Eleanor Cairns gewinnt Women’s Series 16 nach Greaves-Aus

Eleanor Cairns hat Event 16 der PDC Women’s Series gewonnen und einen dieser seltenen Tage perfekt genutzt, an denen das Feld plötzlich offen war. Die Engländerin setzte sich im Finale mit 5:4 gegen Angela Kirkwood durch – an einem Turniertag, der schon in den Top 32 seine Richtung änderte.

Dort kassierte Beau Greaves einen seltenen Rückschlag. Die dominierende Spielerin der Serie verlor mit 3:4 gegen Kirkwood – trotz eines 81,00-Averages. Kirkwood lag mit 76,74 Punkten im Schnitt darunter, traf aber die wichtigeren Darts und riss dem Turnier damit die Favoritinnen-Tür auf.

Für Event 16 war dieses Ergebnis der Wendepunkt. Normalerweise ist Greaves in der Women’s Series fast automatisch die zentrale Titelkandidatin. Diesmal war der Weg nach ihrem Aus plötzlich offen. Kirkwood nutzte diese Chance zunächst konsequent und spielte sich bis ins Finale.

Kirkwood machte aus dem Coup gegen Greaves keinen Einzelmoment, sondern einen echten Finalrun. In den Top 16 schlug die Schottin Lauryn Salter mit 4:0, im Viertelfinale setzte sie sich mit 5:3 gegen Fallon Sherrock durch. Auch im Halbfinale blieb Kirkwood stabil und gewann 5:2 gegen Emma Martin.

Cairns bleibt im Finale knapp vorne

Cairns kam über die andere Turnierhälfte ins Endspiel. In den Top 32 gewann sie mit 4:0 gegen Debbie Dexter, später folgte unter anderem ein 5:3 gegen Steph Clarke im Viertelfinale. Im Halbfinale setzte sie sich mit 5:2 gegen Vicky Pruim durch und zog damit ins Finale ein.

Dort entwickelte sich das enge Duell, das zur Dramaturgie des Turniers passte. Cairns gewann 5:4 gegen Kirkwood und spielte mit 79,67 Average auch statistisch leicht stärker als ihre Gegnerin, die auf 76,38 Punkte im Schnitt kam. Nach dem frühen Aus von Greaves nutzte Cairns damit die seltene Gelegenheit am konsequentesten.

Für Kirkwood bleibt der Finaleinzug trotzdem bemerkenswert. Wer Greaves trotz deren höherem Average schlägt, danach Sherrock aus dem Turnier nimmt und das Finale erreicht, hat mehr geliefert als nur einen einzelnen Überraschungssieg. Am Ende fehlte nur ein Leg zum Titel.

Der Titel hat für Cairns auch über Event 16 hinaus Gewicht. Im Women’s World Matchplay Race kletterte sie mit dem Turniersieg auf £4.800 und rückte damit näher an das erweiterte Verfolgerfeld heran. Kirkwood verbesserte sich durch den Finaleinzug ebenfalls und steht nun bei £5.050. Für die direkte Qualifikation reichte es zwar nicht mehr, doch beide machten in Wigan wichtigen Boden gut.

Die Top 8 qualifizieren sich für das Women’s World Matchplay. Nach Event 16 liegt Greaves trotz ihres frühen Aus klar vorne, dahinter folgen Lisa Ashton, Fallon Sherrock, Gemma Hayter, Vicky Pruim, Deta Hedman, Rhian O’Sullivan und Kirsi Viinikainen. Viinikainen hält den letzten Matchplay-Platz mit £6.150.

Für die Women’s Series ist Event 16 damit ein starkes Signal. Greaves bleibt die prägende Spielerin der Saison, doch der Turnierverlauf zeigte, wie schnell sich ein Feld öffnen kann, wenn die Topfavoritin früh fällt. Cairns nutzte genau diesen Moment – und veredelte ihren Lauf mit einem Titel, der auch im Matchplay-Race hängen bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert