Cricket im Darts erklärt: Wie das beliebte Punktespiel funktioniert

Cricket ist ein beliebtes Dartspiel, bei dem nicht wie beim klassischen 501 von einer Punktzahl heruntergespielt wird. Stattdessen geht es darum, bestimmte Zahlen auf dem Board zu treffen, zu schließen und dabei mehr Punkte als der Gegner zu sammeln.

Gespielt wird Cricket besonders häufig im E-Darts, in Kneipen, Vereinsheimen und im Freizeitbereich. Viele Spieler kennen es vom Automaten, weil dort die Zahlen, Treffer und Punkte automatisch angezeigt werden. Das Spiel kann aber auch auf einem klassischen Steeldartboard gespielt werden. Klassisch werden Treffer und Punkte dabei mitgeschrieben. Inzwischen gibt es aber auch Scoring-Apps und automatische Systeme für Steeldarts, etwa Kamera- oder Ringlösungen, die Treffer erkennen und den Spielstand digital erfassen. Dadurch ist Cricket auch auf dem Sisalboard deutlich leichter nachzuhalten als früher.

Wichtig: Cricket im Darts hat nichts mit der gleichnamigen Ballsportart zu tun. Es ist ein eigenes Dartspiel mit eigenen Regeln, eigenem Rhythmus und deutlich mehr Taktik, als es auf den ersten Blick wirkt.

Wie funktioniert Cricket im Darts?

Beim klassischen Cricket zählen vor allem die Zahlen 15 bis 20 sowie das Bull. Ziel ist es, diese Felder vor dem Gegner zu schließen. Eine Zahl gilt als geschlossen, wenn ein Spieler sie insgesamt dreimal getroffen hat.

Dabei zählen die Felder unterschiedlich: Ein Treffer im Single-Feld bringt einen Treffer, ein Doppel zählt zwei Treffer und ein Triple zählt drei Treffer. Wer also direkt die Triple 20 trifft, hat die 20 mit einem Dart geschlossen.

Solange eine Zahl bei einem Spieler offen ist, kann er sie weiter nutzen. Hat er eine Zahl bereits geschlossen, der Gegner aber noch nicht, kann er auf dieser Zahl Punkte sammeln. Erst wenn beide Spieler dieselbe Zahl geschlossen haben, bringt sie keine weiteren Punkte mehr.

Beispiel: So entstehen Punkte bei Cricket

Ein Spieler trifft dreimal die 20 und hat sie damit geschlossen. Der Gegner hat die 20 aber noch nicht geschlossen. Trifft der erste Spieler danach erneut die 20, bekommt er Punkte gutgeschrieben. Eine einfache 20 bringt 20 Punkte, eine Triple 20 bringt 60 Punkte.

Dadurch entsteht der besondere Reiz dieser Variante. Es reicht nicht, nur Zahlen zu schließen. Man muss auch entscheiden, wann man Punkte sammelt und wann man lieber schnell weitere Felder schließt.

Ein Spieler kann zum Beispiel früh die 20 öffnen und dort viele Punkte machen. Der Gegner muss dann entscheiden, ob er die 20 schnell schließt oder lieber selbst auf einer anderen Zahl punktet. Genau deshalb ist das Spiel oft mehr Taktik als reines Scoring.

Wann gewinnt man ein Cricket-Spiel?

Gewonnen ist die Partie in der Regel, wenn ein Spieler alle geforderten Zahlen geschlossen hat und mindestens genauso viele Punkte wie der Gegner besitzt. Hat ein Spieler zwar alle Zahlen geschlossen, liegt aber noch zurück, muss er zuerst aufholen.

Genau das macht Cricket spannend. Manchmal ist ein Spieler bei den geschlossenen Zahlen vorne, aber bei den Punkten hinten. Dann muss er weiter punkten, obwohl der Gegner vielleicht nur noch ein Feld schließen muss.

Je nach Automat, Liga oder Spielvariante können Details leicht abweichen. Häufige Varianten sind zum Beispiel Cut Throat Cricket oder andere Automaten-Einstellungen. Der Grundgedanke bleibt aber gleich: Zahlen schließen, Punkte sammeln und den Gegner taktisch unter Druck setzen.

Unterschied zwischen Cricket und 501

Der größte Unterschied zu 501 liegt im Ziel des Spiels. Bei 501 starten Spieler mit 501 Punkten und versuchen, genau auf null zu kommen. Bei diesem Spiel gibt es dagegen bestimmte Zielfelder, die geschlossen werden müssen.

Auch das Denken ist anders. Bei 501 geht es stark um Scoring, Restpunkte und Checkout-Wege. Bei Cricket geht es zusätzlich um Kontrolle: Welche Zahl ist offen? Wo kann ich noch punkten? Welche Zahl muss ich schließen, damit der Gegner keinen Vorsprung ausbaut?

Für Anfänger kann diese Variante deshalb am Anfang ungewohnt sein. Wer das Prinzip einmal verstanden hat, merkt aber schnell, warum das Spiel so beliebt ist. Es belohnt nicht nur Trefferstärke, sondern auch gute Entscheidungen.

Warum ist Cricket so beliebt?

Das Punktespiel ist beliebt, weil es schnell Abwechslung bringt. Es eignet sich gut für Kneipenabende, Trainingsrunden und Spiele zwischendurch, weil nicht jedes Leg gleich abläuft. Ein Spieler kann über Punkte Druck machen, ein anderer über schnelles Schließen der Felder zurückkommen.

Gerade im Freizeit- und Vereinsdarts ist diese Variante deshalb ein Klassiker. Es ist lockerer als ein ernstes 501-Match, kann aber trotzdem sehr taktisch und intensiv werden. Wer die 20 dominiert, das Bull im richtigen Moment trifft oder eine wichtige Zahl rechtzeitig schließt, kann ein Spiel schnell drehen.

Kurz gesagt: Cricket ist nicht nur ein Nebenprogramm zum klassischen Darts. Es ist ein eigenes Spiel, bei dem Taktik, Übersicht und Timing mindestens so wichtig sind wie hohe Scores.

Kurz erklärt

Cricket ist ein Dartspiel, bei dem vor allem die Zahlen 15 bis 20 und das Bull geschlossen werden müssen. Punkte gibt es, wenn ein Spieler eine Zahl geschlossen hat, der Gegner aber noch nicht.

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