Premier League Darts: Price entschuldigt sich bei Littler nach Big-Fish-Jubel

Gerwyn Price hat sich im Premier-League-Halbfinale gegen Luke Littler noch auf der Bühne entschuldigt. Nach einem 170er-Finish feierte der Waliser mit einer Angel-Geste in Richtung Publikum – offenbar zu nah an Littlers Wurfbereich. Der Teenager-Star reagierte sichtbar verärgert, kurz darauf griff Referee Huw Ware ein.

Die Szene ereignete sich in einem ohnehin hoch emotionalen Halbfinale in der Londoner O2 Arena. Littler führte bereits mit 9:4, doch Price kämpfte sich mit fünf Legs in Folge zurück und erzwang tatsächlich noch den Decider. Der 170er-Checkout war dabei der lauteste Moment seiner Aufholjagd – sportlich stark, in der Ausführung des Jubels aber grenzwertig.

Price entschuldigt sich nach Referee-Hinweis

Littler sprach nach der Szene mit Referee Huw Ware, als er seine Darts aus dem Board holte. Kurz darauf ging Ware zu Price und machte dem Waliser offenbar deutlich, dass der Jubel während des laufenden Spiels so nicht in Ordnung war. Price reagierte sofort. Der frühere Weltmeister ging zu Littler, entschuldigte sich und umarmte seinen Gegner vor Beginn des nächsten Legs. Damit war die Situation auf der Bühne schnell bereinigt. Aus einem möglichen Eklat wurde ein kurzer Moment, der zeigte, wie schmal die Grenze zwischen Show, Emotion und Störung im modernen Darts geworden ist.

Littler erklärte anschließend, Price habe zu Beginn seinen Rhythmus verändert und etwas langsamer geworfen. Er habe sich im ersten Leg erst daran gewöhnen müssen, umso wichtiger sei die 6:4-Führung zur Pause gewesen. Danach schien der Weltmeister die Partie eigentlich unter Kontrolle zu haben. „Danach bin ich stark rausgekommen, aber das war ein großes Loch, aus dem er sich erst einmal herauskämpfen musste“, sagte Littler über Prices Comeback.

Price hadert nach dramatischem Halbfinale

Sportlich blieb Littler trotz der Unterbrechung stabil genug. Der Weltmeister rettete sich nach Prices Comeback in den Decider und gewann das Halbfinale mit 10:9. Damit zog er zum dritten Mal nacheinander in ein großes Finale ein.

Littler blickte nach dem Sieg bereits auf das Endspiel voraus. Das Adrenalin sei nach dem Halbfinale weg gewesen, sagte er. Für das Finale brauche er wieder etwas mehr davon. Außerdem habe er sich vorgenommen, wie bei den Weltmeisterschaften zum dritten Mal in Folge ein Finale zu erreichen. Nach dem Sieg gegen Price habe es sich für ihn so angefühlt, als könne er den Titel nur noch selbst verlieren.

Price zeigte sich nach dem dramatischen Halbfinal-Aus enttäuscht, aber gefasst. Auf Instagram schrieb der Waliser: „Nun gut, weiter geht’s. Nicht scharf genug, als es darauf ankam.“ Die Premier League sei für ihn eine harte und lange Saison gewesen, die er dennoch jede Minute genossen habe. Außerdem bedankte er sich bei den Fans für Respekt und Unterstützung während der gesamten Spielzeit. Nach einer Woche Pause wolle er wieder angreifen.

Littler krönt den Abend mit dem Titel

Für Price blieb ein Halbfinale zwischen starker Aufholjagd, kurzer Bühnen-Entschuldigung und verpasster Finalchance. Littler dagegen überstand erst den emotionalen Moment gegen den Waliser – und gewann später auch das Finale gegen Luke Humphries. Auch das Endspiel ging über die volle Distanz. Littler setzte sich am Ende mit 11:10 durch und holte sich den Premier-League-Titel zurück.

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