MODUS Super Series: Self stürmt nach 9-Darter ins Champions-Week-Finale

Erst der 9-Darter, dann der Gruppensieg: Archie Self hat bei der Champions Week der MODUS Super Series 15 am Mittwoch, 28. Oktober 2026, gleich doppelt für Aufsehen gesorgt. Der 16-jährige Engländer beendete die Gruppe A mit 13 Siegen aus 15 Partien und qualifizierte sich als Tabellenführer direkt für die Samstags-Finalrunde am 31. Oktober. Mit 26 Punkten, einer Legdifferenz von +28 und einem Drei-Dart-Average von 99,77 setzte er ein deutliches Ausrufezeichen.

Seinen spektakulärsten Moment erlebte der Nachwuchsspieler im Duell mit Danny Ayres. Gleich im ersten Leg gelang Self ein perfektes Leg in neun Darts: Auf zweimal 180 folgte ein 141er-Finish über Triple 20, Triple 19 und Doppel 12. Die Partie entschied er mit 4:1 für sich. Die MODUS Super Series feierte den Treffer anschließend auf ihren offiziellen Kanälen: „Der 16-Jährige war in den vergangenen zwei Wochen mehrfach nah dran, jetzt hat er ihn endlich geschafft!“ Auch Kommentator Paul Nicholson zeigte sich begeistert. „Er macht Dinge, die nicht einmal Littler gemacht hat. Verrückt!“, sagte der frühere Profi während der Übertragung.

Nach dem perfekten Leg bezeichneten einige Medien „The Archer“ als jüngsten Spieler mit einem im Fernsehen übertragenen 9-Darter. Da die MODUS Super Series vor allem über Streamingplattformen wie Pluto TV läuft, bleibt diese Rekordeinordnung allerdings umstritten.

Schon am Montag und Dienstag hatte der Engländer jeweils vier seiner fünf Spiele gewonnen. Zum Abschluss am Mittwoch legte er mit fünf Erfolgen aus fünf Begegnungen sogar eine makellose Tagesbilanz nach. Damit unterstrich er, dass sein Erfolg keineswegs nur auf einem einzigen spektakulären Leg beruhte.

Fünf Mittwochssiege sichern Self den Finalabend

Zum Auftakt des dritten Gruppentages schlug er Andy Baetens mit 4:1. Es folgten ein 4:2 gegen David Davies und der 4:1-Erfolg gegen Ayres mit dem 9-Darter. Anschließend bezwang er Darren Beveridge mit 4:2. Im letzten direkten Duell mit seinem engsten Verfolger Derek Coulson setzte er sich ebenfalls mit 4:2 durch.

In der Abschlusstabelle lag „The Archer“ damit deutlich vor Coulson, der neun Siege und 18 Punkte erreichte. Andy Baetens und David Davies folgten mit jeweils sieben Erfolgen und 14 Punkten. Beveridge gewann fünf Partien, Ayres vier. Auch statistisch hatte Self die Nase vorn: Sein Gruppenaverage von 99,77 Punkten lag deutlich über dem Wert des Zweitplatzierten Coulson, der auf 94,48 kam.

Dass er überhaupt an der Champions Week teilnehmen durfte, hatte Self erst am vergangenen Samstag gesichert. Als Sieger der zwölften regulären Spielwoche qualifizierte er sich mit einem 4:3-Finalerfolg gegen Joe Hunt. Dabei hatte er zunächst mit 0:3 zurückgelegen, ehe er das Match noch drehte.

Jetzt geht es für den Teenager am Samstag in der MODUS Live Lounge in Portsmouth weiter. Die restlichen fünf Plätze für die Finalrunde werden am Donnerstag und Freitag über die Gruppen B und C vergeben. Am Samstag folgen zunächst zwei Dreiergruppen, anschließend Halbfinals und das eigentliche Endspiel.

Dem Sieger der Champions Week winken 25.000 Pfund Preisgeld. Er hat sich mit dem direkten Einzug in die Finalrunde eine hervorragende Ausgangsposition verschafft. Nach seinem 9-Darter und 13 Gruppensiegen könnte der Samstag zum bislang größten Erfolg seiner MODUS-Karriere werden.

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