Platz zwei reicht nicht mehr. Wer beim Grand Slam of Darts bislang hinter dem Gruppensieger landete, durfte trotzdem im Achtelfinale weiterspielen. 2026 ist diese Hintertür geschlossen. Die PDC erweitert das Teilnehmerfeld von 32 auf 48 Spieler und verändert die Vorrunde grundlegend. Mehr Profis dürfen auf die große Bühne – doch der Weg in die K.-o.-Phase wird deutlich härter.
Vom 14. bis 22. November 2026 steigt die 20. Ausgabe des Grand Slam of Darts, erneut in der WV Active Aldersley in Wolverhampton. Der Unterschied zum Vorjahr ist deutlich: 2025 spielten 32 Teilnehmer in acht Vierergruppen, jeder bestritt drei Partien. Die beiden Besten jeder Gruppe erreichten das Achtelfinale. 2026 gibt es 48 Teilnehmer in 16 Dreiergruppen, jeder bestreitet nur zwei Begegnungen. Und nur Platz eins zählt. Somit scheiden 32 Profis bereits in der Vorrunde aus.
Zwei Spiele, nur ein Ticket fürs Achtelfinale
In jeder Dreiergruppe spielt jeder einmal gegen die beiden anderen. Damit gibt es insgesamt nur drei Begegnungen pro Gruppe. Wer beide gewinnt, ist sicher weiter. Nach einer Niederlage bleibt zwar noch eine Chance – aber dann zählen auch die Ergebnisse der Konkurrenten. Gewinnt jeder Spieler eine Partie, haben alle dieselbe Bilanz und die Leg-Differenz entscheidet zunächst über die Platzierung.
Bei „Best of 9 Legs“ gewinnt, wer zuerst fünf Legs holt. Das folgende Beispiel zeigt, weshalb selbst einzelne Legs wichtig werden können.
Spieler A schlägt B mit 5:2, B besiegt C mit 5:1 und C gewinnt gegen A mit 5:4. Alle haben einen Sieg. A liegt mit einer Leg-Differenz von +2 vor B (+1) und C (–3) und zieht ins Achtelfinale ein. So kann am Ende ein einziges zusätzlich gewonnenes Leg über das Weiterkommen entscheiden.
Die Auslosung soll trotzdem für eine ausgewogene Verteilung sorgen. Die 16 nach Weltrangliste bestplatzierten Qualifikanten werden gesetzt. Die übrigen 32 Spieler werden nach ihrer Ranglistenposition in zwei Lostöpfe aufgeteilt und anschließend zugelost. Somit steht in jeder Dreiergruppe ein gesetzter Spieler zwei ungesetzten Gegnern gegenüber.
„Durch die Vergrößerung der Teilnehmerfelder bei der Weltmeisterschaft und beim Grand Slam bekommen Spieler aus aller Welt mehr Möglichkeiten als je zuvor, bei PDC-Fernsehturnieren dabei zu sein“, erklärte PDC-Geschäftsführer Matthew Porter. Zu den Qualifikanten zählen Sieger und Finalisten großer TV-Turniere sowie Vertreter der Nachwuchs-, Frauen- und internationalen Serien. Die verbliebenen Plätze bis zur Grenze von 40 Spielern gehen zunächst an Sieger der European Tour, danach an Gewinner der Players Championships. Entscheidend sind jeweils die Zahl der Turniersiege und bei Gleichstand die Position in der Order of Merit.
Deshalb können die Players Championships 33 und 34 am 4. und 5. November in Leicester die Qualifikationsliste noch verändern. Ein Turniersieg garantiert nicht automatisch einen Startplatz. „Es muss eine Grenze geben, bis zu der man sich automatisch qualifizieren kann“, erklärte Porter gegenüber Online Darts. Am 6. November folgt dort der Tour-Card-Holder-Qualifier, bei dem mindestens acht weitere Tickets vergeben werden. Sollten zuvor weniger als 40 Spieler qualifiziert sein, erhöht sich diese Zahl entsprechend. Am 8. November erhält zudem der Sieger der PDC Nordic & Baltic Championship einen Startplatz.
Deutsche Spieler sind bereits dabei: Martin Schindler löste sein Ticket mit dem Finaleinzug bei der European Championship, Gabriel Clemens über seinen Players-Championship-Titel und Jan Schmidt als Finalist der Jugend-WM. Titelverteidiger Luke Littler strebt in Wolverhampton seinen dritten Grand-Slam-Erfolg nacheinander an.
Zusätzlich steigt das Gesamtpreisgeld von 650.000 auf eine Million Pfund. Der Sieger erhält 200.000 Pfund, selbst der Drittplatzierte einer Gruppe noch 5.000 Pfund. Die entscheidende Neuerung beim Grand Slam of Darts bleibt aber sportlicher Natur: Ab dem ersten Match geht es nicht mehr nur ums Weiterkommen – sondern um Platz eins.







 steht im Viertelfinale der Swiss Darts Trophy 2026.](https://dartsinside.de/wp-content/uploads/2026/10/Luke-Humphries-1-768x489.webp)


