Nach dem World Cup of Darts geht es für viele PDC-Profis ohne lange Pause zurück auf den Floor. In Wigan stehen am Dienstag und Mittwoch mit Players Championship 21 und 22 die nächsten beiden ProTour-Turniere auf dem Programm. Die PDC hat das Teilnehmerfeld für den Doppelpack bestätigt. Einige prominente Namen fehlen, andere Topspieler kehren direkt in den Einzelmodus zurück. Damit wird Wigan zur ersten Standortbestimmung nach dem Team-Wochenende in Frankfurt.
Auch aus deutscher Sicht lohnt sich der Blick auf Players Championship 21 und 22. Nach dem World-Cup-Auftritt von Martin Schindler und Ricardo Pietreczko geht es nun wieder um Preisgeld, Ranglistenpunkte und wichtige Schritte in Richtung Players Championship Finals.
Termine: 16. und 17. Juni 2026
Ort: Robin Park Tennis Centre, Wigan
Teilnehmer: 128 Spieler pro Event
Preisgeld: £150.000 pro Turnier, £15.000 für den Sieger
Wertung: zählt für PDC Order of Merit, Pro Tour Order of Merit und Players Championship Order of Merit
Einige Topnamen fehlen in Wigan
Der Reiz der beiden Players-Championship-Turniere liegt nicht nur im Teilnehmerfeld, sondern auch im Zeitpunkt. Direkt nach dem World Cup müssen die Profis wieder vom Teammodus in den Floor-Rhythmus wechseln. Keine Nationenteams, keine große TV-Bühne, kein Publikum im Rücken – stattdessen kurze Wege, viele Boards und ein voller Turniertag.
Einige prominente Namen fehlen diesmal in Wigan. Luke Littler, Nathan Aspinall und Gary Anderson stehen nicht im Teilnehmerfeld. Dafür sind mit Luke Humphries (nur PC21), Michael van Gerwen und Gerwyn Price mehrere Topspieler gemeldet. Gerade Humphries und van Gerwen kommen aus einer intensiven World-Cup-Woche, in der sie mit England und den Niederlanden bis ins Finale gingen.
Players Championship 21 und 22 werden damit auch zum kleinen Belastungstest. Wer in Frankfurt lange im Teammodus unterwegs war, muss sofort wieder allein liefern. Auf dem Floor gibt es keine längeren Geschichten, keine großen Einlaufmomente und keine Nationenstimmung. Es zählt nur, wer über viele kurze Matches hinweg stabil bleibt.
Das Preisgeld ist dabei mehr als Tageslohn. Pro Event werden £150.000 ausgespielt, der Sieger erhält £15.000. Der Finalist bekommt £10.000, die Halbfinalisten jeweils £5.000. Jeder gewonnene Betrag kann in mehreren Ranglisten wichtig werden – von der PDC Order of Merit über die Pro Tour Order of Merit bis zur Players Championship Order of Merit.
Deutsche Spieler zurück im Floor-Alltag
Für die deutschen Spieler wird Wigan ebenfalls ein wichtiger Prüfstein. Schindler kommt mit einem Viertelfinale beim World Cup im Rücken zurück auf die Pro Tour, Pietreczko ebenfalls nach einer emotionalen Woche in Frankfurt. Beide müssen nun wieder in den Einzelmodus finden, in dem jeder Fehler sofort auf die eigene Rechnung geht.
Dazu richtet sich der Blick auf weitere deutsche Tour-Card-Spieler, die auf dem Floor dringend Preisgeld sammeln wollen. Gerade bei den Players Championships können einzelne gute Tage viel verändern. Ein Lauf ins Viertel- oder Halbfinale bringt nicht nur Geld, sondern auch Selbstvertrauen und Bewegung in den Ranglisten.
Genau diese Mischung macht den Wigan-Doppelpack interessant. Einige Topstars fehlen, andere sind direkt wieder dabei, und für viele Spieler im Mittelfeld zählt jeder Sieg. Nach dem World Cup beginnt damit der nächste Abschnitt der PDC-Saison: Frankfurt war Bühne, Teamdruck und Nationenvergleich. Wigan ist wieder Floor-Alltag.










