Zwei Überraschungssieger dürfen sich auf ihr Grand-Slam-Debüt freuen: Henry Coates und Charlie Manby haben 2026 jeweils ihren ersten PDC-Ranglistentitel gewonnen und sich inzwischen auch für den Grand Slam of Darts qualifiziert. Während Coates nach seinem Erfolg im Juli monatelang auf Gewissheit warten musste, machte Manby die Teilnahme erst am Mittwoch mit seinem Turniersieg endgültig klar. Damit nimmt das Teilnehmerfeld des Majors weiter Gestalt an. Vom 14. bis 22. November wird in Wolverhampton gespielt – erstmals mit 48 statt 32 Teilnehmern.
Für Coates war der Juli ein sportlicher Durchbruch. Der 20-Jährige gewann Players Championship 25, obwohl er keine PDC Tour Card besitzt. Doch sein Turniersieg garantierte ihm zunächst keinen Start beim Grand Slam of Darts. Weil sich die verbliebenen Plätze unter anderem nach der Zahl der ProTour-Titel und der Weltranglistenposition richten, musste Coates weitere Ergebnisse abwarten. Er war der am niedrigsten eingestufte ProTour-Sieger im Rennen um die noch verfügbaren Tickets.
Die Entscheidung brachte die European Championship am vergangenen Sonntag. Ross Smith erreichte das Finale in Dortmund, hatte seinen Platz aber bereits als Gewinner der World Series of Darts Finals sicher. Dadurch war auch die Teilnahme von Coates rechnerisch bestätigt. Für den Engländer bedeutet das den ersten Auftritt bei diesem Major. Ebenfalls durch seinen EM-Finaleinzug qualifizierte sich Martin Schindler, der Smith im Endspiel mit 8:11 unterlag.
Wesentlich direkter verlief der Weg für Manby. Der 21-Jährige gewann am Mittwoch Players Championship 31 in Den Bosch und schlug Maik Kuivenhoven im Finale klar mit 8:2. Schon im Halbfinale hatte sich der Engländer mit 7:5 gegen Beau Greaves durchgesetzt. Sein bislang bestes Ergebnis bei einem PDC-Ranglistenturnier war ein Viertelfinale gewesen. Mit dem Titel stand auch sein Startplatz in Wolverhampton fest.
„Es ist absolut unglaublich. Mir fehlen wirklich die Worte“, sagte Manby nach seinem Erfolg, wie Sky Sports berichtet. Besonders erleichtert war er, weil er zuvor die Qualifikationschance über die World Youth Championship verpasst hatte. Nun hat er den Sprung zum Grand Slam of Darts auf der ProTour geschafft.
Mehr Teilnehmer, neue Gruppen – so läuft der Grand Slam
Die PDC verändert 2026 nicht nur die Größe des Feldes, sondern auch den Ablauf. Statt acht Vierergruppen gibt es beim Grand Slam of Darts künftig 16 Dreiergruppen. Jeder Spieler bestreitet zwei Gruppenspiele; ausschließlich der Gruppensieger erreicht das Achtelfinale. Im bisherigen Format kamen die beiden Besten jeder Vierergruppe weiter. Damit bekommt schon die Auftaktphase ein anderes Gewicht.
Auch das Preisgeld steigt deutlich: Insgesamt wird eine Million Pfund ausgeschüttet statt bisher 650.000 Pfund. Der Sieger erhält 200.000 Pfund. Titelverteidiger ist Luke Littler, der 2025 im Finale Luke Humphries bezwang. Zu den bereits qualifizierten Spielern zählen außerdem Michael van Gerwen, Gerwyn Price und der Deutsche Gabriel Clemens.
Vollständig ist das Teilnehmerfeld allerdings noch nicht. Bei den letzten beiden Players-Championship-Turnieren am 4. und 5. November können weitere Qualifikationsentscheidungen fallen. Am 6. November folgt in Leicester der Tour Card Holder Qualifier, bei dem mindestens acht zusätzliche Startplätze vergeben werden. Erst danach steht endgültig fest, welche 48 Spieler in Wolverhampton antreten werden. Während Coates und Manby ihre Tickets bereits sicher haben, geht es für zahlreiche andere Profis in den kommenden Tagen um die letzten Chancen auf eine Teilnahme.





