Luke Littler gewinnt Premier League nach Decider-Drama gegen Humphries

Luke Littler hat die Premier League Darts 2026 gewonnen. Der 19-Jährige setzte sich im Finale der Finals Night im Londoner O2 nach einem hochklassigen Drama mit 11:10 gegen Titelverteidiger Luke Humphries durch. Damit endete ein völlig verrückter Abend mit dem dritten Decider im dritten K.o.-Match.

Schon die Halbfinals hatten kaum mehr Spannung zulassen können. Luke Littler hatte Gerwyn Price nach einer beinahe verspielten 9:4-Führung mit 10:9 geschlagen. Humphries rettete sich anschließend gegen Jonny Clayton ebenfalls mit 10:9 ins Finale, obwohl er zwischenzeitlich eine 6:2-Führung aus der Hand gegeben hatte. Das Endspiel passte perfekt in diesen Abend.

Humphries glänzt mit Highfinishes

Zu Beginn des Finals hatte Humphries die besseren Antworten in den entscheidenden Momenten. Der Titelverteidiger führte nach zehn Legs mit 6:4 und zeigte dabei vor allem seine Klasse auf die großen Checks. Drei Finishes über 100 Punkte, darunter ein 134er-Checkout, brachten ihn früh in eine starke Position.

Littler hielt trotzdem mit brutaler Power dagegen. Während Humphries über Kontrolle, hohe Konstanz und seine Finishes kam, setzte Littler vor allem über die 180er Druck. Schon zur Mitte des Finals war klar: Humphries hatte die eleganteren Checks, Littler aber die größere Scoring-Wucht.

Littler dreht über 180er-Power auf

In der zweiten Hälfte des Finals kippte das Match immer stärker in Littlers Richtung. Der Weltmeister zog das Tempo an und setzte Humphries mit jeder Aufnahme stärker unter Druck. Am Ende stand Littler bei einem Average von 111,67 Punkten, Humphries kam auf 105,60. Beide spielten damit ein Finale auf absolutem Weltklasse-Niveau.

Der deutlichste Unterschied lag bei den Maximums. Littler warf zwölf 180er, Humphries kam auf fünf. Bei den 140+-Aufnahmen lagen beide mit jeweils 16 gleichauf, bei den 100+-Scores hatte Humphries mit 29 gegenüber 24 sogar leicht die Nase vorn. Doch Littlers 180er-Power gab dem Finale in der Schlussphase die entscheidende Richtung.

Auf Doppel blieb Humphries eigentlich effizienter. Der Titelverteidiger traf zehn seiner 21 Versuche und kam auf 47,62 Prozent. Littler verwandelte elf von 25 Darts auf Doppel und lag bei 44 Prozent. Doch im Decider war genau dieser eine Treffer mehr entscheidend.

Drei Decider machen den O2-Abend historisch

Beim Stand von 10:10 musste schließlich auch das Finale in den Decider. Nach zwei Halbfinal-Krimis bekam die Finals Night damit den maximalen Showdown. Luke Littler behielt im letzten Leg die Nerven, stoppte Humphries’ Titelverteidigung und holte sich die Premier-League-Krone zurück.

Für Humphries blieb nach drei Highfinishes, starken Checks und einer über weite Strecken kontrollierten Leistung nur die bittere Niederlage im letzten Leg. Littler dagegen krönte einen Abend, an dem er zweimal durch den Decider musste: erst gegen Price, dann gegen Humphries.

Die Premier League Finals Night lieferte damit genau das Finale, das viele erwartet hatten – aber auf einem Weg, den niemand planen konnte. Littler gegen Humphries war das logische Endspiel. Dass es nach zwei 10:9-Halbfinals auch im Finale bis zum 11:10 ging, machte diesen Abend im O2 endgültig zu einem der dramatischsten Premier-League-Abende der jüngeren Darts-Geschichte.

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