Drei Turniere, drei Titel: Rhian O’Sullivan-Edwards hat das WDF-Wochenende in Budapest dominiert. Die Waliserin gewann vom 23. bis 25. Oktober den Hungarian Grand Prix, die Hungarian Classic und die Hungarian Masters. Bei den Herren sicherte sich Matthew Edgar den Gold-Titel und damit ebenfalls einen direkten Startplatz für die WDF-Weltmeisterschaft 2026.
Beide dürfen sich nun auf die traditionsreiche Bühne im Lakeside Country Club in Frimley Green freuen. Dort findet die WDF-WM vom 27. November bis 6. Dezember 2026 statt. In Budapest wurden dafür am vergangenen Wochenende wichtige Entscheidungen getroffen. Für die Waliserin hätte das Turnierwochenende kaum erfolgreicher verlaufen können. Nach ihren Siegen am Freitag und Samstag ging sie auch bei den abschließenden Hungarian Masters als Favoritin in die entscheidende Phase.
Im Viertelfinale setzte sie sich mit 4:2 gegen Anca Zijlstra durch, anschließend bezwang sie Steph Clarke mit demselben Ergebnis. Im Endspiel wartete mit Aileen de Graaf eine erfahrene Gegnerin, doch die Niederländerin fand kaum ein Mittel gegen die stark aufspielende O’Sullivan-Edwards.
Mit einem deutlichen 5:0 machte die Waliserin ihren dritten Turniersieg innerhalb von drei Tagen perfekt. Der Erfolg bei den Hungarian Masters war dabei besonders wertvoll. Das als Gold-Event eingestufte Turnier vergab einen direkten Startplatz für Lakeside. Für die zweifache BDO-WM-Finalistin von 2010 und 2011 bedeutet das die nächste Gelegenheit, auf der traditionsreichen WM-Bühne anzugreifen.
Ihre drei Titel in Budapest unterstreichen die starke Form der erfahrenen Spielerin, die sich damit rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft in den Vordergrund gespielt hat.
„Primetime“ Edgar sichert sich das WM-Ticket
Auch bei den Herren stand am Sonntag ein begehrter Startplatz für Lakeside auf dem Spiel. Matthew Edgar nutzte diese Gelegenheit und krönte seinen Turnierlauf mit dem Sieg bei den Hungarian Masters. Im Viertelfinale bezwang der Engländer Ron Meulenkamp mit 4:1. Noch deutlicher fiel das anschließende Halbfinale aus: Gegen Mürsel Yavuz ließ „Primetime“ beim 5:0 keinen einzigen Leggewinn seines Gegners zu.
Im Endspiel wartete Sean Fisher, der sich zuvor mit 5:2 gegen Paul Lewis durchgesetzt hatte. Edgar behielt mit 6:4 die Oberhand und machte damit die direkte WM-Qualifikation perfekt. Für den früheren PDC-Tour-Card-Inhaber ist es die Rückkehr auf eine bekannte Bühne. Bereits 2024 nahm Edgar an der WDF-Weltmeisterschaft teil, schied damals allerdings in seiner Auftaktpartie gegen Jarno Bottenberg aus.
Nun bekommt der 40-Jährige eine weitere Gelegenheit, sich im Lakeside Country Club zu beweisen. Neben den beiden WM-Qualifikanten sorgten auch die Nachwuchswettbewerbe für bemerkenswerte Ergebnisse. Bei den Mädchen gelang Paige Pauling ebenfalls ein Titel-Hattrick. Die Engländerin gewann alle drei Wettbewerbe des Wochenendes und setzte sich im Finale der Hungarian Masters mit 4:1 gegen Lena Vitovszki durch.
Bei den Junioren holte Ben Townley den Gold-Titel. Im Endspiel besiegte er Kai Burger mit 5:2. Burger hatte zuvor im Halbfinale Mika Donnevert knapp mit 4:3 ausgeschaltet und erreichte damit ebenfalls ein starkes Ergebnis. Mit dem Abschluss der Hungarian Masters endete ein erfolgreiches WDF-Wochenende in Budapest. Besonders O’Sullivan-Edwards und Edgar nutzten ihre Chancen und sicherten sich über ihre Turniersiege die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.
Während die Waliserin mit drei Titeln eine beeindruckende Serie hinlegte, überzeugte „Primetime“ vor allem in der entscheidenden Phase des Gold-Turniers. Vom 27. November bis 6. Dezember 2026 werden im Lakeside Country Club in Frimley Green die WDF-Weltmeistertitel vergeben. Für beide ist die Qualifikation nun geschafft.
O’Sullivan-Edwards reist mit drei Turniersiegen im Rücken nach Lakeside. Edgar hat sich sein WM-Ticket mit dem Gold-Titel gesichert – und bekommt eine neue Chance auf der großen Bühne.









