Tom Sykes hat am ersten Abend der Slovak Darts Open 2026 das stärkste Ausrufezeichen gesetzt. Der Engländer gewann sein Auftaktmatch gegen Niko Springer mit 6:2 und verhinderte damit das erhoffte deutsche Duell mit Martin Schindler in der zweiten Runde.
Springer spielte über weite Strecken keineswegs schwach. Der Deutsche kam auf einen Average von 96,79 Punkten, warf zwei 180er und traf 2 seiner 5 Darts auf die Doppel. Doch Sykes war in den entscheidenden Momenten schlicht besser. Der Engländer spielte einen starken 103,64er Average, traf 6 seiner 10 Darts auf die Doppel, warf drei 180er und setzte mit einem 148er Finish den auffälligsten Moment der Partie.
Nach dem 2:2 kippte das Match endgültig in Richtung Sykes. Springer blieb im Scoring ordentlich dabei, bekam aber keinen dauerhaften Zugriff mehr auf die Partie. Sykes blieb ruhig, eiskalt und hochkonzentriert, gewann vier Legs in Serie und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Für Springer ist das Turnier damit früh beendet, Schindler trifft am Samstag nun nicht auf seinen Landsmann, sondern auf einen Gegner, der mit einem echten Statement-Auftritt in die zweite Runde kommt.
Long zerlegt Gurney, Razma stoppt van Duijvenbode
Neben Sykes sorgte auch Jim Long für ein dickes Ergebnis. Der Kanadier besiegte Daryl Gurney klar mit 6:1 und ließ dem Nordiren kaum Luft. Long spielte 96,31 Punkte im Schnitt, traf 6 seiner 15 Doppel und setzte Gurney mit konstantem Scoring unter Druck. Besonders auffällig: Long kam auf zehn 140er-Aufnahmen, während Gurney bei 89,33 Average und nur einem gewonnenen Leg deutlich hinterherlief.
Auch Dirk van Duijvenbode musste bereits am ersten Turniertag die Segel streichen. Der Niederländer verlor mit 4:6 gegen Madars Razma. Die Partie war statistisch eng, van Duijvenbode lag mit 89,53 Punkten im Schnitt sogar knapp vor Razma, der auf 88,50 kam. Den Unterschied machten aber die wichtigen Momente. Razma traf 6 seiner 12 Doppel und spielte mit einem 154er Finish das höchste Checkout des Matches.
Rob Cross löste seine Aufgabe gegen Juraj Holub, tat das aber nicht mit einem Gala-Auftritt. Der frühere Weltmeister gewann 6:3, kam jedoch nur auf einen Average von 82,99 Punkten und traf 6 seiner 20 Darts auf die Doppel. Für Cross zählt zunächst das Weiterkommen, doch gegen Gian van Veen wird am Samstag eine deutliche Steigerung nötig sein.
Joe Cullen steht ebenfalls in der zweiten Runde. Gegen Peter Kelemen gewann der Engländer mit 6:3 und überzeugte vor allem über seine Effizienz auf die Doppel. Cullen traf 6 seiner 8 Checkout-Darts und kam auf einen Average von 92,83 Punkten. Kelemen spielte 86,64 im Schnitt, ließ mit 3 Treffern aus 13 Versuchen auf Doppel aber zu viele Chancen liegen.
Kim Huybrechts setzte sich in einem ordentlichen Match mit 6:4 gegen Keane Barry durch. Der Belgier spielte 95,75 Punkte im Schnitt, warf fünf 180er und traf 6 seiner 17 Darts auf die Doppel. Barry hielt mit 86,14 Average und vier gewonnenen Legs dagegen, konnte Huybrechts aber nicht dauerhaft stoppen.
Zum Abschluss des ersten Turniertages gewann Krzysztof Ratajski mit 6:2 gegen Cristo Reyes. Ratajski spielte 94,32 Punkte im Schnitt, warf drei 180er und nutzte 6 seiner 17 Darts auf die Doppel. Reyes kam auf 91,01 Average, blieb mit 2 Treffern aus 14 Versuchen auf Doppel aber zu ineffizient, um den Polen ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Cameron Menzies hatte zuvor Gabriel Varaljay mit 6:1 geschlagen. Das Ergebnis war klarer als das Niveau der Partie: Menzies kam nur auf 78,74 Average, reichte damit aber deutlich gegen Varaljay, der bei 70,70 Punkten im Schnitt und nur einem Checkout aus elf Versuchen hängen blieb.
Damit ist der erste Tag der Slovak Darts Open abgeschlossen. Die Abendsession lieferte keinen deutschen Sieg, aber mehrere klare Geschichten für die zweite Runde: Sykes kommt mit einem starken Auftritt zu Martin Schindler, Cross muss sich gegen van Veen deutlich steigern und mit Long sowie Razma stehen zwei weitere unangenehme Gegner im nächsten Turnierabschnitt, der am Samstag ab ca. 13.00 Uhr beginnt.










