Big Fish nennt man im Darts das höchste mögliche Checkout im klassischen 501-Double-out-Spiel. Gemeint ist ein Finish von 170 Punkten. Der bekannte Weg lautet: Triple 20, Triple 20 und Bullseye.
Einfach gesagt: Wer 170 Punkte Rest hat und mit drei Darts auf null kommt, hat den Big Fish gecheckt. Dafür müssen die ersten beiden Darts jeweils in die Triple 20 und der letzte Dart in die rote Mitte des Boards. Weil das Bullseye als Doppel 25 zählt, darf es ein Leg im Double-out beenden.
Warum ist 170 das höchste Checkout?
Ein Spieler hat pro Aufnahme höchstens drei Darts. Der höchste Treffer mit einem einzelnen Dart ist die Triple 20 mit 60 Punkten. Mit den ersten beiden Darts kann ein Spieler also maximal 120 Punkte werfen. Danach muss das Leg aber noch mit einem gültigen Doppel oder dem Bullseye beendet werden.
Das Bullseye zählt 50 Punkte und ist das höchste Feld, mit dem ein Leg beendet werden kann. Deshalb ergibt sich die Rechnung: 60 + 60 + 50 = 170. Mehr ist als Checkout in einer normalen Aufnahme nicht möglich.
Genau deshalb ist der Big Fish so besonders. Er ist nicht nur ein hohes Finish, sondern die Obergrenze dessen, was mit drei Darts im klassischen Double-out-Darts geht.
Wie wird der Big Fish gecheckt?
Der klassische Finishweg lautet:
Triple 20
Triple 20
Bullseye
Nach dem ersten Treffer in die Triple 20 bleiben 110 Punkte Rest. Nach dem zweiten Treffer in die Triple 20 bleiben 50 Punkte. Dann muss der letzte Dart ins Bullseye. Erst dieser Treffer macht das Checkout komplett.
Für Spieler ist der Big Fish anspruchsvoll, weil alle drei Darts sehr präzise sitzen müssen. Die beiden Triple-20-Treffer verlangen maximales Scoring, der letzte Dart auf Bullseye kommt unter besonders hohem Druck. Gerade auf einer TV-Bühne steigt die Spannung oft sofort, sobald ein Spieler nach zwei Triple-20-Treffern noch 50 Rest hat.
Warum ist der Big Fish so besonders?
Ein 170er-Finish ist deshalb so besonders, weil es aus einer scheinbar schwierigen Position sofort ein gewonnenes Leg machen kann. Der Gegner steht vielleicht schon auf einem Doppel und rechnet mit seiner Chance – doch zwei Treffer in die Triple 20 und der letzte Dart ins Bullseye nehmen ihm diese Möglichkeit komplett weg. Genau diese Mischung aus maximalem Finish, Druck und plötzlicher Wendung macht den Big Fish im Darts so spektakulär.
Der Big Fish ist aber nicht dasselbe wie ein 9-Darter. Ein 9-Darter beschreibt ein komplettes perfektes Leg mit nur neun geworfenen Darts. Der Big Fish ist dagegen ein einzelnes Checkout über 170 Punkte. Beide Begriffe hängen mit starken Finishes zusammen, meinen aber unterschiedliche Dinge.
Auch für Spielberichte ist der Begriff wichtig. Wenn ein Spieler „den Big Fish checkt“, weiß jeder: Er hat das höchste mögliche Finish gespielt. Deshalb gehört der Big Fish zu den bekanntesten Spezialbegriffen im Darts – kurz, spektakulär und direkt mit der roten Mitte des Boards verbunden.





