Gian van Veen hat den Auftakt der US Darts Masters 2026 souverän gemeistert. Der Niederländer setzte sich in der ersten Runde in New York mit 6:1 gegen Fred Krueger durch und ließ sich auch von der lautstarken Kulisse nicht aus der Ruhe bringen.
Krueger hatte zunächst vieles auf seiner Seite, was zu einem amerikanischen Darts-Abend passt. Der US-Starter lief mit Metallica-Sound auf die Bühne, das Publikum war früh wach und begleitete ihn mit lautstarken „USA, USA“-Rufen. Auch der Niederländer passte sich optisch dem Rahmen an und trat in einem Trikot im Stil der US-Flagge an. Sportlich aber gehörte das Match fast komplett dem Niederländer.
Der 24-Jährige übernahm früh die Kontrolle und zog schnell davon. Nach dem 5:1 war Krueger bereits deutlich unter Druck, wenig später machte Gian van Veen den klaren Sieg perfekt. Der Niederländer spielte dabei nicht spektakulär, aber sehr kontrolliert. Sein 3-Dart-Average lag bei 91,76 Punkten, der US-Profi kam auf 80,97.
Van Veen kontrolliert das Match früh
Der Unterschied lag vor allem in der Konstanz und auf den Doppeln. „The Giant“ nutzte sechs seiner 16 Checkout-Darts und kam damit auf eine Doppelquote von 37,5 Prozent. Krueger traf nur einen von neun Versuchen auf Doppel und blieb bei 11,11 Prozent hängen. Gerade in einem Format über maximal elf Legs ist das zu wenig, um einen Favoriten ernsthaft unter Druck zu setzen.
Auch im Scoring hatte die Nummer 3 der Welt die Nase vorn. Der Niederländer warf eine 180, sechs Aufnahmen von 140 oder mehr Punkten und sieben weitere Scores von 100 oder mehr. Krueger hielt bei den 100+-Aufnahmen zwar mit ebenfalls sieben Treffern dagegen, kam aber nur auf drei 140+-Scores und keine 180.
Der höchste Checkout des Spiels ging ebenfalls an den 24-Jährigen. Mit einem 125er-Finish setzte er ein weiteres Ausrufezeichen und nahm Krueger zusätzlich die Hoffnung auf ein längeres Match. Der US-Amerikaner brachte als höchstes Finish nur 28 Punkte aufs Board.
Für Gian van Veen ist der klare Auftaktsieg ein wichtiger Schritt. Vor dem Turnier hatte er im Gespräch mit Online Darts offen gesagt: „Wenn ich mir manche Partien anschaue, denke ich: Das bin ich überhaupt nicht.“ Genau vor diesem Hintergrund wirkte der Auftritt in New York wie eine passende Antwort. Spektakulär war das 6:1 nicht immer, aber stabil, fokussiert und kontrolliert.
Dem US-Starter blieb am Ende seiner US Darts Masters vor allem der Showfaktor: Walk-on, Heimrufe und Stimmung passten, am Board bekam er gegen „The Giant“ aber kaum Zugriff. Im Viertelfinale wartet nun Jonny Clayton, der sich mit 6:2 gegen Gary Mawson durchgesetzt hatte.










