Tyler Thorpe hat in der Nachmittagssession der Slovak Darts Open 2026 das erste klare Ausrufezeichen gesetzt. Der Engländer besiegte Karel Sedlacek mit 6:2 und überzeugte dabei mit einem starken 103,30 Average. Thorpe traf vier 180er, lag auch im Scoring klar vor seinem Gegner und nutzte sechs seiner 14 Darts auf Doppel.
Sedlacek spielte mit 93,74 Average keineswegs schwach, kam aber kaum dauerhaft in die Partie. Der Tscheche hatte nur zwei Checkouts aus neun Versuchen und konnte Thorpes Tempo nicht entscheidend bremsen. Für Thorpe war es ein Auftakt, der deutlich mehr war als ein normales Weiterkommen: Der 23-Jährige setzte direkt eine Marke für den restlichen Turniertag.
Auch Kevin Doets legte wenig später stark nach. Der Niederländer gewann mit 6:3 gegen Owen Bates und kam dabei auf einen 102,49 Average. Bates hielt mit 90,94 Average, zwei 180ern und einem 121er High Finish ordentlich dagegen, doch Doets war über weite Strecken der stabilere Spieler. Besonders auf den Doppeln blieb der Niederländer mit sechs Treffern aus 13 Versuchen effizient.
King wirft sechs 180er und scheidet trotzdem aus
Einen ganz anderen Verlauf nahm das Duell zwischen Andrew Gilding und Mervyn King. King warf sechs 180er und hatte damit die klar auffälligere Scoring-Zahl auf seiner Seite. Zum Sieg reichte das aber nicht. Gilding gewann mit 6:4, weil er die entscheidenden Momente besser löste.
Der frühere UK-Open-Champion spielte einen 91,50 Average, King kam auf 90,51. Der Unterschied lag vor allem auf den Doppeln: Gilding nutzte sechs seiner 14 Checkout-Darts, King traf nur viermal bei 15 Versuchen. Damit endete Kings Rückkehr auf die European-Tour-Bühne trotz starker 180er-Ausbeute bereits in der ersten Runde.
Zum Abschluss der Nachmittagssession musste Dave Chisnall deutlich mehr arbeiten als erwartet. Der Engländer gewann gegen Adrian Dudek mit 6:5, machte aus einer zwischenzeitlich komfortablen Ausgangslage aber ein echtes Nervenspiel. Chisnall führte bereits mit 4:1, verlor danach jedoch komplett den Rhythmus.
Dudek kämpfte sich zurück, stellte auf 5:4 und setzte mit einem 150er Checkout den spektakulärsten Moment der Partie. Chisnall rettete sich dennoch in den Decider und zog den Kopf noch einmal aus der Schlinge. Mit 88,85 Average blieb der Engländer klar unter den Qualitätsmarken von Thorpe und Doets, hatte am Ende aber genug Timing, um das Match noch zu gewinnen.
Benjamin Pratnemer hatte zuvor das engste frühe Spiel der Session für sich entschieden. Der Slowene gewann mit 6:5 gegen Justin Hood, obwohl die Averages mit 84,62 zu 84,57 nahezu identisch waren. Pratnemer war auf den Doppeln etwas stabiler und nutzte sechs seiner 15 Checkout-Darts.
William O’Connor setzte sich mit 6:3 gegen Jeffrey de Graaf durch. Der Ire spielte einen 90,36 Average und nutzte sechs seiner 18 Darts auf Doppel. De Graaf kam auf 88,91 Average, blieb aber in den entscheidenden Phasen nicht konsequent genug.
Ryan Joyce gewann ebenfalls mit 6:3 gegen Johan Engström. Dabei lag Engström mit 89,00 Average sogar knapp vor Joyce, der auf 88,49 kam. Der Engländer entschied das Match aber über Timing und Doppelstärke für sich. Niels Zonneveld feierte zudem einen klaren 6:1-Erfolg gegen Jan Sliacky, ohne dabei spielerisch an die besten Leistungen der Session heranzukommen.
Die klarsten sportlichen Signale kamen damit von Thorpe und Doets. Chisnall dagegen steht zwar ebenfalls in der nächsten Runde, nahm aus seinem Auftakt aber eher ein Warnsignal mit als ein Statement. Weiter geht es bei den Slovak Darts Open 2026 am Abend gegen 19 Uhr. Dann steigt die Abendsession in Bratislava, in der weitere Erstrundenpartien auf dem Programm stehen und die nächsten Gegner für die gesetzten Spieler gesucht werden.










