Drei deutsche Spieler haben bei Players Championship 22 die erste Runde überstanden. Martin Schindler, Niko Springer und Gabriel Clemens stehen in Wigan in der nächsten Runde. Für Max Hopp, Kai Gotthardt und Ricardo Pietreczko war dagegen früh Schluss – teils nach engen Spielen, teils mit bitterem Blick auf die Zahlen.
Schindler löste seine Aufgabe gegen Cor Dekker mit 6:3. Der Deutsche spielte dabei keinen spektakulären, aber einen kontrollierten Auftritt. Für „The Wall“ ist genau das in dieser Phase wichtig: Nach dem World Cup und mit Blick auf die kommenden Ranglistenwochen zählt auf dem Floor vor allem, weiter Preisgeld zu sammeln und nicht früh hängen zu bleiben.
Auch Niko Springer ist weiter. Der Mainzer setzte sich mit 6:3 gegen Harry Ward durch und bleibt damit im Turnier. Gerade für Springer sind solche Siege wertvoll, weil jeder Erfolg auf dem Floor nicht nur für den Tag zählt, sondern auch die eigene Position in den relevanten Ranglisten stabilisiert.
Den klarsten deutschen Sieg holte Gabriel Clemens. Der „German Giant“ gewann gegen Marvin Kraft mit 6:1 und überzeugte dabei mit einem soliden 93er-Average. Besonders in den ersten neun Darts lag Clemens stabil knapp unter der 100er-Marke. Der Saarländer ließ Kraft kaum ins Spiel kommen und brachte seinen Auftakt souverän über die Linie.
Frühe Dämpfer für deutsche Spieler
Für Max Hopp endete das Turnier dagegen früh. Der „Maximiser“ verlor mit 4:6 gegen Rob Owen. Hopp spielte mit einem Average knapp über 92 ordentlich, Owen lag aber etwas höher und war in den entscheidenden Momenten effektiver. Besonders auf die Doppel hatte der Waliser die besseren Antworten: Owen checkte über 40 Prozent seiner Möglichkeiten, Hopp blieb bei rund 35 Prozent.
Bitter war auch das Aus von Kai Gotthardt. Nach seinem starken Auftritt bei Players Championship 21 musste er sich Krzysztof Ratajski mit 5:6 geschlagen geben. Gotthardt spielte knapp 98 Punkte im Schnitt, blieb am Ende aber ohne Ertrag. Genau solche Niederlagen tun auf dem Floor doppelt weh: Die Leistung stimmt, das Preisgeld bleibt trotzdem liegen.
Ricardo Pietreczko erwischte ebenfalls einen Decider-Dämpfer. Gegen Thibault Tricole verlor „Pikachu“ mit 5:6. Lukas Wenig musste sich Tytus Kanik mit 3:6 geschlagen geben. Für Wenig ist das auch mit Blick auf die Players Championship Order of Merit ärgerlich, weil er dort im Rennen um die Finals weiter jeden Sieg gebrauchen kann.
Weitere deutsche Niederlagen kassierten Leon Weber, Dominik Grüllich, Pascal Rupprecht und Arno Merk. Weber verlor gegen Connor Scutt mit 1:6, Grüllich unterlag Dave Chisnall mit 2:6, Rupprecht musste sich Stephen Burton mit 2:6 geschlagen geben. Merk verlor gegen Ryan Joyce mit 4:6.
International gab es ebenfalls einige frühe Ausrufezeichen. Gerwyn Price bezwang Raymond van Barneveld mit 6:3 und spielte dabei einen Average von über 102 Punkten. Wessel Nijman setzte seine starke Floor-Phase mit einem 6:2 gegen Pero Ljubic fort. Beau Greaves unterlag Ritchie Edhouse deutlich mit 1:6, auch William O’Connor schied nach einem 1:6 gegen Cristo Reyes früh aus.
Damit bleibt der deutsche Blick bei Players Championship 22 vorerst auf Schindler, Springer und Clemens gerichtet. Für alle drei geht es nun darum, aus einem gelungenen Auftakt mehr zu machen. Auf dem Floor kann ein einzelner zusätzlicher Sieg schnell den Unterschied machen – sportlich, aber auch in der Rangliste.










