Japan Open 2026: Ryuta Arihara geht als Favorit ins WDF-Silberturnier

Am Sonntag richtet sich der Blick der internationalen Dartswelt nach Japan. In der Kirarie Hall im Bürgerzentrum von Daitō wird die 51. Ausgabe der Japan Open ausgetragen. Das Turnier in der Präfektur Osaka besitzt Silberstatus bei der World Darts Federation. Nach der veröffentlichten Meldeliste treten 69 Männer und 17 Frauen in getrennten Wettbewerben an. Der erste Dart soll um 10:00 Uhr Ortszeit fallen – das entspricht 3:00 Uhr deutscher Zeit.

Die Gruppenphase wird zunächst im Round-Robin-System über Best of 5 Legs gespielt. Dabei gilt pro Leg eine Begrenzung von 36 Darts. Anschließend ziehen die erfolgreichen Teilnehmer in die K.-o.-Runde ein, in der Best of 7 Legs angesetzt sind. Die Endspiele der Männer und Frauen werden über Best of 9 Legs ausgetragen. Dort entfällt das Dartlimit.

Neben WDF- und nationalen Ranglistenpunkten werden Preisgeld und Startrechte für die World Masters vergeben. Der Sieger des Männerwettbewerbs erhält 200.000 Yen – umgerechnet derzeit rund 1.225 US-Dollar, 916 Pfund oder 1.077 Euro. Auf die Gewinnerin bei den Frauen warten 100.000 Yen, was etwa 613 US-Dollar, 458 Pfund oder 538 Euro entspricht. Voraussetzung für Preisgeld und JSFD-Punkte ist allerdings eine Registrierung beim japanischen Verband.

Arihara geht als klarer Favorit in die Japan Open

Im Männerwettbewerb führt kaum ein Weg an Ryuta Arihara vorbei. Mit 259 Punkten steht er deutlich an der Spitze der japanischen Saisonwertung. Haruki Muramatsu folgt mit 152 Punkten, Takanari Azemoto liegt mit 144 Punkten auf Rang drei. Beide stehen jedoch nicht auf der veröffentlichten Meldeliste der Japan Open.

Damit gehört Hiroki Kaneko zu den stärksten nationalen Herausforderern. Der Vierte der JSFD-Rangliste hat für das Turnier gemeldet. Hinzu kommen erfahrene japanische Spieler wie Kenichi Ajiki sowie die internationalen Gäste Timo Dokter und Jmilou Ishak. Gerade die kurzen Distanzen in der Gruppenphase können dafür sorgen, dass ein schwacher Start kaum noch zu korrigieren ist.

Auch im Wettbewerb der Frauen fehlt die Führende der nationalen Rangliste. Kosuzu Iwao liegt mit 162 Punkten auf Platz eins, ist auf der Meldeliste aber nicht vertreten. Dadurch rückt vor allem Yukie Sakaguchi in den Mittelpunkt. Sie folgt mit 154 Punkten nur acht Zähler hinter Iwao und kann bei den Japan Open noch einmal Druck auf die Spitzenposition ausüben.

Mit Mayumi Ouchi und Shiori Sato treten außerdem die Nummern drei und vier der japanischen Frauenwertung an. Beide gehören damit ebenfalls zu den Kandidatinnen auf einen tiefen Turnierlauf. Insgesamt verspricht der Wettbewerb der Frauen eine offene Ausgangslage, da mehrere der bestplatzierten Spielerinnen nur wenige Punkte voneinander trennen.

Zusätzliche Bedeutung erhalten die Japan Open durch den Abschluss des japanischen Auswahlzeitraums für den Asia-Pacific Cup. Die am Sonntag erspielten Punkte fließen als letzte Ergebnisse in die Entscheidung um die Nationalmannschaft ein. Für Arihara geht es damit nicht nur um den Titel beim WDF-Silberturnier, sondern zugleich um den Schlusspunkt hinter einer bislang klar dominierten Saison.

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