Luke Littler und Luke Humphries haben England zum Titel beim World Cup of Darts 2026 geführt. Das englische Duo setzte sich im Finale in Frankfurt mit 10:5 gegen die Niederlande durch und bestätigte damit die Favoritenrolle. Michael van Gerwen und Gian van Veen mussten sich nach einem starken Turnierlauf im Endspiel geschlagen geben.
Ganz geradlinig war dieser World-Cup-of-Darts-Erfolg für England nicht. Im Viertelfinale gegen Wales hatte England noch einen 0:4-Rückstand überstehen müssen, ehe Littler und Humphries das Spiel im Entscheidungsleg drehten. Danach wirkten die beiden Topstars gefestigter: erst beim 7:3 gegen Schottland, dann im kontrollierten Finale gegen die Niederlande.
England zieht im Finale davon
Das Endspiel blieb zunächst offen, doch mit zunehmender Dauer übernahm England die Kontrolle. Littler und Humphries produzierten mehr Druck im Scoring, kamen häufiger in gute Finishbereiche und nutzten ihre Chancen konsequent genug, um die Niederlande auf Abstand zu halten.
Die Zahlen passten zum Eindruck auf der Bühne. England spielte einen Average von 104,77 Punkten, die Niederlande lagen bei 98,30. Dazu kamen acht 180er für Littler und Humphries, während van Gerwen und van Veen sechs Maximums warfen. Obwohl die Niederlande mit 50 Prozent auf die Doppel effizient blieben, erspielte sich England deutlich mehr Möglichkeiten und brachte das Finale mit 10:5 nach Hause.
Littler und Humphries bestehen den Drucktest
Der Finalsieg ist auch deshalb bemerkenswert, weil auf dem englischen Duo von Beginn an enormer Druck lag. Littler und Humphries kamen als große Namen in dieses Turnier, mussten aber erst beweisen, dass individuelle Klasse im Doppel auch als Team funktioniert. Genau diese Antwort gaben sie in Frankfurt.
Im Halbfinale gegen Schottland hatten sie bereits einen weiteren Stimmungstest bestanden. Die Pfiffe blieben nicht auf den Walk-on beschränkt. Auch während der Partie wurde Littler immer wieder hörbar ausgepfiffen, einmal drehte er sich sichtbar in Richtung Publikum. Das passte zur aufgeheizten Atmosphäre eines Halbfinals, in dem England gegen Schottland auch auf den Rängen kein Heimspiel hatte.
Im Finale stand dann wieder die sportliche Qualität im Vordergrund. Humphries brachte Ruhe und Kontrolle ein, Littler setzte mit seiner Scoringpower immer wieder Akzente. Als Duo fanden die beiden die Mischung, die im World-Cup-of-Darts-Modus entscheidend ist: Tempo, Abstimmung und genügend Nerven auf die Doppel.
Niederlande verpasst den letzten Schritt
Für die Niederlande endete der World Cup nach einem starken Lauf mit der Finalniederlage. Van Gerwen und van Veen hatten zuvor Titelverteidiger Nordirland ausgeschaltet und damit das Endspiel erreicht. Gegen England reichte es trotz guter Doppelquote aber nicht, weil das englische Duo über die Distanz zu viele Chancen produzierte.
Gerade van Veen bestätigte dennoch, dass er im niederländischen Darts längst eine zentrale Rolle spielt. An der Seite von van Gerwen erreichte er das Finale und zeigte erneut, dass er auf dieser Bühne bestehen kann. Für den Titel war England an diesem Abend jedoch zu konstant.
England krönt sich in Frankfurt
Mit dem 10:5 im Finale setzte England den Schlusspunkt unter den World Cup of Darts 2026. Nach dem dramatischen Viertelfinale gegen Wales, dem stabilen Halbfinale gegen Schottland und dem kontrollierten Endspiel gegen die Niederlande steht am Ende ein Turniersieg, der die Favoritenrolle von Littler und Humphries bestätigt.
Die Niederlande verpasste den letzten Schritt, darf aber auf ein starkes Turnier zurückblicken. Der Abend in Frankfurt gehörte jedoch England: Littler und Humphries machten aus individueller Klasse den entscheidenden Team-Erfolg.









