Nathan Aspinall steht im Achtelfinale der Slovak Darts Open 2026 – aber ganz so glatt, wie es zwischenzeitlich aussah, wurde der Abend für „The Asp“ dann doch nicht. Der Engländer setzte sich in Bratislava mit 6:4 gegen Jim Long durch, musste nach einer 5:2-Führung aber noch einmal zittern. Long kam auf 5:4 heran, ehe Aspinall den Einzug in den Finaltag perfekt machte.
Damit setzte der frühere UK-Open-Champion auch sportlich den nächsten Haken hinter eine auffällige Woche. Vor dem Turnier hatte der 34-Jährige abseits des Boards für Gesprächsstoff gesorgt: erst Ibiza, dann ein neues Lächeln, nun zurück ans Oche. Die schöne Randgeschichte bekam in Bratislava am Samstagabend den passenden sportlichen Anschluss – auch wenn Aspinall den Weg ins Achtelfinale unnötig spannend machte.
Aspinall führt klar – und muss Long doch noch einmal abwehren
Sportlich war der Sieg verdient. Aspinall spielte einen Average von 90,99 Punkten, warf zwei 180er und traf sechs seiner 16 Doppel. Long kam auf 87,06 Punkte im Schnitt, eine 180 und eine ordentliche Checkoutquote von 40 Prozent. Der Kanadier war damit keineswegs ein dankbarer Auftaktgegner, sondern blieb lange genug im Match, um Aspinall nach dessen klarer Führung noch einmal unter Druck zu setzen.
Besonders wichtig war für den 34-Jährigen, dass er die Partie nicht komplett kippen ließ. Nach dem 5:2 sah vieles nach einem kontrollierten Arbeitssieg aus, doch Long verkürzte Leg für Leg und brachte noch einmal Spannung in die Halle. Genau in solchen Momenten entscheidet sich, ob ein gesetzter Spieler nur gut in ein Match startet oder es auch sauber beendet. „The Asp“ fand am Ende rechtzeitig die Antwort.
Auch die Finishes passten zum Abend. Der Engländer hatte mit einem 130er-Checkout das höchste Finish der Partie, Long kam auf 81 Punkte. Der Engländer war nicht durchgehend dominant, aber in den entscheidenden Momenten stabil genug. Das reichte, um den ersten Schritt in Bratislava zu machen und das Achtelfinale zu erreichen.
Für Aspinall geht es damit am Sonntag im Achtelfinale weiter. Der Abend hatte erst die passende Nebenstory, dann doch noch sportliche Spannung: Nach Ibiza, neuem Lächeln und klarer Führung musste „The Asp“ gegen Jim Long noch einmal arbeiten. Am Ende steht aber der Sieg – und die Chance, aus einem wackligen Start in Bratislava am Finaltag noch deutlich mehr zu machen.










