Gerwyn Price reist mit einer besonderen Marke zu den US Darts Masters 2026 nach New York. Der Waliser steht in diesem Jahr zum achten Mal bei dem World-Series-Turnier auf der Bühne und wird damit alleiniger Rekordspieler des Events. Michael van Gerwen, der 2026 nicht im Madison Square Garden dabei ist, bleibt bei sieben Teilnahmen stehen.
Auf den ersten Blick klingt das wie eine Statistik am Rand. Tatsächlich ist es genau die Art von Zahl, die zeigt, wer ein Turnier nicht nur besucht, sondern mitprägt. Die US Darts Masters sind kein klassisches Ranglistenturnier, sondern ein World-Series-Stopp mit eingeladenen PDC-Stars und nordamerikanischen Vertretern. Das Feld verändert sich jedes Jahr, Namen kommen und gehen. „The Iceman“ ist geblieben.
Genau das macht die Marke interessant. Der Waliser, ist in New York nicht nur ein weiterer großer Name im Feld. Er ist einer der Spieler, die die Geschichte dieses Turniers über Jahre mitgetragen haben. Während van Gerwen in diesem Jahr fehlt und Peter Wright ebenfalls nicht dabei ist, zieht er an der Spitze der Teilnahmen vorbei.
Für die PDC passt diese Geschichte gut zur Bedeutung des US Darts Masters. Das Turnier ist längst mehr als ein Ausflug in einen Wachstumsmarkt. Im Madison Square Garden geht es um Bühne, Sichtbarkeit und die Frage, welche Spieler den US-Markt dauerhaft prägen. Gerwyn Price gehört in genau diese Kategorie. Er ist nicht der glatteste Botschafter der PDC, aber einer ihrer wirkungsvollsten: laut, präsent, emotional und fast immer ein Faktor. Für ein Turnier, das in den USA Aufmerksamkeit erzeugen muss, ist genau das kein Nebengeräusch, sondern ein Wert.
New York ist für Price mehr als nur ein Showtermin
Sportlich hat der erfahrene Spieler bei den US Darts Masters noch eine offene Rechnung. 2024 stand er im Finale, verlor aber nach einem engen Match mit 7:8 gegen Rob Cross. Ein Jahr später gewann Luke Humphries den Titel gegen Nathan Aspinall. Price kommt also nicht als Titelverteidiger nach New York, aber als Spieler, dessen Verbindung zu diesem Turnier länger ist als die der meisten Konkurrenten.
Das aktuelle Feld ist trotzdem stark genug, um die Rekordmarke nicht zu einer Nostalgiegeschichte werden zu lassen. Luke Littler und Titelverteidiger Humphries führen die PDC-Auswahl an, dazu kommen Gian van Veen, Jonny Clayton, Stephen Bunting, James Wade und Josh Rock. Der 40-Jährige steht damit in einem Feld, das sportlich deutlich mehr bietet als eine reine World-Series-Gala.
Auch deshalb ist seine achte Teilnahme mehr als ein Zahlenspiel. Sie zeigt, dass Price über Jahre Teil der globalen PDC-Erzählung geblieben ist. Die US Darts Masters leben vom Kontrast zwischen etablierten Topstars und nordamerikanischen Herausforderern. Für die regionalen Spieler ist es die Chance auf ein Statement gegen Weltklasse-Gegner. Für die PDC-Stars ist es ein Turnier, in dem sie nicht nur gewinnen, sondern auch Wirkung erzeugen müssen.
Eine offizielle Auslosung für die US Darts Masters 2026 steht weiterhin aus. Klar ist aber schon jetzt: Price wird in New York nicht nur als einer von acht PDC-Vertretern antreten. Er kommt als der Spieler mit den meisten Auftritten in der Geschichte dieses Turniers.
Das allein gewinnt noch kein Match. Aber es gibt seinem Start in New York eine zusätzliche Ebene. Während Littler und Humphries die größten Schlagzeilen ziehen, steht der frühere Weltmeister für die Kontinuität des US Darts Masters. „The Iceman“ ist nicht der neue Reiz dieses Turniers. Er ist einer der Gründe, warum es inzwischen eine eigene Geschichte hat.








