Tom Sykes: Debütant steht im Viertelfinale der Slovak Darts Open

Tom Sykes wird bei den Slovak Darts Open 2026 immer mehr zur Turnierstory. Der Engländer steht bei seinem European-Tour-Debüt direkt im Viertelfinale und hat in Bratislava bereits drei Siege aneinandergereiht. Nach Niko Springer und Martin Schindler musste auch Cameron Menzies gegen den Debütanten die Segel streichen.

Der „The Castleford Tiger“ setzte sich im Achtelfinale mit 6:4 gegen Menzies durch und zog damit in die Finalsession ein. Der Sieg war nicht ganz so spektakulär wie sein Auftakt gegen Springer, aber vielleicht sogar aussagekräftiger. Der 33-Jährige spielte einen Average von 94,71, warf drei 180er und traf 6 seiner 14 Darts auf Doppel. Menzies kam auf 90,34 Punkte im Schnitt, blieb ohne Maximum und nutzte nur 4 seiner 14 Doppelchancen.

Auch das höchste Finish sprach für Tom Sykes. Der Engländer checkte 104 Punkte, während Menzies bei einem 62er-Checkout blieb. In einem Match, das über weite Strecken eng blieb, waren genau diese Details entscheidend: mehr Druck im Scoring, die höhere Doppelquote und ein dreistelliges Finish im richtigen Moment.

Damit geht eine Geschichte weiter, die schon am Freitagabend Fahrt aufgenommen hatte. Gegen Niko Springer erwischte der European-Tour-Debütant ein Traumstart. Beim 6:2 spielte er einen Average von 103,64, traf 60 Prozent seiner Doppel und setzte mit einem 148er-Finish früh ein Ausrufezeichen. Springer kam selbst auf 96,79 Punkte im Schnitt, fand gegen diesen Auftritt aber kaum Zugriff.

Sykes übersteht auch Schindler und Menzies

Am Samstag folgte der nächste Schritt. Gegen Martin Schindler musste Tom Sykes deutlich mehr kämpfen, setzte sich aber im Decider mit 6:5 durch. Damit nahm er nach Springer auch den zweiten deutschen Starter aus dem Turnier. Der Begriff „Deutschland-Schreck“ lag danach nahe, doch spätestens nach dem Sieg gegen Menzies ist die Geschichte größer als nur eine deutsche Randnotiz.

Sykes hat in Bratislava nicht nur zwei deutsche Spieler geärgert, sondern sich als Debütant bis unter die letzten Acht gespielt. Gegen Menzies war er nicht mehr der Spieler, der mit einem 103er-Average alles überrollt. Er war der Spieler, der ein engeres Match verwaltet, seinen Rhythmus findet und die entscheidenden Legs holt. Genau das macht den Lauf so interessant.

„Ich weiß, dass ich das Spiel habe, um jeden zu schlagen“, sagte der 33-Jährige nach seinem Auftaktsieg laut PDC. Nach dem 6:2 gegen Springer klang das noch wie ein selbstbewusster Satz eines Debütanten. Nach dem Decider-Sieg gegen Schindler und dem 6:4 gegen Menzies wirkt es eher wie eine passende Beschreibung seines Turniers.

In der Abend-Session wartet nun Jermaine Wattimena. Der Niederländer gewann sein Achtelfinale gegen Danny Noppert mit 6:5, obwohl Noppert mit 93,07 den höheren Average spielte. Wattimena kam auf 90,25 Punkte im Schnitt, war auf den Doppeln aber deutlich effizienter: 6 von 13 Versuchen bedeuteten 46,15 Prozent, Noppert traf nur 5 von 17.

Für Sykes ist es die nächste Bewährungsprobe bei einem Debüt, das längst nicht mehr nur unter „schöner Auftakt“ läuft. Der Engländer hat sich in Bratislava in die Finalsession gespielt – und dort ist er inzwischen mehr als nur der Außenseiter mit einer guten Geschichte.

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