerwen & van Veen verpassen Play-offs

Luke Humphries hat sich im Play-off-Rennen der Premier League Darts eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Engländer gewann Night 15 in Birmingham am Abend (14.05.) und sicherte sich mit dem Tagessieg endgültig seinen Platz bei der Finals Night in London. Im Finale setzte sich Humphries mit 6:4 gegen Gerwyn Price durch, der trotz der Niederlage ebenfalls für die Play-offs qualifiziert ist.

Damit stehen die vier Teilnehmer für den entscheidenden Abend in der O2 Arena fest: Luke Littler, Jonny Clayton, Gerwyn Price und Luke Humphries kämpfen am 28. Mai um den Premier-League-Titel. Für Michael van Gerwen und Gian van Veen ist der Traum von der Finals Night dagegen vorzeitig beendet.

Humphries nutzt den Druckmoment

Humphries kam in Birmingham genau dann auf Touren, als die Premier-League-Saison in ihre entscheidende Phase ging. Zum Auftakt ließ er Stephen Bunting beim 6:0 keine Chance. Im Halbfinale folgte ein 6:3 gegen Luke Littler, der zuvor Jonny Clayton ebenfalls mit 6:0 geschlagen hatte.

Im Finale wartete Gerwyn Price, der seinerseits Michael van Gerwen und Gian van Veen aus dem Weg geräumt hatte. Humphries behielt jedoch die Kontrolle und machte mit dem 6:4 seinen ersten Premier-League-Abendsieg der Saison perfekt.

Für Humphries war es mehr als nur ein Tagessieg. Nach mehreren knappen Abenden und verpassten Chancen verwandelte er den Druck in Birmingham in sein bisher wichtigstes Premier-League-Ergebnis des Jahres.

Entsprechend emotional fiel seine Reaktion nach dem Finale aus. Gegenüber Sky Sports sprach Luke Humphries von „Erleichterung“ und verwies auf die schwierigen Wochen zuvor. Er habe „unglaublich hart gearbeitet“ und sei zu seinen alten Points und alten Flights zurückgekehrt. Besonders deutlich wurde, wie knapp er die Situation selbst eingeschätzt hatte: Als er fünf Punkte hinter den Top vier gelegen habe, habe er gedacht, dass er „ein Wunder“ brauche. Umso größer sei nun der Stolz, doch noch in der O2 Arena die Chance zur Titelverteidigung zu bekommen.

Price schlägt van Gerwen und erreicht ebenfalls London

Gerwyn Price legte den Grundstein für seine Qualifikation bereits im Viertelfinale. Der Waliser besiegte Michael van Gerwen mit 6:4 und brachte den Niederländer damit massiv unter Druck. Im Halbfinale gewann Price anschließend auch gegen Gian van Veen mit 6:4.

Spätestens nach diesem Erfolg war klar, dass Price den Sprung unter die besten vier schaffen würde. Die Finalniederlage gegen Humphries änderte daran nichts mehr. Price reist damit ebenfalls zur Finals Night und bleibt im Rennen um den Premier-League-Titel.

Bitterer Abend für van Gerwen und van Veen

Für Michael van Gerwen endete der Abend früh und bitter. Das direkte Duell mit Price war für ihn im Play-off-Kampf entscheidend, doch nach dem 4:6 blieb er ohne Punkte. Damit verpasste van Gerwen den Einzug in die Finals Night.

Auch Gian van Veen konnte seine Chance nicht nutzen. Der Niederländer gewann zwar sein Viertelfinale gegen Josh Rock mit 6:3, verlor anschließend aber das Halbfinale gegen Price. Damit reichte auch sein Auftritt in Birmingham nicht mehr, um die Top vier zu erreichen.

Sheffield entscheidet nur noch die Reihenfolge

Der letzte reguläre Spieltag in Sheffield hat damit keine Bedeutung mehr für die Frage, wer die Play-offs erreicht. Offen ist aber noch, wie die Halbfinals bei der Finals Night genau aussehen werden.

Luke Littler steht als Gruppensieger fest. Jonny Clayton, Gerwyn Price und Luke Humphries komplettieren das Feld. Besonders für Price und Humphries geht es in Sheffield noch darum, die bestmögliche Ausgangsposition für London zu sichern.

Ergebnisse von Night 15 in Birmingham

Viertelfinale
Gian van Veen – Josh Rock 6:3
Gerwyn Price – Michael van Gerwen 6:4
Luke Humphries – Stephen Bunting 6:0
Luke Littler – Jonny Clayton 6:0

Halbfinale
Gerwyn Price – Gian van Veen 6:4
Luke Humphries – Luke Littler 6:3

Finale
Luke Humphries – Gerwyn Price 6:4

Birmingham hat die Premier-League-Saison vorentschieden: Humphries meldete sich im richtigen Moment zurück, Price sicherte sich ebenfalls das London-Ticket, während van Gerwen und van Veen ihre letzte Chance verstreichen ließen. Der letzte Ligaspieltag in Sheffield (21.05.) wird damit zum Formtest vor der Finals Night – die vier Namen für die O2 Arena stehen bereits fest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert