Killer im Darts erklärt: So funktioniert das bekannte Spiel

Killer ist ein bekanntes Dartspiel für mehrere Spieler. Es wird oft im Training, in Kneipen oder in lockeren Gruppen gespielt, weil es schnell erklärt ist und trotzdem Spannung erzeugt.

Anders als bei 501 geht es nicht darum, einen Punktestand auf null zu bringen. Jeder Spieler bekommt eine eigene Zahl auf dem Dartboard. Wer seine Zielzahl trifft und den Killer-Status erreicht, darf anschließend auf die Zielzahlen der anderen Spieler werfen. Ziel des Spiels ist es, möglichst lange in der Runde zu bleiben.

Was ist Killer im Darts?

Bei Killer bekommt jeder Spieler eine eigene Zahl. Diese Zahl wird häufig vor dem Spiel ausgeworfen, zum Beispiel mit einem Dart auf das Board. Trifft ein Spieler die 14, ist die 14 seine Zielzahl. Doppelte Zahlen sollten dabei vermieden werden, damit jeder Spieler ein eigenes Feld hat.

Zu Beginn erhält jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Markern oder Leben. Häufig sind es drei. Je nach Gruppe können es aber auch mehr oder weniger sein. Danach versucht jeder Spieler zunächst, seine eigene Zahl zu treffen und dadurch den Killer-Status freizuschalten.

In vielen Varianten muss dafür die eigene Doppelzahl getroffen werden. Wer also die 14 als Zielzahl hat, muss die Doppel 14 treffen. Erst danach darf dieser Spieler auf die Zielzahlen der anderen Spieler werfen.

Ablauf einer Runde

Der Ablauf ist einfach: Zuerst werden die Zahlen verteilt, danach werden die Marker oder Leben notiert. Jeder Spieler versucht nun, den besonderen Status zu erreichen. Sobald das gelungen ist, zielt er nicht mehr auf seine eigene Zahl, sondern auf die Felder der anderen Spieler.

Trifft ein Spieler mit Killer-Status die Zahl eines Mitspielers, gibt dieser Mitspieler einen Marker ab. Sind alle Marker aufgebraucht, ist der Spieler aus der Runde. Gewonnen hat, wer als letzter Spieler noch aktiv ist.

Ein Beispiel: Vier Spieler haben die Zahlen 4, 9, 14 und 18. Jeder startet mit drei Markern. Spieler A hat die 14 und trifft die Doppel 14. Damit ist er freigeschaltet und kann ab jetzt auf die Zahlen der anderen Spieler werfen. Trifft er zum Beispiel die 9 von Spieler B, gibt Spieler B einen Marker ab.

Je nach Variante zählt nur das Doppel des Mitspielers, oder auch Single und Triple werden unterschiedlich gewertet. Deshalb sollte vor dem Start immer kurz festgelegt werden, welche Regeln gelten.

Welche Varianten gibt es?

Killer wird nicht überall gleich gespielt. Genau das macht den Begriff wichtig: Es gibt keine einzige festgeschriebene Profiregel, sondern mehrere verbreitete Varianten.

In einer einfachen Version zählt jeder Treffer auf die Zahl eines Mitspielers als ein abgegebener Marker. In einer strengeren Version müssen die Doppel der Mitspieler getroffen werden. Manche Gruppen werten Single, Doppel und Triple unterschiedlich: Single zählt einfach, Doppel doppelt, Triple dreifach.

Es gibt auch Varianten, in denen ein Spieler wieder Marker sammeln kann, indem er seine eigene Zahl trifft. Andere Gruppen erlauben das nicht. Wieder andere spielen mit Blind Killer: Dabei werden die Zahlen verdeckt vergeben, sodass die Spieler zunächst nicht sicher wissen, wem welche Zahl gehört.

Wichtig ist deshalb nicht, welche Variante „die einzig richtige“ ist. Wichtig ist, dass vor dem ersten Wurf klar ist, wie viele Marker jeder Spieler hat, wie man den Killer-Status erreicht und welche Treffer zählen.

Training und Zielfelder

Das Spiel ist besonders gut für Gruppen geeignet. Es bringt mehr Abwechslung als normales 501 und zwingt Spieler dazu, verschiedene Felder auf dem Board gezielt anzuspielen. Wer immer nur auf die 20 wirft, kommt hier nicht weit.

Außerdem entstehen schnell Drucksituationen. Wer nur noch einen Marker hat, muss genauer werfen. Wer den besonderen Status bereits erreicht hat, kann die Runde aktiv gestalten. Dadurch bleibt das Spiel spannend, auch wenn die Spieler unterschiedliche Leistungsniveaus haben.

Für Anfänger ist Killer leicht verständlich, weil es kein kompliziertes Rechnen braucht. Für erfahrenere Spieler wird es interessanter, wenn Doppel oder Triple stärker gewichtet werden. Dann wird aus einem lockeren Gruppenspiel schnell ein gutes Präzisionstraining.

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