Luke Littler hat bei den US Darts Masters 2026 in New York das Viertelfinale erreicht, musste gegen David Cameron aber deutlich mehr arbeiten als erwartet. Der Engländer setzte sich in der ersten Runde mit 6:4 durch und verhinderte damit die nächste Überraschung des Abends. Über weite Strecken war es kein dominanter Auftritt, sondern ein Match, in dem der Favorit vor allem auf den Doppeln Probleme bekam.
Der Kanadier hielt die Partie lange offen und nutzte seine Chancen deutlich effizienter. Nach dem 4:4 war das Duell komplett ausgeglichen, zuvor hatte der Kanadier den Weltranglistenersten sogar in eine unangenehme Schlussphase gezwungen. Erst in den letzten beiden Legs zog der Engländer das Tempo wieder an und brachte den Sieg über die Linie.
Doppelquote macht den Auftakt unnötig eng
Statistisch sprach einiges für den Favoriten, aber nicht alles. Der Engländer kam auf einen Drei-Dart-Average von 86,76 Punkten, Cameron lag bei 80,28 Punkten. Auch bei den 180ern hatte der Topgesetzte klare Vorteile: Fünf Maxima standen auf seiner Seite, der Kanadier warf nur eines. Bei den 140er-Aufnahmen lagen beide mit jeweils fünf Treffern gleichauf, bei den Scores von 100 oder mehr hatte Cameron mit 11:10 sogar knapp die Nase vorn.
Der eigentliche Unterschied lag jedoch auf den Doppeln – und dort wurde es aus Sicht des Favoriten unnötig kompliziert. Er verwandelte nur 6 seiner 30 Versuche und kam damit auf eine Checkoutquote von 20 Prozent. Cameron traf dagegen 4 seiner 8 Würfe auf Doppel und lag bei starken 50 Prozent. Genau deshalb blieb das Match bis in die Schlussphase gefährlich.
Auch das höchste Finish des Spiels ging an den Kanadier, der 105 Punkte checkte. Luke Littler blieb in dieser Kategorie bei 40 Punkten, setzte dafür mehr Druck über die hohen Aufnahmen und rettete sich am Ende über die bessere Scoring-Breite.
Für „The Nuke“ war es kein Glanzstück, aber ein bestandener Härtetest zum Auftakt. Im Viertelfinale der US Darts Masters wartet nun Jim Long, der Josh Rock mit 6:4 aus dem Turnier geworfen hatte.










