Rob Cross macht das Statement: Halbfinale in Bratislava nach Aspinall-Sieg

Rob Cross steht im Halbfinale der Slovak Darts Open 2026. Der Engländer setzte sich im Viertelfinale mit 6:2 gegen Nathan Aspinall durch und lieferte damit genau die Antwort, die nach seinem knappen Achtelfinal-Sieg gegen Kevin Doets gefragt war.

Vor dem Duell hatte vieles nach einem offenen Match ausgesehen. „Voltage“ war gegen Doets erst im Entscheidungsleg weitergekommen, Aspinall hatte Ryan Searle zuvor mit 6:0 abgefertigt. Im direkten Vergleich drehte sich der Eindruck aber deutlich. Diesmal war es der 35-Jährige, der das Statement setzte.

Der frühere Weltmeister spielte einen starken 102,75-Average und blieb auch auf die Doppel stabil. Sechs seiner elf Versuche fanden ihr Ziel, was einer Checkoutquote von 54,55 Prozent entsprach. Dazu kamen vier 180er und elf Aufnahmen von 100 oder mehr Punkten. Der frühere Weltmeister wirkte über weite Strecken kontrolliert, druckvoll und deutlich sicherer als noch im Achtelfinale.

Aspinall kam zwar selbst auf ordentliche 96,22 Punkte im Schnitt, fand aber zu selten Zugriff auf die entscheidenden Legs. Besonders auf den Doppeln blieb „The Asp“ unter seinem vorherigen Niveau. Nur zwei seiner neun Checkdarts saßen, die Quote lag damit bei 22,22 Prozent. Sein höchstes Finish von 102 war ein starker Moment, reichte aber nicht, um Cross dauerhaft aus dem Rhythmus zu bringen.

Cross steigert sich im richtigen Moment

Für Cross ist der Halbfinaleinzug auch deshalb bemerkenswert, weil er seine Formkurve innerhalb des Turniers klar nach oben gezogen hat. Gegen Doets war es noch ein Sieg im Überlebensmodus, gegen Aspinall wurde daraus ein reifer Auftritt mit klarer Kontrolle.

Nach seinem jüngsten Players-Championship-Titel bestätigt Cross damit seine starke Phase. Der 35-Jährige steht in Bratislava unter den letzten Vier und bleibt auf Kurs Richtung nächster Titelchance. Gerade die Art des Sieges dürfte ihm zusätzlichen Rückenwind geben: nicht durchgezittert, nicht verwaltet, sondern mit Tempo und Stabilität gelöst.

Aspinall dagegen verpasste es, seinen deutlichen Achtelfinal-Erfolg gegen Searle zu bestätigen. Das Scoring war nicht schwach, doch gegen einen Rob Cross mit 102er-Average und stabiler Doppelquote fehlte in den wichtigen Momenten die letzte Schärfe.

Cross trifft im Halbfinale auf den Sieger der Partie zwischen Tom Sykes und Jermaine Wattimena. Damit könnte es später entweder zum Duell mit der großen Überraschung des Turniers oder zum nächsten englisch-niederländischen Prüfstein kommen.

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